Adele Neuhauser über „Tatort“-Aus: „Es ist genug“
- Was Adele Neuhauser an Harald Krassnitzer fehlt
- Wehmut und Erleichterung bei Krassnitzer
- Ein Präsidenten-Kompliment für Krassnitzer
- Was Neuhauser am „Tatort“ schätzte
- Das ganze Gespräch auf ORF ON
Nach 15 Jahren ist Schluss: Adele Neuhauser verabschiedet sich als Wiener „Tatort“-Ermittlerin von der Krimireihe. Im ORF-Podcast „Das Gespräch“ saß sie dafür noch einmal Seite an Seite mit ihrem langjährigen Partner Harald Krassnitzer und sprach mit Susanne Schnabl über den gemeinsamen Abschied. Warum sie aufhört? „Es ist genug nach 15 Jahren.“
Was Adele Neuhauser an Harald Krassnitzer fehlt
Bitterkeit ist keine dabei. Neuhauser blickt zufrieden auf die gemeinsame Zeit zurück. Ein Gedanke aber geht ihr nahe: Die regelmäßigen Begegnungen mit ihrem Kollegen wird es so nicht mehr geben. „Das ist das einzige, was mich traurig macht.“
Fehlen wird ihr vor allem der Mensch Krassnitzer, seine liebenswürdige Art und die netten Komplimente, mit denen er sie am Set immer wieder überrascht hat.
Wehmut und Erleichterung bei Krassnitzer
Auch für Krassnitzer ist der Abschied kein leichter, aber ein Guter. Neben der Wehmut spürte er Erleichterung, die Entscheidung hält er für selbstbestimmt. Gerade in ihrem Alter sei es wichtig, selbst über den weiteren Weg zu entscheiden. Die nächsten Schritte hätten möglicherweise mehr Anstrengung bedeutet.
Ein Präsidenten-Kompliment für Krassnitzer
Wie herzlich die beiden miteinander umgehen, zeigt ein Moment im Podcast. Neuhauser hatte für ihren Kollegen einen ganz besonderen Vorschlag: „Du wärst ein toller Präsident, Harry.“ Krassnitzer winkte ab, eine politische Funktion kommt für ihn nicht infrage.
Was Neuhauser am „Tatort“ schätzte
An der Krimireihe liebte die Schauspielerin, dass sie unbequeme Wahrheiten zeigen und gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen konnte. Gleichzeitig wünscht sie sich, dass Filme und Serien auch die schönen Seiten gesellschaftlicher Milieus zeigen. Und sie vermisst etwas: Die frühere Mischung aus Wortwitz, Zynismus und bissigem Humor geht aus ihrer Sicht zunehmend verloren.
Quellen und weiterführende Informationen
Wer die beiden noch einmal gemeinsam erleben möchte: Die rund einstündige Folge ist auf ORF ON abrufbar.