Gold-Aigner packt aus: So soll die Traumhochzeit aussehen
Sie sind die unangefochtenen Stars der Winterspiele von Cortina: Mit insgesamt neun Medaillen im Gepäck kehrten die Geschwister Veronika Aigner und Johannes Aigner zurück in die Heimat. Am Sonntag geben die beiden Ausnahmeathleten in der beliebten Ö3-Sendung Frühstück bei mir tiefe Einblicke in ihren harten Weg an die Weltspitze und ihre ganz persönlichen Zukunftspläne.
Erfolgsrezept trotz Sehbehinderung
Beide Geschwister wurden mit Grauem Star geboren und verfügen über lediglich acht Prozent Sehkraft. Dass sie dennoch sieben Goldmedaillen abräumten, führen sie auf ihr Umfeld zurück. „Wir sind von klein auf gefördert worden, trotz unserer Behinderung. Und der Spaß am Skifahren ist unser größter Antrieb“, schildert Johannes Aigner im Gespräch mit Claudia Stöckl bei Frühstück bei mir.
Mobbing und der Weg zur Stärke
Der Erfolg war jedoch hart erkämpft. Veronika Aigner berichtet von schmerzhaften Erfahrungen während ihrer Schulzeit. „‚Dioptrien-Otto‘, so haben sie mich verspottet oder: ‚Das Bauernmadl, das nix siacht.‘ Wenn sich ein Bursch genähert hat, hat es geheißen: ‚In Wahrheit ist der blind, weil er sich für dich interessiert.‘ Aber ich habe gelernt, mich zu wehren“, erinnert sich die 23-Jährige.
Hochzeitspläne und Namenswechsel
Für das Ö3-Frühstück bei mir öffnete Johannes Aigner die Türen zum Bauernhof seiner Schwiegereltern in Trattenbach. Dort plant der 20-Jährige bereits den nächsten großen Schritt mit seiner Freundin Lena Ofner: „Ich werde Lena sicher in den nächsten drei Jahren einen Heiratsantrag machen. Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass sie die Frau für mein Leben ist.“ Überraschend: Johannes will nach der Hochzeit seinen berühmten Nachnamen ablegen. „Ich werde dann Johannes Ofner heißen. So gehört sich das, wir wohnen ja auch am ‚Ofner‘-Hof. Dann fahre ich halt als Johannes Ofner Ski.“
Veronika Aigner im Liebesglück
Auch bei seiner Schwester stehen die Zeichen auf Romantik. Ihr Freund Roland Kasehs kündigte beim gemeinsamen Frühstück bei mir an: „Ich werde Veronika sicher innerhalb dieses Jahres einen Antrag machen.“ Die Skifahrerin selbst schwärmt in höchsten Tönen von ihrem Partner: „Roland hat 14 Monate auf mich gewartet, weil ich nach der Trennung davor erst heilen wollte. Ich weiß aber, dass ich mit ihm den Jackpot gemacht habe. Ich sage sicher ‚Ja‘, wenn er mich fragt.“
Über ihre Traumhochzeit erzählt sie: „Am Berg im weißen Kleid, Roland in der Tracht." Im Hintergrund sollen sich Kühe und Traktoren befinden. Auch die Location ist bereits gewählt. Aigner will unbedingt auf einer Almhütte heiraten.
Bruch der Aigner-Skifamilie
Trotz der sportlichen und privaten Erfolge gibt es Schattenseiten. Die Eltern Christian und Petra Aigner haben sich getrennt. Veronika Aigner stellt klar: „Die Aigner-Skifamilie gibt es so nicht mehr. Wir sind erwachsen und ausgezogen. Privat lebt jeder sein eigenes Leben und das ist auch wichtig.“ Johannes ergänzt zur Trennung der Eltern: „Es war schwierig, bei den Paralympics das Thema auch noch im Kopf zu haben. [...] Wenn es nicht mehr passt, dann passt es nicht mehr. Sie haben sich auseinandergelebt.“