Test: Lexus RC 300h F Sport - Schön, flott und erfrischend anders

Mit einer Systemleistung von 223 PS aus dem Zusammenspiel Elektro- und 2,5-Liter-Benzinmotor schafft der Sport-Hybridler den Hunderter in 8,6 Sekunden. Der Vierzylinder ist ein leiser Viersitzer, der sich nur durch das stufenlose Getriebe im Vollgasbetrieb lauter gibt. 4,9 Liter soll er verbrauchen. Im Test lagen wir bei 6,5 Litern. Sicher lassen sich Kurven saugen, aber was wirklich überraschte, war die Langstreckentauglichkeit. Komfort und Geräuschkulisse passen wirklich gut. Der Hybridler ist ein Auto für alle, die nicht mit der Masse schwimmen wollen, und auf schönes Design stehen. Das F Sport-Modell kommt mit vielen Fahrassistenten, adaptivem variablem Fahrwerk und Fahrmodus-Selektor. Ein alltagstauglicher Sportler, der sich eine gewisse Vernunft bewahrt hat und zum fairen Preis zu haben ist: ab EUR 54.900,–.

Was auffällt. Wie schon angesprochen fährt der Lexus in einem eigenständigen Design vor. Unter anderem stechen die „Kiemen“ im Heckbereich ins Auge. Der Kühlergrill wirkt dazu sehr aggressiv und sportlich. Nicht nur außen, sondern auch im Inneren gibt sich der Japaner anders, wie wir es von europäischen Premiummarken gewöhnt sind. Geprägt wird das Cockpit von einer sehr wuchtigen, breiten Mittelkonsole, auf der wir ein „Touchpad“ finden, mit dem der Multimediacreen bedient wird. Das ist anfänglich nicht so leicht. Nach einiger Zeit hat man aber die „Fingermaus“ im Griff. Ansonsten gibt es viel Leder zu entdecken. Technisch gibt es nix zu nörgeln - alles da, was wichtig ist. Allerdings ist die Automatik eine stufenlose. Das bedeutet: der Motor dreht beim beschleunigen hoch und das bleibt dann auch so. Ein stufenloses Automatikgetriebe ist eben Ansichtssache. Wobei, die im RC 300h sicher eine der besten ist, die ich je gefahren habe. Nicht zu vergleichen, mit denen aus anderen Klassen! Fazit: ein absolut empfehlenswertes Auto, zu einem fairen Preis, dass garantiert nicht mit der Masse mitschwimmt.

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Autor: Werner Christl, 16.02.2017