Diese 3 Beispiele zeigen: So gesund ist Kunst!

Brauchen wir Kunst eigentlich? Ja, unbedingt! Und das nicht nur allein unserem kulturellen Interesse wegen, wie die folgenden drei gesundheitsfördernden Effekte zeigen.
Autor: Ariane Perktold, 18.01.2022 um 09:55 Uhr

Kunst eröffnet Menschen die Chance, sich frei und individuell auszudrücken. Und all den anderen wiederum, sich von ihr inspirieren zu lassen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, wie ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt. Immerhin stand die Kunst für lange Zeit im Dienste der Kirche. Später traten Adelige als Auftraggeber auf. Frei entscheiden über ihre Arbeit konnten Künstler also lange Zeit nicht. Dass es heute anders ist, ist allein ein Grund zur Freude. Nicht weniger aber jene gesundheitlichen Effekte, die die Auseinandersetzung mit Kunst mit sich bringt.

Kunst heilt

Unter dem Namen "Arts for Health" kommt Kunst zur Beruhigung und Linderung von Patienten zum Einsatz. Unter anderem werden kalte und farblose Krankenhauswände bunt bemalt und in den Zimmern Bilder mit lebensbejahenden Motiven aufgehängt. Im Museum of Modern Art in New York kommen an Alzheimer erkrankte Menschen durch das Betrachten der Bilder wieder mit ihren Gefühlen in Kontakt. Nur zwei von vielen ermutigenden Beispielen, die weltweit Schule machen. Bereits im alten Rom empfahl man Menschen, denen Krankheiten seelisch zu schaffen machten, Theaterbesuche.

Farbpalette eines Malers | Credit: iStock.com/artisteer

Kunst verbindet

Unter "Community Art" versteht man künstlerische Aktionen, die die Gemeinschaft fördern sollen. Alle, die ihrer Kreativität freien Lauf lassen möchten, können miteinander an künstlerischen Projekten arbeiten. Aus der positiven Kraft, die jeder aus der Begegnung mit Gleichgesinnten zieht, fühlen sich am Ende alle Teilnehmer entspannter. Ein Weg, sich gegen Seelentiefs zu wappnen und neues Selbstbewusstsein zu tanken.

Junge Frau malt ein Bild | Credit: iStock.com/sandsun

Kunst mobilisiert

Wenn Kunst auf Meeresbiologie trifft, freut sich die Umwelt, zeigt unter anderem das Projekt "Crochet Coral Reef" der australischen Schwestern Margaret und Christine Wertheim mit Fans in aller Welt. Für dieses besondere Riff werden Korallen gehäkelt, weil ihre komplexe dreidimensionale Form durch diese Handarbeitstechnik am besten dargestellt werden kann. Gleichzeitig eine etwas andere Form der Frauenbewegung, die vom Gedanken, gemeinsam ein Zeichen für den Erhalt der Umwelt zu setzen, getragen wird. Und ein guter Weg, ein langes, gesundes Leben zu führen, tragen soziale Kontakte und sinnvolle Beschäftigungen nachweislich zur Erhaltung der Gesundheit bei. Dass Handarbeiten wie Stricken und Häkeln zu den besten Mitteln gehören, Demenz vorzubeugen, sei nur nebenbei erwähnt.

Junge Frau sitzt mit ihrem Hund vor ihrem selbstgemalten Bild | Credit: iStock.com/LuckyBusiness

Zur Autorin

Passion Author Ariane Perktold studiert Bildnerische Erziehung und Englisch in Salzburg. In ihrer Freizeit begeistert sich die gebürtige Südtirolerin für Reisen, Literatur, Tiere, Kulinarik und Kunst. Themen, von denen auch ihre abwechslungsreichen Beiträge auf www.weekend.at handeln.