BMW M8 Competition Cabrio im Test - Alle M-Achtung!

Fahrmodi:

Sämtliche Einstellungen lassen sich individualisieren. Also Fahrwerk, Lenkung, Bremsen und Co. können den Vorlieben des Fahrers folgen. Neu sind dabei die Konfigurationsmöglichkeit der Bremsen. Da steckt eine Menge Bremstechnik-Know-How dahinter. Wie schon beim M5 lässt sich natürlich der Allradantrieb extrem hecklastig einstellen, wodurch das Driften in der Kurve mehr als heftig über die Bühne geht. Einen reinen 2WD –Modus gibt es ebenfalls. Und die beiden roten M-Sporttasten, über die sich dann die Fahrprogramme abrufen lassen sind natürlich auch im Bereich des Lenkrades zu finden. Interessanterweise ist das M8 Cabrio gar nicht hart abgestimmt – oder anders ausgedrückt – man hat die notwendige Härte gut vertuscht. Das immerhin zwei Tonnen schwere Coupe´-Cabrio fährt sich schon fast komfortabel. Wenn es zur Sache geht, gibt’s aber kein schwammiges Fahrverhalten – guter Mix!

Kraftlackel. Damit die Nachbarn auch ganz sicher erkennen, dass der M8-Nachbar in die Arbeit fährt gibt der Bayer beim starten ein heftiges Achtzylinder-Brummen beim Starten von sich. Vorausgesetzt das kleine Knopferl mit den beiden Auspuffrohren darauf ist gedrückt. Und wer seinen Gasfuß nicht unter Kontrolle hat, ist wiederum am Nachhauseweg schon einige Minuten vorher vom Nachbar zu hören. Die Eckdaten sind schon ziemlich heftig. In etwas mehr als drei Sekunden ist der Hunderter erreicht – sieben Sekunden später sind es 200 km/h. 750 Newtonmeter sorgen für den notwendigen Schub. Was wirklich auffällt: Wir haben das Sportcabrio auf einer deutschen Autobahn bei hohen Geschwindigkeiten kurz getestet – alles bleibt im Innenraum durch die gute Dämmung des Daches relativ ruhig. Wie sieht es mit dem Verbrauch aus? Eigentlich müsste der Deutsche wie ein halbverdurstetes Kamel saufen, oder zumindest wie ein durstiger Bayer eben. Im Test lagen wir bei braver Fahrweise bei durchschnittlich 11,4 Liter. Laut Werk sollen es um die 10 Liter sein. In der Stadt geht’s rauf auf 15 Liter vom feinen Super. Eben ein V8 mit 4, Litern Hubraum. Nicht wirklich zeitgemäß, aber zumindest für einen V8 sparsam.

Innen:

Die Sitzposition ist relativ tief angelegt, wie man es eben von einem Sportcoupé erwartet. Vollledersitze und M8-Insiginien findet man an allen Ecken und enden, damit man auch weis wo man drinnen sitzt. Vorne fühlt man sich durch die dicke Mittelkonsole sehr sicher und Platz ist reichlich vorhanden. Auf den hinteren Rängen finden sich sozusagen die billigen Plätze, denn da greift eher die Bezeichnung Notsitz. Aber, man kann zumindest zu viert im Cabrio sitzen. Das Dach lässt sich bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h vollautomatisch öffnen und schließen. Es gibt kaum ein Cabrio am Markt, das sich derart „windstill“ bewegen lässt. Zwar pfeift einem bei geöffnetem Verdeck der Wind um die Ohren, aber eben nur solange man nicht das Windschott im Bereich der Rücksitze aufklappt. Letzteres dient ganz klar nicht der Zierde, sondern verringert die Luftverwirbelungen auch bei höheren Geschwindigkeiten gegen Null. Zusätzlich gibt es eine stufenlos verstellbare Nackenheizung. So kann man tatsächlich auch bei niedrigen Temperaturen offen fahren, ohne am nächsten Tag mit Schnupfen im Bett zu liegen.

Preislich startet ein 8er Cabrio bei 115.400,- Euro. Der M8 Competition Cabrio liegt mit fast allen verfügbaren Ausstattungsfeatures bei saftigen 240.000,-.

Länge: 4,9 Meter

Kofferraumvolumen: 350 Liter

Motor: 4,4 Liter M TwinPower V8

Leistung: 625 PS

3,3 Sekunden auf 100 km/h

Verbrauch: 10,6 (Stadt 15 Liter)

Drehmoment: 750 Newtonmeter

Gewicht: 2.010 kg

Tags

Autor: Werner Christl , 27.08.2020