Segway launcht smarten Rasenmähroboter in Österreich

Die Firma Segway ist eher bekannt für den rollenden Transport. Jetzt kommt mit dem "Navimow" erstmals ein Rasenmähroboter auf den Markt. Der ist smart und grast den Garten via GPS ab. Das Verlegen von Begrenzern entfällt.
Autor: Lukas Steinberger-Weiß, 05.05.2022 um 10:13 Uhr

In dieser Sommersaison sorgt Segway für eine Neuerung auf dem Mähroboter-Markt. Wo die meisten handelsüblichen Geräte nur dann akkurat arbeiten, wenn im Garten Begrenzungsschnüre angebracht und bei Bedarf adaptiert werden, verspricht Segways Modell Navimow einen perfekt geschnittenen Rasen ohne Begrenzungsdraht. Mit der mit dem iF Gold Award ausgezeichneten App zum Gerät soll die bestmögliche Rasenpflege künftig kinderleicht per Fingertipp funktionieren. Systematisch mäht Navimow den Rasen, anstatt ihn nach dem Zufallsprinzip zu bearbeiten. Das erhöht die Effizienz und sorgt für einen optimal gepflegten Rasen. Ab Ende Mai soll der Verkauf der ersten Geräte in Österreich und elf weiteren europäischen Ländern starten.  „Die ersten Navimow-Rasenmähroboter befinden sich bereits auf dem Weg nach Europa und die Nachfrage ist hoch. Daher sollen im September weitere Geräte bereits im Hinblick auf die nächstjährige Gartensaison folgen“, informiert George Ren, General Manager bei Segway BU.

Checkliste für optimales Nutzungserlebnis

Vor dem Kauf empfiehlt der Hersteller Segway ausdrücklich die Beantwortung einer speziellen Checkliste, die unterschiedliche Fragen zur Beschaffenheit des Rasens enthält. Hier werden diverse Informationen gesammelt, beispielsweise zur Form des Rasens oder ob es große Bäume auf der Fläche gibt, die das Signal blockieren könnten, wodurch bestimmt wird, ob das Gerät auf dem Rasen die beste Leistung erzielt. „Für ein optimales Nutzungserlebnis wird den Verbrauchern in jedem Fall empfohlen, die Checkliste vor ihrer Kaufentscheidung auszufüllen“, betont Ren. Der Fragebogen wird ab etwa Mitte Mai auf allen Segway Kanälen veröffentlicht. Die ersten tausend Kunden, die bis zum 31. Juli einen Navimow kaufen, sind automatisch Teil des Navimow Pilot-Benutzer-Programms und erhalten zusätzlich zum Mähroboter ein kostenloses Antennen-Verlängerungsset für ein noch besseres Nutzererlebnis.

Virtuelle Zonen, reale Effizienz

Das Exact Fusion Locating System (EFLS), eine Art Fusionsortungstechnolgie, verhilft Navimow zu möglichst hoher Positionierungsgenauigkeit. „Das Kernstück dieser Technologie ist die Nutzung von GNSS-Satellitensignalen (Global Navigation Satellite System), um durch Echtzeit-Kinematik eine Positionsgenauigkeit im Zentimeterbereich zu erreichen“, erläutert Ren. Über eine Karte in der App lassen sich genaue Zonen und Begrenzungen definieren – also wo Navimow arbeiten soll, wo die Grenzen liegen und welche Zonen im Garten er auf seiner Tour aussparen soll. „Ist der Arbeitsbereich im Garten festgelegt, fährt Navimow nicht kreuz und quer, sondern ermittelt dank seines intelligenten Navigationsalgorythmus einen systematischen Mähpfad und folgt diesem“, hebt Ren hervor.  

Intelligenz im Alltag

Im Bereich der Mähroboter hat Segway im Hinblick auf die User-Experience Verbesserungspotenzial erkannt und will die Rasenmähroboter-Branche mit Navimow ab Frühsommer auf das nächste Level heben. So könnte der Navimow für mehr Ruhe in den österreichischen Gärten sorgen, denn mit lediglich 54 dB(A) ist er der leiseste Mäher auf dem Markt. Hindernisse wie Blumentöpfe erkennt das Gerät automatisch und umschifft sie. Sollten neue Sperrzonen – etwa Blumenbeete – hinzukommen, können diese ebenfalls bequem als Zonen, die der Navimow aussparen soll, angelegt werden. Mit seinen fünf Zentimeter dicken Geländerädern aus Gummi meistert Navimow Steigungen von 45 Prozent problemlos und weist eine IPX6-Wasserbeständigkeit auf, hält also auch Regenfällen, starkem Spritzwasser und Hochdruckwasserstrahlen, sowie verschütteten Getränken stand.

App mit internationaler Auszeichnung

Neben der langlebigen Hardware trägt die speziell entwickelte Navimow-App zur Einfachheit des Rasenmähens bei. Sie verfügt über eine vereinfachte Benutzeroberfläche, die es neuen Usern beispielsweise ermöglicht, Netzwerkeinstellungen einfach anzupassen, eine Mähkarte zu erstellen und Zeitpläne zu verwalten. Anfang April stach die App aus über 10.000 Produkten bzw. Projekten heraus und erhielt den international anerkannten iF Gold Award. In der iF Gold-Erklärung heißt es: "Der Schwerpunkt liegt auf der Benutzererfahrung in allen Prozessen, von den Einstellungen bis zur Führung und Kontrolle. Dies ist der richtige Weg, um Technologie unterhaltsam und zugänglich zu machen". Ren ergänzt: „Unser Ziel ist es demnach nicht, ein Werkzeughersteller zu sein, sondern Anwendern mit Hilfe der Robotik arbeitssparende und intelligente Lösungen zu bieten“.