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Reinhild Schober-Hohla
Reinhild Schober-Hohla
Starmayr Photography, BARBARA KLACZAK

Gut vert(r)agt?

16.03.2026 um 00:00, Johanna Lengauer
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Rechtzeitig geregelt. Zwischen Paragrafen und persönlichen Schwellen geht es oft um mehr als nur Recht.

Sie betonen Beratung unterstützt besonders in emotional herausfordernden Situationen. Wie beginnt Ihre Begleitung – gerade bei Themen, die man gerne vor sich herschiebt?     
Mit einem sehr persönlichen, verständnisvollen und absolut offenen Gespräch, bei dem man alles sagen darf.

Unsicherheit oder noch nicht getroffene Entscheidungen prägen Ihr Daily Business. Welche Rolle spielen dabei Verstehen und der erste gemeinsame Schritt?     
Ein echtes Einlassen und alles zu verstehen sehe ich als zentrale Voraussetzung meiner Arbeit, das Vertrauen schafft die Basis für alles Weitere.

Oft stellen Ratsuchende zentrale Lebensfragen – wie behalten Sie da Ihre Orientierung? 
Klare Strukturen und ein gewachsener Erfahrungsschatz tragen meine Arbeit.
 

gestalten statt abwarten. Die Extraportion Persönlichkeit im Notariat sorgt dafür, dass jede Beratung, Prüfung oder Entscheidung spürbar vertrauensvoll sind.


Sie informieren regelmäßig über Vorsorge, Erbschaft oder familiäre Veränderungen – warum glauben Sie, fällt es sehr vielen von uns so schwer, diese Themen rechtzeitig anzudenken und -sprechen? 
Derartige Themen konfrontieren viele mit ungewohnten Situationen außerhalb ihres Alltags und ihrer Komfortzone. Hinzu kommt das Bewusstsein, dass das Besprochene eines Tages persönliche Realität werden kann. Genau diese Mischung aus Distanz und Nähe macht es oft schwer, sich frühzeitig damit auseinanderzusetzen.

Gallneukirchen ist Ihr Arbeitsmittelpunkt. Welche Haltung bringt der ländliche Kontext mit sich? 
Ich erlebe viel Offenheit und vor allem wenig Berührungsängste, wodurch eine sehr gute Voraussetzung für vertrauensvolle Beratung entsteht.

Im Alltag einer Gemeinde ist ein Notariat weit mehr als eine Formalität. Was bewegt Menschen dazu, zunächst „auf ein Gespräch“ vorbeizukommen? 
Oft ist es die Neugier an der Person hinter dem Notariat. Umso  mehr freut es mich, wenn aus einem unverbind­lichen Erstgespräch eine rechtliche Begleitung oder Abwicklung entsteht.

mit sorgfalt. Die Notarin ist stets gut vorbereitet für alle Momente, in denen Entscheidungen fürs Leben getroffen werden.

Das Bild von einem Notariat ist oft schmal und auf Immobilien oder Testamente reduziert. Welche Schwerpunkte prägen Ihre Praxis? 
Neben den genannten Themenbereichen zählen dazu etwa Adoption, Ehe, eingetragene Partner- oder Lebens­gemeinschaft samt Scheidung oder Trennung, Verlassenschaft sowie Erb- und Pflichtteilsrecht zu Lebzeiten im Idealfall. Darüber hinaus begleiten wir unternehmerische Anliegen im Gesellschaftsrecht, insbesondere bei der Wahl der passenden Gesellschaftsform und ihrer inhaltlichen Ausgestaltung, ebenso wie Vorsorgevollmachten im Sinne der Unter­nehmensvorsorge. Weitere zentrale Themen sind Vorsorgevollmacht – für Unternehmer:innen wie Privatpersonen –, Erwachsenenvertretung sowie Patient:innen- und Sterbeverfügung. Unternehmer:innen kommen meist mit klarem Ziel ins Notariat, Private suchen hingegen oft Orientierung für ihre persönliche Lebenssituation.    

Für manche ist nicht klar, wann der Weg zum Notariat notwendig ist. Was ist aus Ihrer Sicht der richtige Anlass für ein Gespräch? 
Insbesondere dann, wenn jemanden ein Gedanke über längere Zeit begleitet. Für mich ist das ein verlässlicher Indikator, dass nur fundierte Beratung hilfreich oder sogar erforderlich ist.

Neben Ihrer verantwortungsvollen beruflichen Rolle haben Sie privat sehr prägende Lebensphasen erlebt. Was hat Ihnen geholfen, diese Erfahrungen zu bewältigen? 
Eigenverantwortung und die Verantwortung meinen Kindern gegenüber haben mir Kraft gegeben. Ebenso ­wichtig waren mir der Rückhalt durch ­meine Familie und enge Freud:innen, die da waren und sind, sowie nicht zuletzt mein Motto „Never give up“

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