5 Tipps für meinen Lieblingsplatz

Niemand weiß, wie stark und auf welche Weise uns die Corona-Krise in den kommenden Monaten beeinflussen wird. Eines aber ist klar: Wer sich gerne in den eigenen vier Wänden aufhält, hat in Hinblick auf Social Distancing und etwaige Ausgangsbeschränkungen einen klaren Vorteil. Lieblingsplätzchen im eigenen Zuhause, an denen man sich vollkommen wohl fühlt und sich vom Alltag erholen kann, sind daher angesagt.

Wohnungsgröße. 

Wohnt man alleine, dürfte es nicht schwer fallen, das Zuhause so zu kreieren, dass es das eigene Ich widerspiegelt und somit absolutes Wohlgefühl bietet. Wohnt man hingegen mit Familie, Partner oder in einer WG zusammen, mag das schon schwieriger sein und den einen oder anderen Kompromiss erfordern. Eine wichtige Rolle spielt dabei verständlicherweise die Wohnungsgröße. So hat sich die von Raiffeisen Immobilien in Auftrag gegebene Gallup-Studie „Wohnen in Zeiten von Corona“ auch unter anderem mit der Größe der Wohnung beschäftigt. Fazit: Die Wohnzufriedenheit im Zuge der Krise ist besonders bei Bewohnern kleiner Wohnungen gesunken, da sie zum einen zu wenig Platz haben/hatten, ihnen vor allem aber häufig „die Decke auf den Kopf fällt“ (34 Prozent).

Tipp 1: Wohlgefühl. 

Doch egal, ob die Wohnung eine angemessene Größe oder leider etwas beengt ist, ein ganz persönliches Wohlfühlplätzchen lässt sich überall realisieren. Und wie schaffen Sie sich ein solches? Wichtig dabei ist, dass dieses Plätzchen ausschließlich Ihnen „gehört“, und Sie es sich voll und ganz nach den eignen Vorstellungen und Wünschen gestalten. Und ob es sich beim Privatplatz um eine bestimmte Ecke im Wohnzimmer, den chilligen XL-Sessel oder das eine Ende des Sofas handelt, bleibt ganz den eigenen Wünschen (und wohl auch jenen der Familienmitglieder und Mitbewohner) überlassen.

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Tipp 2: Rückzugsort. 

Das Schlafzimmer, jener Ort, in dem wir durch möglichst guten Schlaf neue Kräfte sammeln und Körper und Geist sich regenerieren, sollte generell der ruhigste und unaufgeregteste Raum im Zuhause sein – laut Wohnpsychologie sollte er vor allem frei von unerledigten Aufgaben sowie Arbeits- oder Lernunterlagen sein. Eigentlich logisch, dass das Schlafzimmer demzufolge auch der ideale Ort für Rückzug und Entspannung auch während des Tages sein kann. Tipp: Schaffen Sie sich einen ungemein bequemen Ohrensessel an, stellen sich dazu eine originelle Stehlampe und einen schicken Beistelltisch, drapieren Sie darauf Ihr Lieblingsfoto und lassen Sie so die Seele baumeln.

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Tipp 3: Schaukeleffekt

Auch Schaukeln können zu entschleunigenden Lieblingsplätzen werden. Dass Schaukelbewegungen positive Auswirkungen auf Wohlbefinden und Psyche haben, wird immer wieder durch diverse wissenschaftliche Studien belegt. So wirkt Schaukeln beruhigend, fördert die Ausgeglichenheit, entspannt die Muskulatur und wirkt sich sogar positiv auf Konzentration und Gehirnleistung aus. Die gute Nachricht: Schaukelgenuss ist nicht nur Outdoor möglich, klassische Schaukelstühle oder chillige Hängekörbe machen sich auch in der Wohnung wunderbar.

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Tipp 4: Blick ins Freie

Natur entspannt, heilt und streichelt die Seele – auch das bestätigt die Wissenschaft. Bereits 1984 hat der texanische Architektur-Professor Roger S. Ulrich die Studie „Healing Architecture“ veröffentlicht, nach der sich Patienten in Zimmern mit Aussicht auf eine natürliche Umgebung nach einer Operation schneller erholten als eine Kontrollgruppe in Zimmern mit Blick auf eine Ziegelwand. Gestalten Sie daher Ihren Lieblingsplatz wenn möglich direkt am Fenster bzw. mit möglichst viel Blick in die freie Natur – vielleicht verfügen Sie ja sogar über ein großzügiges Fensterbrett, das sich mit Pölstern und Decken zum ultimativen Kuschelplatz umfunktionieren lässt? Und sollte die Aussicht wenig Erfreuliches bieten, können Sie sich mit einer Gruppe üppiger grüner oder blühender Zimmerpflanzen ihren ganz eigenen Garten- und Naturersatz schaffen.

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Tipp 5: Leselust

Dem digitalen Zeitgeist entfliehen und in Ruhe „herunterfahren“ kann man z. B. wunderbar im Kreise analoger Bücher, also in Heimbibliotheken. Denn ob zum Lesen oder Entspannen, Sinnieren oder für anregende Gespräche, als Gegenpol zur heutigen schnelllebigen, hektischen Zeit strahlen Bibliotheken mit ihrem enormen Fundus an Wissen und Geschichten Ruhe und Geborgenheit aus. Designtechnisch machen sich die dicken Wälzer wunderbar in Holzregalen, ob in puristisch-geradliniger Optik oder mit Verzierungen. Elegant wirkt das Bibliotheksensemble dank dunkler Farben, modern hingegen in hellen Tönen. Auf keinen Fall fehlen darf eine gemütliche Sitzgelegenheit – klassisch macht sich die lederne Chesterfield-Couch gut, bequem sind auch große Lümmelsofas oder gemütliche Ohrensessel.

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Autor: Manuela Fritz , 14.10.2020