Power Posing: 5 einfache Tricks, die sofort Ihr Selbstbewusstsein steigern

"Lache ich, weil es mir gut geht, oder geht es mir gut, weil ich lache?" Mit dieser Frage beschäftigt sich das Phänomen "Embodiment" (zu deutsch "Verkörperung"), das seit einigen Jahren verstärkt im Fokus der Wissenschaft steht und die unmittelbare Verknüpfung zwischen mentalen und körperlichen Vorgängen erforscht: Wissenschaftlern erschließt sich immer mehr, wie wir durch unsere Körpersprache nicht nur unsere Wirkung nach außen beeinflussen, sondern auch unsere Selbstwahrnehmung verändern können – und damit auch unser Selbstbewusstsein.

Durch "Power Posing" zu mehr Selbstvertrauen

Dr. Amy Cuddy von der Harvard Business School erklärt, dass durch sogenanntes "Power Posing" das eigene Selbstbewusstsein augenblicklich optimiert werden könne. Der Grund: Bestimmte Gesten, die wir mit Macht assoziieren, bewirken eine Veränderung im Hormonstoffwechsel, wodurch wir uns automatisch selbstsicherer fühlen. Das Testosteron-Level steigt, das Stress-Hormon Cortisol hingegen wird abgebaut. Kurz: Indem wir so tun als wären wir mächtig, erlangen wir Macht. Mithilfe von "Power Posing" können wir unser Gehirn regelrecht auf Erfolg programmieren. 

5 Tricks, die Ihr Selbstvertrauen augenblicklich boosten:

1. Aufrechte Haltung

Wer mit hängenden Schultern und geduckter Haltung durchs Leben läuft, wird niemanden von seiner Macht überzeugen. Eine falsche Körperhaltung kann laut Untersuchungen außerdem sogar zu einer depressiven Stimmung führen, während eine aufrechte Haltung die Stimmung aufhellt und die Energie steigert. Also, machen Sie sich groß. Ab jetzt ist Schluss mit dem Katzenbuckeln!

2. Arme verschränken

Wer seine Arme verschränkt, bleibt hartnäckig: Forschern der Universität von Rochester zufolge bleiben Menschen, die während einer Aufgabe ihre Arme verschränken, mit höherer Wahrscheinlichkeit dran als andere. Die Arme zu verschränken kann demnach die Durchhaltekraft erhöhen.

3. Fäuste ballen

Bei unangenehmen Aufgaben ruhig mal die Fäuste ballen: Ein internationales Team von Wissenschaftlern konnte in einem Versuch mit Studenten zeigen, dass als unangenehm wahrgenommene Aufgaben (wie Hände in Eiswasser halten oder sauren Zitronensaft zu trinken) einfacher zu ertragen sind, wenn die Muskeln angespannt sind. Allerdings sollte man bewusst anspannen – und nicht verkrampfen.

4. Gestikulieren

Wer vergesslich und ängstlich ist, sollte seine Worte durch Gesten untermalen. Eine Studie beweist: Kinder, die im Unterricht viel gestikulierten, konnten sich später besser daran erinnern, was sie gelernt haben.

5. Bitte Lächeln!

Ein einfacher Trick, der immer funktioniert und sofort das Selbstvertrauen steigert ist Lächeln. Lachen kann erwiesenermaßen die Herzfrequenz senken. Außerdem wird dabei im Gehirn das Glückshormon Endorphin ausschüttet. Und das Beste an diesem Trick ist: Sogar ein aufgesetztes Lächeln hat Feel Good-Wirkung!

Autor: Elisabeth Spitzer, 17.10.2014