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Sean Connery, Pierce Brosnan und Daniel Craig neben einer schwarzen Silhouette mit Fragezeichen als Symbol für den nächsten James Bond, Comic
Sean Connery, Pierce Brosnan und Daniel Craig haben James Bond geprägt. Doch wer schnappt sich als Nächster die Lizenz zum Töten?
Sean Connery, Pierce Brosnan und Daniel Craig haben James Bond geprägt. Doch wer schnappt sich als Nächster die Lizenz zum Töten?
KI-generiert / dall.e / Anna Kirschbaum

Wer wird der nächste James Bond? Das sind die 7 heißesten 007-Kandidaten

14.09.2026 um 12:57, Anna Kirschbaum
min read
Wer wird der neue James Bond? Jack Lowden führt vor Callum Turner. Sieben Kandidaten im großen 007-Check mit Chancen und Agenten-Faktor.

Smoking sitzt, Martini steht bereit, nur einer fehlt: James Bond. Seit Daniel Craig seinen 007 in „Keine Zeit zu sterben“ spektakulär in Pension geschickt hat, sucht die Filmwelt seinen Nachfolger. Namen gibt es viele, eine offizielle Antwort nicht. Noch.

Hinter den Kulissen dürfte es dafür längst ordentlich rascheln. Denis Villeneuve führt beim nächsten Bond Regie, „Peaky Blinders“-Macher Steven Knight schreibt das Drehbuch, Nina Gold kümmert sich um das Casting. Und plötzlich kristallisiert sich eine Gruppe möglicher "James Bonds" in spe heraus, die deutlich heißer gehandelt wird als der Rest. Vom schottischen Favoriten bis zum Beinahe-No-Name ist alles dabei.

Jack Lowden: Ein Schotte auf den Spuren von Connery

Alter: 36 Jahre
Bekannteste Rolle: River Cartwright in „Slow Horses“
Wahrscheinlichkeit: 32 Prozent
Agenten-Faktor: 5/5

Wenn Gary Oldman einen Bond bestellen dürfte, müsste Amazon MGM wohl nur noch Jack Lowdens Telefonnummer wählen. Sein „Slow Horses“-Kollege hat zuletzt ziemlich laut für den 36-jährigen Schotten getrommelt. Lowden sei „jung, maskulin, unglaublich lustig" schwärmt Oldman von seinem jüngeren Kollenge, "und ich glaube, das ist wichtig“.

Vor allem der Humor hat es Oldman angetan: „Ein Teil des Rezepts für Bond ist, dass er ironisch sein und amüsiert wirken muss. Und Jack Lowden hat diese Qualitäten.“

Hat er. Lowden kann elegant, ohne geleckt zu wirken. Er kann hart, ohne zum Muskelpaket zu mutieren. Und als Schotte bringt er noch eine kleine Portion Sean-Connery-Nostalgie mit. Mehr Bond geht momentan fast nicht.

Nur: Eine offizielle Zusage ist Oldmans Lob natürlich nicht. 32 Prozent gibt es trotzdem. Damit trägt Lowden bei uns vorerst die Nummer 007.

Jack Lowden im schwarzen Anzug. Der „Slow Horses“-Star gilt als Favorit für die Rolle des nächsten James Bond.
Jack Lowden wird derzeit heiß als neuer James Bond gehandelt. Unterstützung bekommt der Schotte von „Slow Horses“-Kollege Gary Oldman.

Callum Turner: Der Mann, den man nicht übersehen sollte

Alter: 36 Jahre
Bekannteste Rolle: Major John „Bucky“ Egan in „Masters of the Air“
Wahrscheinlichkeit: 25 Prozent
Agenten-Faktor: 4,5/5

Während alle auf Lowden schauen, könnte Callum Turner gemütlich rechts vorbeiziehen. Sein Name hält sich erstaunlich hartnäckig in der engeren Auswahl und genau das macht ihn gefährlich.

Turner soll für Bond bereits getestet worden sein. Gemeinsam mit Lowden und Jacob Elordi taucht er immer wieder in Berichten über den engeren Kandidatenkreis auf. Viel Rauch also. Ob irgendwo tatsächlich schon 007-Feuer brennt, weiß außerhalb des Bond-Teams niemand.

Optisch muss Turner jedenfalls nicht lange üben. Smoking? Passt. Britischer Charme? Vorhanden. Dieser leicht unnahbare Blick, bei dem man nicht weiß, ob gleich ein Martini bestellt oder jemand aus dem Fenster befördert wird? Ebenfalls da.

25 Prozent. Lowden sollte sich besser nicht zu früh über den Aston Martin freuen.

Callum Turner im Anzug. Der britische Schauspieler zählt zu den Kandidaten für die Rolle des nächsten James Bond.
Callum Turner hält sich hartnäckig im Rennen um die Rolle des neuen James Bond und soll bereits für 007 getestet worden sein.

Jack Barton: Plötzlich Bond?

Alter: 31 Jahre
Bekannteste Rolle: David Nelson in „Heartstopper“
Wahrscheinlichkeit: 14 Prozent
Agenten-Faktor: 3,5/5

Jack wer?
Genau deshalb ist Jack Barton so interessant.

Während sich Hollywood über die üblichen Verdächtigen den Kopf zerbricht, hat sich der 31-jährige Brite ziemlich unvermittelt ins Bond-Rennen geschlichen. Ende August haben ihn Berichte in den engeren Kandidatenkreis gerückt, weitere Screentests sollen folgen.

Das klingt zunächst nach Außenseiter. Könnte aber ziemlich genau das sein, wonach gesucht wird. Die frühere Bond-Castingdirektorin Debbie McWilliams hat sich heuer für jemanden „out of the blue“ ausgesprochen. Entscheiden darf sie zwar nicht mehr, der Gedanke passt aber perfekt zur Figur. Bond muss schließlich kein Superstar sein. Bond macht im Idealfall erst einen Superstar.

Beim Agenten-Faktor gibt es vorsichtige 3,5 von 5. Barton muss erst beweisen, ob er den Smoking nicht nur tragen, sondern auch ausfüllen kann. Bei der tatsächlichen Castingchance sehen wir ihn mit 14 Prozent aber überraschend weit vorne.

Jacob Elordi: Zu schön für den Geheimdienst?

Alter: 29 Jahre
Bekannteste Rolle: Nate Jacobs in „Euphoria“
Wahrscheinlichkeit: 9 Prozent
Agenten-Faktor: 3/5

Knapp zwei Meter Hollywood, scharfe Gesichtszüge und genügend Star-Appeal für drei Geheimdienste: Jacob Elordi wäre zweifellos ein Bond, der auffällt.

Vielleicht aber sogar ein bisschen zu sehr.

Der Australier ist längst selbst eine Marke und damit das genaue Gegenteil eines unbeschriebenen Bond-Blattes. Die Berichte über seine Chancen widersprechen einander aktuell. Mal gehört er zum engeren Kreis, mal soll er längst draußen sein.

Der Agenten-Faktor landet deshalb bei 3 von 5. Elordi bringt Präsenz mit, wirkt momentan aber eher nach Hollywood als nach MI6. Unmöglich ist es trotzdem nicht. Bond war schließlich schon Schotte, Waliser, Ire und Australier.

Unsere Einsatzquote: 9 Prozent.

Jack O'Connell: Bond mit der groben Kelle

Alter: 36 Jahre
Bekannteste Rolle: Louis Zamperini in „Unbroken“
Wahrscheinlichkeit: 7 Prozent
Agenten-Faktor: 4/5

Wer beim nächsten Bond weniger Hochglanz und mehr blaue Flecken sehen möchte, sollte sich Jack O'Connell merken.

Der 36-jährige Brite bringt genau jene Härte mit, die andere Kandidaten erst im Fitnessstudio einstudieren müssten. O'Connell kann Action, kann Drama und wirkt glaubwürdig so, als würde er nach einer Verfolgungsjagd nicht zuerst kontrollieren, ob die Frisur noch sitzt.

Spannend ist außerdem seine Verbindung zu Steven Knight. O'Connell spielt in „SAS: Rogue Heroes“, das Knight geschaffen hat. Ein Bond-Ticket ist das natürlich nicht. Aber in einer Casting-Gerüchteküche reicht bekanntlich schon weniger, um den Herd auf Betriebstemperatur zu bekommen.

Agenten-Faktor: 4 von 5. Wahrscheinlichkeit: 7 Prozent. Für den Gentleman gibt es deutlich bessere Kandidaten. Fürs Grobe kaum.

Harris Dickinson: Bond kann er, aber wird er auch?

Alter: 30 Jahre
Bekannteste Rolle: Carl in „Triangle of Sadness“
Wahrscheinlichkeit: 5 Prozent
Agenten-Faktor: 3,5/5

Bei Harris Dickinson ist eigentlich alles da. Jung genug für mehrere Filme, britisch, elegant, international bekannt, aber noch nicht von einer riesigen Franchise verschluckt. Also ein potenzieller Bond?

Vielleicht. Nur ist es um Dickinson zuletzt verdächtig ruhig geworden. Während Lowden, Turner und Barton Schlagzeilen sammeln, ist der 30-Jährige im Gerüchterennen ein wenig nach hinten gerutscht.

Dabei wäre er durchaus 007-Material. Die Eleganz sitzt, die Leinwandpräsenz auch. Was noch fehlt, ist ein bisschen Gefahr. Bond sollte schließlich nicht nur aussehen, als könne er einen Martini bestellen. Man sollte ihm auch zutrauen, dass danach jemand nervös wird.

3,5 von 5 beim Agenten-Faktor, 5 Prozent Castingchance.

Aaron Taylor-Johnson: Vom sicheren Bond zum Außenseiter

Alter: 36 Jahre
Bekannteste Rolle: Pietro Maximoff in „Avengers: Age of Ultron“
Wahrscheinlichkeit: 2 Prozent
Agenten-Faktor: 4,5/5

Was ist eigentlich mit Aaron Taylor-Johnson passiert?

2024 und 2025 konnte man zeitweise glauben, der Mann habe den Aston Martin bereits in der Garage stehen. Kaum ein anderer Schauspieler wurde so hartnäckig als neuer James Bond gehandelt. Nur die offizielle Bestätigung ist nie gekommen.

Inzwischen hat sich der Wind gedreht. Taylor-Johnson ist vom vermeintlich sicheren Nachfolger zum erstaunlichen Außenseiter geworden.

An seiner Bond-Tauglichkeit scheitert es jedenfalls nicht. Britisch, charismatisch, actionerprobt und elegant genug für den Smoking: 4,5 von 5 beim Agenten-Faktor.

Bei der tatsächlichen Wahrscheinlichkeit bleiben davon nur 2 Prozent übrig. So schnell kann es im Geheimdienst gehen.

James Bond: Lowden führt, Turner lauert

Also, wer bekommt die Lizenz zum Töten?

Aktuell hat Jack Lowden für uns die Nase vorne. 32 Prozent, perfekter Agenten-Faktor und mit Gary Oldman einen ziemlich prominenten Wahlkämpfer im Rücken. Direkt dahinter lauert Callum Turner mit 25 Prozent. Und dann wäre da noch Jack Barton, der aus dem Nichts genau dorthin kommen könnte, wo plötzlich alle hinwollen.

Fest steht allerdings nur eines: Amazon MGM hat den neuen James Bond noch nicht offiziell vorgestellt. Alles andere bleibt Gerücht, Indiz und ein ziemlich unterhaltsames Hollywood-Ratespiel.

Bis der berühmteste Geheimagent der Filmgeschichte wieder sagt, wie er heißt, darf also weiter spekuliert werden.

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