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Hundeglück
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smrm1977 / iStock / Getty Images Plus, Barbara Klaczak

Reisen mit dem Liebling

23.03.2026 um 08:52, Friederike Ploechl
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WAU Voyage. Urlaub mit Hund ist mehr als ein Reiseziel – es ist eine Entscheidung für ein Familienmitglied auf 4 Pfoten.

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Urlaub ist für Hundemenschen nie nur eine Frage der Destination, sondern eine Frage von Nähe und Verantwortung – und davon, dass ein Familienmitglied auf vier Pfoten mitreist. Und genau deshalb sind die Haltungen dazu erstaunlich vielfältig: Manche sagen ganz klar „nur mit Hund“, andere trennen sehr bewusst – je nachdem, welche Art von Reise ansteht: ein romantischer Trip, ­der Familienurlaub, Abenteuer oder eine Fernreise. Was alle Antworten verbindet: Es soll sich für den Hund gut anfühlen. Nicht ­irgendwie. Sondern wirklich. 

Bergkameraden. Kleine Pfoten, große Kulisse: Rast auf der Alm mit Panorama – so fühlt sich Freiheit an.

Einfach gemeinsam genießen.

Bei Familienurlauben ist der Hund oft selbstverständlich dabei – „Was wäre ein Familienurlaub, wenn ein Familienmitglied fehlen würde?“, steht da im Raum. Dann werden Ziele gewählt, die sich nicht nach Sehenswürdigkeiten richten, sondern nach Bedürfnissen: Draußen sein, bewegen, abschalten – und möglichst viel Zeit dort, wo der Tag nicht durch Termine, sondern durch Lust und Laune bestimmt wird. Immer wieder taucht Wasser auf: Hundestrände am Gardasee, ein erstes Mal Meer oder ein Hund, der Bootfahren so sehr liebt, dass er zum „Co-Kapitän“ wird. Es sind Urlaube, die weniger aus Programmpunkten bestehen als aus Freiraum – und aus dem Gefühl, dass alles leichter wird, sobald man gemeinsam draußen ist. Andere schwärmen von Wintertagen: Skiurlaube in Tirol mit Spaziergängen im Schnee, die für Mensch und Tier gleichermaßen ­entschleunigend und erholsam sind. Genau diese einfachen Momente – Pfotenabdrücke im Schnee oder Sand, nasses Fell nach dem Baden, das im Sonnenlicht glitzernd glänzt und ein glücklicher Blick: Nicht das Wo, sondern das Wie ist, was zählt. 
 

Freiheit statt Luxus.

So groß die Verbundenheit ist, so klar sind bei vielen auch die Grenzen. Flugreisen werden von den allermeisten als Zumutung für den Hund empfunden – man möchte dem Hund diese Strapazen nicht antun. Deshalb gibt es Urlaube, die bewusst ohne Hund stattfinden: roman­tische Trips etwa, die man ohne Hund und ohne Kinder plant, oder Fernreisen, bei denen man weiß, dass der Vierbeiner daheim besser aufgehoben ist. Auch Hitze wird als Warnsignal genannt: Im Sommer lieber Natur statt Städtetrip, genug Wasser, ­Pausen, Schatten – und nicht über­fordern. Gemeinsames Reisen muss nicht spektakulär sein 

Glücksmoment. Sonne, Meer und Strand mit Pfotenabdruck am Badetuch: So geht Meerzeit mit Hund.

Reisen ohne Fell-Liebling.

Wenn das Familienmitglied auf vier Pfoten einmal nicht mitkann – oder bewusst daheim bleibt –, dann nur mit dem guten Gefühl, dass es nicht bloß ­versorgt ist, sondern wirklich in besten Händen vertrauensvoll zurück­­-­ge­lassen wurde. Entweder liebevoll betreut in einem Hundezentrum, zu Hause bei Verwandten oder verlässlichen Freun­d:innen – oder zur tierlieben Schwiegermutter, die selbst einen Hund hat. Da darf dann ein Hund sogar zu seiner „ersten großen ­Liebe“, einer ­Golden-Retriever-­­Freun­din. Und wer in Österreich bleibt, nimmt den Hund sowieso meistens mit – etwa bei Kurztrips an den ­Attersee, wo echte Wasserratten den ­Sommer quasi im See verbringen. Der Grundton ist immer derselbe: Gut ist nur, was für alle gut ist – auch für den, der nicht mitreden kann.
 

Verantwortungsvoll reisen.

In ­vielen Statements stecken diese stillen Selbstverständlichkeiten, die zeigen, wie ernst Hundemenschen ihre gemeinsame Reise nehmen: Tierarztbesuch vorab (Impfung, Entwurmung), eine kleine Notfallapotheke immer mit im Gepäck, genug Lieblings­futter. Unverzichtbar ist auch die Sicherheit für unterwegs: Der Hund muss im Auto optimal gesichert sein, damit er geschützt und trotzdem alle entspannt ankommen. Und manchmal braucht es die vertraute Decke und das Spielzeug, damit aus einem fremden Zimmer ein sicherer Ort wird. Mit zunehmendem Alter verschieben sich Prioritäten: Ein Seniorhund bleibt oft daheim, weil die gewohnte Umgebung und die Aufmerksamkeit von Familie oder Freund:innen das Beste sind – auch wenn „ohne ihn einfach etwas fehlt“. Und dann gibt es die ganz großen Abenteuer, die nur funktionieren, weil man ein gutes Netzwerk hat: So unterschiedlich die Urlaubsmodelle sind, sie erzählen alle dasselbe: Ein Hund ist Beziehung, er ist Familien­mitglied. Der perfekte Urlaub beginnt dort, wo man ihn nicht irgendwie „mitnimmt“, sondern ihn als Familienmitglied mitdenkt – mit Herz, mit Hausverstand und mit dem Blick dafür, was ihm wirklich ­guttut. 

Vorfreude auf 4 pfoten. Der Countdown, bis Frau- und Herrchen vom Urlaub zurück sind, läuft.

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