Tech-Blog: IKEA Symfonisk Bilderrahmen mit Lautsprecher im Test

Wer jetzt glaubt Sonos und IKEA specken die eigenen Lautsprecher ab, damit sie nicht in Konkurrenz zu den doch oft teureren Sonos-Lautsprechern treten der irrt! Schon die erste Tranche war ein Erfolg und wurde hoch gelobt. Typisch guter Sonos-Sound, verpackt in funktionalen und praktischen Lautsprechern. Jetzt erscheint die zweite Generation und da ist ein sehr interessantes Gerät dabei. Nämlich ein Bilderrahmen mit eingebautem WiFi-Lautsprecher. Der soll sich nahtlos in die Wohnung einfügen und gleichzeitig tollen Sound liefern. Und ein kleiner Teaser: Das tut er auf jeden Fall!

Design und Installation - Hässliches Entlein?

Jeder von uns kennt die beliebte Story, das eigentlich hässliche Entlein entpuppt sich als wunderschöner Schwan. Und genau so möchte ich die erste Begegnung mit dem Symfonisk Bilderrahmen beschreiben. Das Motiv des Bildes fand nicht bei jedem Anklang und auch mir ist es ehrlich gesagt etwas zu fad und uninspiriert. Aber IKEA verspricht Abhilfe mit auswechselbaren Motiven. Insofern ist hier eine Aufhübschung möglich. Und um ganz fair zu sein, nicht jeder fand das Motiv hässlich, es gab auch durchaus positive Stimmen.

Die Installation ist sehr einfach. Es liegt eine Montageanleitung im IKEA-Style bei und man sollte das rund fünf Kilo schwere Gerät tunlichst mit Dübel in die Wand schrauben. Ein einfacher Nagel wie bei einem normalen Bild hält den Symfonsik definitiv nicht. Das weiße Stromkabel ist sozusagen in Wand-Tarnfarbe gestaltet, aber natürlich trotzdem sichtbar. Es ist aber auch das einzige Kabel, denn die Verbindung zum Lautsprecher funktioniert nur Wireless. In meinem Fall war der Symfonisk-Bilderrahmen in weniger als 5 Minuten installiert und konnte genutzt werden.

Technik und Sound - Unglaublich gut!

Nach der Installation ging es an die Einrichtung und die funktioniert, wie bei allen anderen Sonos-Geräten, in der App. Der Lautsprecher wird dort ins W-Lan eingepflegt und kann ab sofort als Streaming-Lautsprecher verwendet werden. Bluetooth oder Sprachassistent bietet der Symfonisk allerdings nicht. Wer schon einmal mit Sonos zu tun hatte wird die Einrichtung kinderleicht finden, alle anderen werden mit der App gut durchbegleitet. Wer übrigens einen zweiten Bilderrahmen kauft, kann ein Stereo Paar einrichten. Oder wer eine Sonos-Beam oder Sonos-Arc Soundbar sein eigen nennt, kann zwei Symfonsik-Bilderrahmen als Rears verwenden. Genial!

Das absolute Highlight des Symfonisk-Bilderrahmen ist allerdings der Sound. Ich habe mir von so einem dünnen Gerät wenig erwartet und meine geringen Erwartungen wurden vom Symfonisk zerfleischt. Das Gerät bietet einen Bomben-Sound, sogar ordentlich Bass. Bei voller Lautstärke kann es da schon zu Problemen mit den Nachbarn kommen. Unglaublich was die Soundspezialisten von Sonos aus dem vorhandenen Raum herausholen. Jeder der den Symfonsik Probehören durfte war schlichtweg begeistert. Hier ist der Symfonisk definitiv ein wunderschöner Schwan!

Fazit - zu gut um wahr zu sein?

Ganz ehrlich, was IKEA und Sonos hier um 179 Euro UVP abliefern ist schlichtweg bombastisch. Zumindest was den Sound angeht. Hier konkurriert Sonos mit den hauseigenen, teureren, Lautprechern. Einzig bei der Ausstattung wird gespart, so fehlt Bluetooth und ein eingebauter Sprachassistent. Aber dafür hat man meist eh separate Geräte.

Über das Design des Bildes lässt sich streiten. Manche fanden es hässlich, anderen gefiel es. Aber da IKEA hier neue Motive verspricht ist auch dieser Punkt schnell erledigt. Für mich ist der Symfonisk um diesen Preis ein No-Brainer. Jeder der einen guten, unauffälligen Lautsprecher fürs Wohnzimmer oder andere Räume sucht, sollte sich dieses Teil anschauen. Auch für Sonos-Besitzer die ihre Soundbar erweitern wollen ist der Symfonisk definitiv eine Überlegung wert.

Den Symfonisk gibt es ab sofort in Schwarz und Weiß um 179 Euro, exklusiv bei IKEA.

Ich vergebe in diesem fall 10 von 10 Punkten für einen einfach zu handhabenden und unglaublich gut klingenden Multiroom-Lautsprecher mit vielen Einsatzmöglichkeiten.

Hinweis: Das Testgerät wurde mir von IKEA zur Verfügung gestellt. Der Testbericht entsteht unabhängig und wird vor Veröffentlichung nicht an IKEA zur Freigabe gesendet.

Weekend-Redakteur Lukas Steinberger-Weiß ist ein Technik-Freak sondergleichen. Wobei ihn die Bezeichnung „Nerd“ nicht beleidigt, sondern ehrt. Er saugt alle Neuheiten in sich auf und ist immer am neuesten Stand, liebt Computerspiele, beschäftigt sich ausführlich mit den neuesten Smartphones und den dazugehörigen Gadgets und ist ein Experte für Unterhaltungselektronik. In seinem Blog testet er Spiele, Konsolen, Smartphones, Gadgets und vieles mehr und lässt die Leser an seiner Faszination für die spannende Technik-Welt teilhaben.

Autor: Lukas Steinberger-Weiß, 09.08.2021