Chic wohnen mit wenig Geld: Tipps für junge Leute

Mit nur wenigen Handgriffen lässt sich die erste eigene Wohnung in eine behagliche Oase verwandeln. Wie man seine vier Wände kostengünstig einrichtet und dekoriert.
Autor: Ariane Perktold, 09.03.2022 um 09:00 Uhr

Wenn man noch studiert oder erst seit kurzem sein eigenes Geld verdient, fällt es oft schwer, sich an einem neuen Ort wirklich zuhause zu fühlen. Wie sollen auch in einer spartanischen Bleibe ohne persönliche Akzente Heimatgefühle aufkommen?

Ein wichtiger Schritt in Richtung „Feels Like Home“ ist eine ansprechende Einrichtung samt dekorativer Accessoires. Dafür kann man natürlich ins günstigste Geschäft gehen – damit man die Möbel dann in jeder anderen "Junge-Erwachsene-Behausung" wiedererkennt und sich schlecht fühlt, weil man schon wieder Konsumgiganten anstatt lokaler Unternehmen unterstützt hat. Hab ich auch gemacht. Dabei gibt es Wege zu einer Einrichtung, die weder den Geldbeutel noch das Gewissen belasten.

1. Do it yourself - Möbel & Deko selbst gemacht

Nicht jedes Einrichtungsstück muss aus dem Möbelhaus kommen. Je nach Fähigkeiten sind gerade jungen Menschen in puncto "Do It Yourself" (DIY) keine Grenzen gesetzt. Man muss sich ja nicht gleich den Küchentisch selber zimmern (obwohl das bestimmt ein tolles Projekt wäre). Verschiedenste Möbel- und Dekorationsstücke lassen sich einfacher bauen als man denkt. Aus Paletten etwa können Sofas oder Blumenkästen entstehen, aus Weinkorken super Pinnwände oder Untersetzer, und aus Stöcken und Garn schöne Mobiles für die Befestigung von Polaroid-Bildern. Einfach Pinterest und Co. checken und sich inspirieren lassen!

Moodboard | Credit: iStock.com/kramarek

2. Do it again - Möbel aus zweiter Hand

Viele Menschen ziehen oft um, aber nicht immer ihre Einrichtung. Auf diversen Websites finden sich oft wirklich cool designte Schreibtische, Betten oder Bürosessel aus zweiter Hand zum Spottpreis oder sogar gratis. Auch lokale Secondhandläden sollte man sich ansehen. Immerhin ist es reizvoll, sich mit Möbeln mit Geschichte zu umgeben. Vielleicht ist ja der gemütliche Ohrensessel dabei, in dem man versinken kann wie bei den Großeltern auf der Couch. Und wenn man herausfinden will, was andere Leute an nützlichen Gebrauchsgegenständen wegwerfen, sollte man auch den Recyclinghof nicht außer Acht lassen. Ein paar Blumentöpfe finden sich dort fast immer!

Junge Frau restauriert einen alten Stuhl | Credit: iStock.com/FXQuadro

3. Do it green - Pflanzen als dekorative Mitbewohner

Wer viel denkt und hart arbeitet, kann gar nicht genug Sauerstoff bekommen. Daher lautet die Devise: "Go Green!" Pflanzen dürfen im Haushalt nicht fehlen. Sie sorgen für gute Luft und sehen dekorativ aus. Wer leicht vergisst zu gießen, kann sich ja auf Kakteen beschränken. Und wer zwar das Gießen hinbekommt, aber doch nicht den allergrünsten Daumen hat, kann mit Überlebenskünstlern wie Grünlilien, Efeututen und angesagten Monsteras sein Glück versuchen. Außerdem macht es Spaß, mit den Samen heimischer Gemüsesorten zu experimentieren. Vielleicht wird man ja irgendwann autark mit der eigenen Ernte – und wenn auch nicht, kann man sich immerhin an seiner kleinen grünen Oase auf dem Fensterbrett erfreuen.

Junge Frau pflegt ihre Pflanzen | Credit: iStock.com/deniskomarov

Just do it - Einrichtung mit Persönlichkeit

Einrichtung und Deko müssen weder viel kosten noch supergünstig und 0815 sein. Viel wichtiger ist es, dass man sich mit seiner Einrichtung wohl und zuhause fühlt, und das geht am besten, wenn sie Persönlichkeit hat. Also: Kreativ sein und selbst mit anpacken!

Zur Autorin

Passion Author Ariane Perktold studiert Bildnerische Erziehung und Englisch in Salzburg. In ihrer Freizeit begeistert sich die gebürtige Südtirolerin für Reisen, Literatur, Tiere, Kulinarik und Kunst. Themen, von denen auch ihre abwechslungsreichen Beiträge auf www.weekend.at handeln.