Instagram vs. Realität: 13 Hotspots, die in Wirklichkeit ganz anders aussehen

Menschenleere Traumstrände, atemberaubende Ausblicke und wunderschöne Hidden Places – (fast) zu schön, um wahr zu sein…
Autor: Simone Reitmeier, 02.06.2022 um 14:44 Uhr

Instagram ist eine große Bühne für Selbstdarsteller, die ihre als „Schnappschüsse“ getarnten Fotos mit Filter, Farbeffekten, Beleuchtung und – wenn nötig – auch mit Fakes aufpeppen. Dass man nicht alles glauben soll, was man auf „Insta“ sieht, veranschaulicht der „Reality-Check“ dieser weltweiten Touristen-Hotspots.

„Gate of Heaven“ im Tempel Pura Lempuyan Luhur auf Bali

Ein traumhaftes Motiv! Diesen Ort auf Bali (siehe auch Titelbild) möchte man doch einmal gesehen haben, oder?

Wer hätte aber gedacht, dass es in diesem Tempel weder einen natürlichen See noch einen künstlich angelegten Teil gibt? Die angebliche Spiegelung kommt nicht vom Wasser, sondern wirklich von einem Spiegel, der einfach unter die Linse gehalten wird. Den muss man nicht einmal selbst mitnehmen, man bekommt ihn vor Ort in die Hand gedrückt. So sieht dieses Motiv in Wirklichkeit aus:

Gates of Heaven, Bali | Credit: iStock.com/Amed-in-bali

Spanische Treppe in Rom

Wem diese Dame auf der Spanischen Treppe in Rom wohl die Hand reichen möchte?

Das wissen wir leider nicht. Was wir allerdings schon wissen: Auf der berühmten Stiege sieht es meistens so aus:

Spanische Treppe, Rom | Credit: iStock.com/Vladislav Zolotov

Petra in Jordanien

Einst war die Ruinenstätte Petra die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer, heute kommen Menschen aus aller Welt nach Jordanien, um die riesigen Grabtempel zu sehen, die direkt aus dem Felsen gemeißelt wurden. Ein geübter Instagramer weiß genau, welchen Blickwinkel er wählen muss, um den Anschein zu erwecken, er oder sie wäre ganz allein vor Ort.

Ob die Beiden auf dem Bild Glück hatten oder Insta-Profis sind, wissen wir nicht. Obwohl nicht minder beeindruckend, tummeln sich dort aber meist etwas mehr Leute…

Petra, Jordanien | Credit: AHMAD ABDO / AFP / picturedesk.com

Maya Bay in Thailand

Berühmt wurde der Strand einst durch den Film „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio. Darin lebt eine Aussteiger-Kolonie völlig abgeschieden auf einer idyllischen Insel.

Davon ist in der Realität allerdings nicht viel zu spüren …

Maya Bay, Thailand | Credit: iStock.com/dietrichherlan

Taj Mahal in Agra/Indien

Das Mausoleum in Indien wurde 1648 von Großmugal Shah Jahan für seine verstorbene große Liebe Mumtaz Mahal erbaut. Das mit weißem Marmor verkleidete Gebäude zieht auch so manchen Instagramer magisch an.

Das Taj Mahal zählt vermutlich zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Welt und jährlich an die acht Millionen Besucher. Pro Tag tummeln sich auf dem Gelände im Schnitt 40.000 Menschen – daher sieht es dort in der Regel so aus:

Taj Mahal, Indien | Credit: PAWAN SHARMA / AFP / picturedesk.com

Pedra do Telégrafo in Rio de Janeiro

Dieser Fels ist ein besonders beliebter Insta-Hotspot, da die Fotos gefährlich, spektakulär und alles andere als 0815 aussehen.

Ganz so abenteuerlich ist es auf dem Pedra do Telégrafo bei genauerem Blick aber nicht – es reicht schon aus, wenn man beim Fotografieren ein paar Schritte zurück geht. Der Ausblick ist aber trotzdem atemberaubend.

Pedra do Telégrafo, Rio de Janeiro | Credit: Exclusivepix Media / Action Press / picturedesk.com

Cristo Redentor in Rio de Janeiro

Die monumentale Christusstatue auf dem Berg Corcovado ist 30 Meter hoch und das Wahrzeichen der brasilianischen Küstenmetropole.

Alleine ist man dort allerdings nur äußerst selten.

Cristo Redentor, Rio de Janeiro | Credit: iStock.com/dabldy

Brandenburger Tor in Berlin

So sieht ein Foto vor dem Brandburger Tor in Deutschlands Hauptstadt von einem Insta-Pro aus:

Und so von einem Ottonormalverbraucher:

Brandenburger Tor, Berlin | Credit: iStock.com/BrianScantlebury

Schmugglerbuch auf Zakynthos

Das berühmte Schiffswrack auf der griechischen Insel Zakynthos …

… sieht bei einer Besichtigung eher so aus:

Schmugglerbuch, Zakynthos | Credit: iStock.com/Claudiovidri

Kebema-Panoramabrücke in den Zillertaler Alpen

Mit entsprechender Perspektive sowie richtigem Filter und Belichtungsmodus sieht die Kebema-Panoramabrücke im Zillertal richtig spektakulär aus.

Der Ausblick sowie die Wanderung zur Olpererhütte in den Zillertaler Alpen sind zwar wirklich ein tolles Erlebnis, allerdings ist die Brücke nicht so hoch und lange, wie es auf Instagram oft erscheinen mag. Wer ein Bild machen möchte, muss außerdem mit Wartezeiten rechnen.

Chinesische Mauer in China

Die während der Ming-Dynastie (1368 - 1644) erbaute Schutzanlage soll über 6.000 Kilometer lang sein. Dort werden sich die Touristenmassen wohl gut verteilen, oder?

Nein, tun sie nicht. Denn auch hier gibt es bekannte Hotspots, an denen sich die Mauer gut besichtigen lässt.

Chinesische Mauer, China | Credit: Ng Han Guan / AP / picturedesk.com

Mount Rushmore National Memorial in Keystone, South Dakota (USA)

Auf Augenhöhe mit den bedeutendsten US-Präsidenten: George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Jedes der Porträts ist 18 Meter hoch.

Nun ja, so nah kommt man an die Felsköpfe aber nicht ran – wie man auf dieser Aufnahme sieht.

Mount Rushmore National Memorial, USA | Credit: iStock.com/ raksyBH

Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten

Mächtig, mystisch und erhaben – Hand aufs Herz, Sie stellen sich die weltberühmten Pyramiden von Gizeh auch so vor:

Imposant sind die uralten Bauwerke auch, für einen Touristen eröffnet sich aber eher dieser Blick:

Pyramiden von Gizeh | Credit: PIXSELL / EXPA / picturedesk.com