6 Tipps: Energiesparen im Sommer

Kalter Kühlschrank, heiße Rechnung? So sparen sie knackige Energie-Euros.
Autor: Rudolf Grüner, 27.06.2022 um 08:30 Uhr

Die Stromrechnung treibt den Österreicherinnen und Österreichern die Schweißperlen auf die Stirn. Und schuld daran ist nicht nur die sommerliche Hitze. Wie Sparefrohe trotz steigender Energiepreise Kohle sparen könnnen? Wir haben sechs Vorschläge für jeden Haushalt gesucht – und gefunden!

Kühlschrank richtig temperieren

Sie öffnen die Kühlschranktür und ein eisiger Hauch weht ihnen entgegen? Dann ist das Thermostat definitiv zu weit runtergedreht! Knackige sieben Grad genügen, damit Lebensmittel auch im Sommer frisch bleiben. Beim Gefrierschrank reichen eisige 18 Minusgrade. Wer darüber hinaus auf seine Brieftasche will, sollte sich vielleicht eine im Raum stehende Neuanschaffung zeitlich vorziehen. Wer in einen Kühlschrank der Klasse A++ investiert, spart im Vergleich zu einem A-Klassegerät jährlich über 120 Kilowattstunden ein. Auch eine neue Waschmaschine schont den Stromzähler.

Kalte Wäschelöschung

Doch auch ihre aktuelles Waschgerät lässt sich hocheffizient einsetzen: Knapp 70 Prozent des Energiebedarfs fließen in das Aufheizen der benötigten Wassermenge. Drückt man auf die Energiespartaste und wäscht mit Kaltwaschmittel bei entsprechend niedrigen Temperaturen, schont das den Stromzähler. Wer gleich dem Trockner eine Sommerpause gönnt und die Wäsche zum Lufttrocken auf- oder auf den Balkon oder in den Garten raushängt, spart doppelt.

Tücher-Trick

Ein Raum ist gerade unerträglich heiß? Wäscheständer aufklappen und mit einem oder mehreren nassen Tüchern bestücken. Durch die entstehende Verdunstungskälte geht die Temperatur spürbar runter.

Auf Durchzug schalten

Steigen die Temperaturen draußen, werden die eigenen vier Wände schnell zum Tropenhaus – vor allem in den dicht verbauten Städten: Für ein erträgliches Raumklima braucht es aber nicht unbedingt den Griff zum Klimagerät. Stattdessen genügt oftmals die Kühle der Nacht- und frühen Morgenstunden. Einfach in den kurzen Nächten die Fenster weit offenlassen und auf Durchzug schalten. Schreitet der Tag voran, gilt: Vorhänge zu, Jalousien herunten. So heizen sich die Zimmer weniger schnell auf. Wer trotz allem ins Schwitzen kommt, sollte im Notfall lieber zum Ventilator als zur Klimaanlage greifen. Erster verbaut deutlich weniger Strom. Je nach Gerät fällt der Verbrauch zwischen 20 und 50 Mal geringer aus als bei den kleinsten, installierten Anlagen. Nicht zuletzt ist der Ventilator in Sachen Anschaffungskosten konkurrenzlos günstiger.

Stecker ziehen statt Standby

Wer im Sommer auf Reisen geht, sollte man auch den E-Geräten eine Auszeit gönnen. Auch im Standby-Modus verbrauchen Elektrogeräte auf lange Sicht gerechnet viel Strom. Will man sparen, also den Stecker ziehen. Weiterer Vorteil: E-Geräte geben offline keine Wärme ab.

Tarif-Kontrolle

Sparefrohe sollten sich die einzelnen Energieanbieter genau ansehen. Viele haben einen Vertrag, der nicht zu ihrem Verbrauch passt. Wer die einzelnen Tarife vergleicht, kann auch in Zeiten steigender Preise noch immer seine Kosten verbessern.