Haustür mit Fingerprint: Die häufigsten Fragen und Antworten

Der Schutz vor Einbrechern beginnt an der Haustür. Warum sich nicht nur aus diesem Grund eine Haustür mit Fingerprint lohnt und worauf man dabei achten sollte, erfahren Sie über die Antworten auf die häufigsten Fragen.
Autor: Ute Daniela Rossbacher, 05.12.2022 um 15:29 Uhr

Zwischen November und März haben laut Auskunft des Innenministeriums Dämmerungseinbrüche Hochsaison. Bevorzugt freitags und samstags zwischen 16 und 21 Uhr, wenn viele Menschen noch unterwegs sind oder ausgehen, schlagen Einbrecher gerne zu. In Wien allein sind 2022 im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Einbrüche um rund 50 Prozent gestiegen.

Mehr Sicherheit durch Fingerprint

Wer Fingerprint bereits zum Entsperren seines Smartphones oder anderer elektronischer Geräte nutzt, ist mit den Vorteilen dieser Technologie bereits gut vertraut. Nur wenige bedenken, dass sich die Lösung auch ideal zur Sicherung von Eingangstüren in privaten Haushalten eignet. Nicht nur, dass man es damit Unbefugten deutlich erschwert, in die Wohnung oder das Haus zu gelangen, es gibt einem ganz grundlegend mehr Kontrolle darüber, wer Zutritt zu einer Immobilie hat, etwa, wenn man eine Reinigungskraft beschäftigt oder der Nachbar zwischendurch nach dem Rechten sieht.

Was man über Haustüren mit Fingerprint wissen sollte

Wer sich im Vorfeld genau darüber informiert, welches Ziel er mit der Zutrittssicherung verfolgt, welche technischen Möglichkeiten es dazu gibt und was sie bewirken bzw. kosten, findet deutlich leichter eine nachhaltig wirksame Lösung für seinen Bedarf. Dazu lohnt es sich, die Antworten auf folgende Fragen zu kennen. Auskunft über die Sicherheit von Fingerprint-Systemen gibt übrigens die sogenannte Falschakzeptanzrate – kurz FAR. Diese beschreibt die Wahrscheinlichkeit, mit der sich die Tür bei einer nicht berechtigten Person öffnet. Je höher die FAR, desto niedriger ist diese Wahrscheinlichkeit und umso sicherer ist folglich der Fingerprint.

Wie funktioniert eine Haustür mit Fingerprint?

Über einen Scanner, der an der Außenseite der Haustür angebracht ist, wird der Zutritt zum Haus oder der Wohnung gesteuert. Nur, wenn der Fingerabdruck der Person erfolgreich mit dem eingespeicherten Referenz-Fingerbild abgeglichen wird, wird die Zutrittserlaubnis erteilt. Je nach individuellen Einstellungen lässt sich noch viel mehr als nur der Zutritt per Fingerprint steuern - etwa die Aktivierung bzw. Abschaltung von Alarmanlage, Lichtquellen, Jalousienautomatik oder elektronischen Geräten.

Brauche ich für eine Fingerprint-Lösung eine spezielle Haustür?

Nein. Es gibt praktikable Nachrüst-Systeme, die für fast alle Haustüren geeignet sind. In der Regel lassen sich jene binnen weniger Minuten montieren und in Betrieb nehmen. Dazu ist nicht zwingend ein Profi erforderlich. Je stabiler und schließfester die Haustür ist, desto besser kann ein Fingerprint-System schützen.

Modernes Haus von außen | Credit: iStock.com/sl-f

Braucht man für eine Haustür mit Fingerprint Strom?

Nein, braucht man nicht. Alternativ lassen sich Fingerprint-Systeme auch mit Akku oder Batterien betreiben.

Wie viel kostet ein Fingerprint-System für eine Haustür?

Für eine zufriedenstellende Lösung lohnt es sich, zwischen 300 und 700 Euro in die Hand zu nehmen, wobei es freilich auch teurere Lösungen bis zu rund 1.500 Euro gibt. Wesentlich abhängig ist der Preis dabei vom Leistungsumfang und dem Material des Systems. Wer bei dieser Gelegenheit auch gleich die Haustür tauscht, muss mit Kosten zwischen 2.000 und 3.000 Euro rechnen.

Kann ich auch als Mieter Fingerprint für meine Haustür nutzen?

Wenn man ein smartes Nachrüst-System mit Türschlossantrieb nutzt, ohne Probleme. Denn durch die einfache Montage, die sich mühelos wieder rückgängig machen lässt, kann man ein und dasselbe Set auch bei mehrmaligen Wohnungswechseln immer wieder aufs Neue einsetzen.

Ist eine Fingerprint-Lösung für Büros auch konform mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)?

Ja, ist sie. Gut für kleinere und mittelständische Betriebe, denen dadurch die Verwaltung der Zutrittsberechtigungen deutlich erleichtert wird.

Junge Geschäftsfrau beim Betreten eines Firmengebäudes | Credit: iStock.com/RossHelen

Ist die Zahl an zugelassenen Fingerprints für Haustüren begrenzt?

Ja. In der Regel lassen sich über die App, mit der man die Zutrittsverwaltung steuert, im Schnitt 20 Fingerprints speichern.

Wie fälschungssicher sind Fingerprints?

Sehr sicher. Manche Fingerprint-Systeme erteilen den Zutritt auch aufgrund des individuellen Neigungswinkels und Fingerdrucks. Bei starken Abweichungen kann der Zutritt auch vorsorglich verweigert werden, selbst wenn der Fingerprint grundsätzlich zutrittsberechtigt ist.

Lohnen sich Fingerprints nur für Haustüren?

Nein, im Gegenteil. Auch für Gartenhäuser, Garagen, Hintereingänge, Haustore oder den Keller können sich Türen mit Fingerprints lohnen, um Einbrecher abzuschrecken.