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Charaktere der Serie South Park auf der Seite von Comedy Central
Satirischer Protest gegen Donald Trumps Namensdekrete: Die Schöpfer benennen "South Park" in "South America" um.
Satirischer Protest gegen Donald Trumps Namensdekrete: Die Schöpfer benennen "South Park" in "South America" um.
agustin.photo / Shutterstock.com

Trump-Spott: Kultserie South Park bekommt neuen Namen

09.09.2026 um 14:47, Marcel Toifl
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Die Schöpfer von South Park benennen ihre Serie spöttisch in „South America“ um. Auslöser sind Donald Trumps Dekrete zur Umbenennung von Gewässern.

Die Schöpfer der erfolgreichen Animationsserie „South Park“, Trey Parker und Matt Stone, haben eine überraschende Namensänderung bekannt gegeben. Die beliebte Zeichentrickserie heißt künftig „South America“ – eine deutliche spöttische Reaktion auf die Bestrebungen von US-Präsident Donald Trump, geografische Orte und Gewässer per Dekret mit dem Wort „America“ zu versehen.

Spitze gegen Trump: Apple und Google als Vorbild

Die Ankündigung der Serienmacher erfolgt über die offiziellen Social-Media-Kanäle der Show. Dazu veröffentlichen sie ein Bild des bekannten Ortsschildes von South Park, bei dem das Wort „Park“ durch den Schriftzug „America“ ersetzt wurde.

Trey Parker und Matt Stone erklärten den Schritt in einer gemeinsamen Stellungnahme mit gewohnter Ironie: „Inspiriert von der Tapferkeit und dem Patriotismus von Apple und Google ändern wir den Namen von South Park in SOUTH AMERICA.“ 

Gleichzeitig verteilt das Duo einen Seitenhieb an ihren Mutterkonzern Paramount Skydance:

„Wir möchten insbesondere unserer Muttergesellschaft Paramount danken – eine Skydance-Kapitulation.“

Hintergrund der Satirespitze sind reale politische Entwicklungen in den USA: Nach einem Handelskonsflikt mit Kanada wies US-Präsident Donald Trump im August per Dekret an, den Ontariosee für US-Nutzer in „Lake America“ umzubennen. Tech-Riesen wie Apple und Google passten ihre Kartendienste daraufhin in den USA an. Bereits zuvor hatte Trump erklärt, der Golf von Mexiko solle künftig „Golf von Amerika“ heißen. Erst kürzlich teilte er ein KI-generiertes Video, in dem das Schild „Welcome to New Mexico“ in „New America“ abgeändert wurde.

Auf die Frage, wie lange die Namensänderung bestehen bleibt, antworten die Macher gewohnt entschlossen:

„Wir stehen zu 100 % zu SOUTH AMERICA.“

Emmy-Gewinn und Streit mit dem Weißen Haus

Die Umbenennung fällt zusammen mit einem großen Erfolg für die Produktion: Die Serie wurde am Wochenende mit dem Creative Arts Emmy für das beste Animatationsprogramm („Outstanding Animated Program“) ausgezeichnet. Auf ihren Kanälen feierten die Macher den Preis mit einem fiktiven Bild von Donald Trump und den Worten:„Du hast endlich deinen Emmy bekommen.“

Seit Ausstrahlungsbeginn im Jahr 1997 nimmt die Serie die US-Politik regelmäßig aufs Korn. Während Trumps zweiter Amtszeit schoss sich das Team besonders intensiv auf Regierungsvertreter ein, was immer wieder für scharfe Kritik aus dem Weißen Haus und der MAGA-Bewegung sorgt.

In der 27. Staffel etwa zeigte eine Episode eine Karikatur Trumps nackt im Bett mit Satan. Das Weiße Haus reagierte damals mit harten Worten: „Eine Show vierter Klasse, die mit einfallslosen Ideen verzweifelt um Aufmerksamkeit buhlt und an einem seidenen Faden hängt.“ 

Start der 29. Staffel auf Comedy Central und Paramount+

Die 29. Staffel der Serie feiert am 16. September 2026 auf Comedy Central Premiere und wird anschließend auf Paramount+ zu sehen sein. Der Streamingdienst hatte sich im vergangenen Jahr im Rahmen eines 1,5 Milliarden US-Dollar schweren Deals die exklusiven weltweiten Streamingrechte gesichert.

Ein Sprecher von Paramount gab bislang keinen offiziellen Kommentar zur Namensänderung oder zur Kritik der Serienmacher ab. Der Mutterkonzern Paramount Skydance steht derzeit ohnehin unter Beobachtung: Eine geplante 111-Milliarden-Dollar-Fusion mit Warner Bros. Discovery wurde nach Klagen mehrerer US-Bundesstaaten vorübergehend bis Juni 2027 auf Eis gelegt.

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