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Kia XCeed 2023
Werner Christl

Im Test: Kia XCeed - Der bessere Ceed?

31.08.2023 um 10:21, Werner Christl
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Das geduckte SUV oder wenn man auf englische Fachausdrücke steht, das Crossover, ist so etwas wie die sportliche Variante in der Ceed-Familie. Der bessere Ceed?

Leicht straffes Bürschchen

Der XCeed fährt mit einem leicht straffen Fahrwerk vor. Kleinere Unebenheiten erreichen den Innenraum, ohne dabei Ärger auszulösen. Bei höheren Geschwindigkeiten spürt man aber kaum etwas. Und obwohl der XCeed mehr Bodenfreiheit hat, sind Wankbewegungen quasi nicht vorhanden. Vielleicht spielt da das angesprochenen geduckte Design eine Rolle. Insgesamt ein durchaus ausgewogenes Fahrwerk, das auch keine langen Autobahnfahren scheut. Oder besser gesagt: „Der XCeed ist durchaus langstreckentauglich. Der Motor geht als agiles Bürschchen durch. In immerhin 7,5 Sekunden steht die Tachonadel auf 100 km/h. Dabei strapaziert der 1,6-Liter-Benziner kaum die Ohrwascheln. Auch am Doppelkupplungsgetriebe lässt sich nichts aussetzten. Die sieben Gänge werden ordentlich geschaltet. Beim Verbrauch gibt Kia kombiniert 7,1 Liter an. Im Test waren es 7,4. Wer brav auf der Landstraße fährt kommt auch auf etwa sechs Liter. Weniger (5,1 Liter) verbraucht die Dieselvariante.

Ein Blick in den Innenraum.

Im Innenraum gibt es verhältnismäßig viel weichen Kunststoff zu entdecken. Generell ist im Cockpit alles übersichtlich angeordnet. Suchspiele und endloses Herumfingern an im Display verstecken Klimafunktionen gibt es nicht – da kann man schwer Kritik anbringen. Der 12,3-Zoll Screen ist zudem logisch aufgebaut. Interessanterweise findet der Kopf größerer Zeitgenossen im XCeed gut Platz, ohne ebendiesen zu verrenken. Allerdings geht es hinten in Vollbelegung eher etwas eng zu. Für zwei Personen reicht der Platz aber allemal. In Sachen Außendesign hat sich mit dem Modelljahr 2023 verglichen mit dem Vorgänger auf den ersten Blick eher wenig getan. Wobei der Feinschliff trotzdem den XCeed eine Spur sportlicher aussehen lassen. So wirken die vorderen Lufteinschlüsse dynamischer und im Heckbereich fallen die Rückleuchten in Wabenstruktur ins Auge. An der Verarbeitung kann man übrigens ganz klar nix aussetzen. Das gilt für den Innenraum und als auch für das Blechkleid.

Wo liegen wir preislich?

Der Kia XCeed in der günstigsten Ausstattungsvariante startet bei 25.040,- Euro. Hier ist schon der autonome Notbremsassistent an Bord. Wer die höchste Ausstattungsvariante wie im Testauto wählt, bekommt die GT-Line mit Leder, elektrischer Heckklappe, Smart Parking, diversen coolen Applikationen und andere Nettigkeiten ab 41.890,- Euro. Die Testvariante mit dem starken 1.6 TGDI ist ab Euro 43.690 erhältlich. Interessant ist so gesehen auch die Plug-In-Variante, die es ab 43.890,- Euro in der Gold-Ausstattungsvariante gibt. Wer also bei der Ausstattung kleine Abstriche macht, zahlt 2.000 Euro mehr und sitzt in einem Teilzeitelektriker. Warum sollte man einen XCeed dem Ceed oder ProCeed vorziehen? Nund, uns in der Redaktion gefällt das sportliche Design. Ein ProCeed wirkt wahrscheinlich noch eine Spur sportlicher, trägt aber gleichzeitig etwas mehr auf. Sprich der ProCeed ist vielleicht für so manchen zu sportlich. Zudem liegt der Startpries eines ProCeed bei etwa 36.000 Euro. Im Gegenzug ist der „normale“ Ceed günstiger als der XCeed. Der getestet XCeed ist also so etwas wie die goldene Mitte.

Eckdaten: Kia XCeed 1.6 TGDI

Leistung: 204 PS

Motor: 1.6 TGDI Benziner

Getriebe: ISG Doppelkupplungsgetriebe 7-Gang

Länge: 4,4 Meter

Verbrauch laut Werk: 7,1

0-100: 7,5 Sekunden

Spitze: 220 km/h

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