Küche richtig organisieren: So geht’s!

Chaos im Küchenschrank, überall zu wenig Stauraum und in jeder Ecke steht ein Küchenutensil, das dort nicht hingehört? Wir haben 5 Tipps, wie Sie Ihre Küche richtig organisieren.
Autor: Jacqueline Klein, 18.02.2022 um 10:12 Uhr

Was braucht man eigentlich alles in der Küche? Wohin mit Essig und Öl in der Küche? Und was bitte kann man auf Küchenschränke stellen? Das alles sind Fragen, die – seien wir in dieser Hinsicht ehrlich – zeigen, dass die eigene Küche eher chaotisch als ordentlich organisiert ist. Damit auch spontaner Besuch keine grauen Haare wachsen lässt und Sie sich in Ihrem Zuhause wohlfühlen, sollte dauerhaft Ordnung in der Küche gehalten werden. Deshalb lautet die Devise: Küche richtig organisieren, platzsparend einräumen und dauerhaft Ordnung halten.

Wie organisiere ich meine Küche richtig?

Die Ein-Jahr-Regel kann beim Organisieren der Küche schon wahre Wunder wirken. Diese Regel kennen viele vom eigenen Kleiderschrank, aber lässt sie sich auch perfekt auf die Küche übertragen. Die Ein-Jahr-Regel rät, alles auszusortieren und wegzuwerfen – oder zu verschenken –, was 365 Tage lang nicht verwendet wurde. Nehmen Sie sich diesen Ratschlag zu Herzen und räumen Sie jeden Schrank, jede Schublade und jedes Regal in der Küche aus und fragen Sie sich: Brauche ich das Ding überhaupt noch? Lautet die Antwort „Nein“, dann verabschieden Sie sich davon – und das bitte gnadenlos.

Natürlich gilt diese Regel nicht für Küchenutensilien, die mit bestimmten Anlässen verbunden sind. Eine Backform in Form eines Osterlamms, Ausstechformen für Weihnachtskekse oder das Käsefondue für Silvester sind von dieser Regel selbstverständlich ausgenommen. Bei Küchengeräten wie Entsafter, Waffeleisen und Co. dürfen Sie gerne streng sein und sich fragen, ob Sie diese Dinge im Alltag verwenden oder ob sie nur Platz blockieren. Wenn ja, dann ausmisten und raus damit aus Ihrer Küche.

Frau räumt Küche auf | Credit: iStock.com/Valeriy_G

Wie kann ich meine Küche sortieren?

Es gibt ein paar Stellen in der Küche, die gerne von oben bis unten zugemüllt werden – vor allem Schränke, in die kein Besuch jemals hineinsieht. Um diesen Fehler zu vermeiden, ist es besser, sich vorher Gedanken um die Organisation zu machen. Natürlich soll jede freie Stelle in der Küche befüllt werden, aber dann heißt es „Küche einräumen mit System“:

Küchen-Tipp 1: Ausmisten

Die Ein-Jahr-Regel ist nichts für Sie? Kein Problem! Um Küchenutensilien richtig zu organisieren, geht leider kein Weg am Ausmisten vorbei. Aber natürlich müssen Sie nicht jedes Jahr Ihre Küche komplett ausräumen und jedes Teil, das angeschafft wurde, auf seine Verwendung prüfen. Meist hilft es schon, wenn Sie sich an die kleine Ausmistformel „Eins rein, eins raus“ halten. Das heißt immer, wenn Sie sich ein neues Küchengerät anschaffen, überlegen Sie sich, ob nicht eines rausfliegen kann. Der positive Effekt dabei ist, dass Sie merken werden, dass Sie durchaus tiefe Schränke in Ihrer Küche haben, die sich jetzt optimal nutzen lassen.

Küchen-Tipp 2: Stauraum

Zuallererst muss alles raus aus den Schränken, denn das ist der einzige Weg, die Küchenschränke neu zu organisieren. Nur so kann man sich einen Überblick verschaffen und die leeren Schränke auswischen. Und dann heißt es: Aussortieren! Geschirr mit sichtbaren Kratzern etwa oder Aufbewahrungsdosen ohne passende Deckel müssen raus. Was nicht mehr gefällt, darf ebenso verschwinden. Aber nicht nur in kleinen Küchen fällt das Organisieren schwer, nein, allgemein scheint die Küche ein Ort zu sein, in dem stets Stauraum fehlt. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, die Fläche auf den Oberschränken zu nutzen? Dort finden selten benutzte Küchengeräte, Vasen und Co. Platz. Diese Dinge wandern aber nicht einzeln, sondern in schönen Holzkisten in die oberste Etage – das sorgt für einen ruhigen, aber auch stylishen Eindruck.

Hängeregale in einer Küche | Credit: iStock.com/uuoott

Küchen-Tipp 3: Kategorisieren

Die Küche lässt sich besser organisieren, wenn Sie sie kategorisieren. Jedes Küchenutensil sollte dabei einen eigenen Platz bekommen und dort noch einmal geordnet werden. Um den Geschirrschrank richtig einzuräumen, können Sie gerne Teller von Gläsern trennen und jedem ein eigenes Regal im Schrank geben. Nur weil Sie diese Utensilien zusammen als Set gekauft haben, müssen sie Ihnen nicht den Platz rauben. Küchenschubladen richtig organisieren bzw. kategorisieren kann man am besten mit einem Trennsystem. Besonders in tiefen Schubladen fallen Sachen gerne um, damit das nicht passiert, besorgen Sie sich Trennwände oder ganz banal Klemmstangen. Die Stangen klemmt man in die Schublade und dort halten sie zum Beispiel Bretter im Zaum. Auch Drehteller für Gewürze oder ausziehbare Regale im Schrank helfen beim Kategorisieren.

Küchen-Tipp 4: Einheitlichkeit

Die Küche einheitlich organisieren, heißt Behälter zu nutzen. Mehl, Zucker, Nudeln und Co. lassen sich perfekt in Schraubgläsern aufbewahren. Cornflakes, Haferflocken und Müsli lassen sich in Tupperdosen mit Schüttvorrichtung gut in Schubladen verstauen. Um das Gewürzregal zu organisieren, können Gewürze in einheitliche Gläser umgefüllt werden. Kleinere Gläser mit Honig, Senf oder Soßen stehen am besten auf einem Drehteller im Schrank. Das Gleiche gilt für Backutensilien wie beispielsweise Zuckerstreusel und -perlen oder Vanillestangen. Diese füllt man in Reagenzgläser mit Korken um – so lässt sich vor allem ein offenes Küchenregal organisieren. Eine gute Idee für den Vorratsschrank sind offene Kisten, die mit Gläsern, Streuern und Dosen befüllt werden. So kann man sie leicht herausnehmen und muss nicht lange suchen. Küchenutensilien wie Pfannenwender, Suppenkellen oder Schneebesen können auf der Arbeitsplatte bleiben. Um diesen Teil der Küche zu organisieren, gibt es einen guten DIY-Tipp: Heben Sie alte Metalldosen auf. Bemalen Sie diese oder peppen Sie sie mit Washi-Tape auf und Sie haben einen stylischen Behälter für Ihre Kochlöffel.

Küchen-Tipp 5: Einsortieren

Richtig einräumen und die Grundregel „Alles hat seinen Platz“ sind die wichtigsten Prinzipien, wenn es darum geht, die Küche richtig zu organisieren. Den Spülenunterschrank organisiert man am besten, indem dort nur Putzartikel hineingestellt werden. Töpfe organisieren heißt, sie in untere Schränke zu verstauen, weil dort in Küchen meist der größte Stauraum ist. Eine weitere Variante für Ordnungssysteme in der Küche ist es, Lebensmittel nach Themenwelten zu sortieren. Das bedeutet konkret: Das gesamte Backzubehör kommt in einen Schrank – vom Nudelholz über Backformen bis hin zu den Zutaten. Alkoholische Getränke und natürlich auch Putzmittel gehören komplett außer Reichweite von Kindern und in ein verschließbares Schrankfach. Kleiner Tipp: Schmale, ausziehbare Vorhangstangen halten Küchenpapier-, Jausenpapier- oder Backpapierrollen in Schach.

Gläser mit Labels | Credit: iStock.com/Diana Rebenciuc

Zum Schluss: Wie halte ich die Ordnung in der Küche?

Das beste Ordnungssystem hilft nur, wenn es auch im Alltag funktioniert. Endlich haben Sie Ihre Küche mit allen Schubladen und Schränken eingeräumt und Sie wissen, was wohin gehört. Das Problem, was dann meistens entsteht, ist, dass man nicht mehr weiß, was in den Behältern drinnen ist oder welche Gewürze in Vorratsgläser umgefüllt wurden. Um dieses Problem zu vermeiden, hilft es Labels bzw. Etiketten zu verwenden. Entweder kaufen Sie sich eine Label-Maschine oder Sie basteln sich stylishe Labels selber und beschriften damit Gläser, Behälter und Co.

Unser Fazit: Die Küche richtig organisieren, ist nicht schwer. Die Ordnung halten dagegen sehr. Aber mit unseren Tipps ist das bestimmt nicht der Fall.