Messungen: 5G-Mobilfunk strahlt weniger als erwartet

71 Messungen in Bezirkshauptstädten in Österreich haben ergeben, dass das 5G-Netz weit weniger strahlt als erwartet. Im Durchschnitt werden nur rund 0,05 Prozent, also ein Hundertstel vom Grenzwert auch tatsächlich erreicht.
Autor: Lukas Steinberger-Weiß, 19.05.2022 um 13:12 Uhr

Anlässlich der Jahres-Pressekonferenz der österreichischen Mobilfunkindustrie kündigte das Forum Mobilkommunikation die Veröffentlichung der Ergebnisse der ersten großen österreichweiten 5G-Messreihe an, die in 71 Bezirkshauptstädten durchgeführt wurde. Um praxisnahe Ergebnisse zu erhalten, wurde tagsüber an belebten öffentlichen Plätzen gemessen. Zur besseren Vergleichbarkeit mit früheren Messreihen wurden dieselben Messpunkte wie in den Jahren davor gewählt.

Höchste Immission hat sich seit 2017 um nur 0,1 % erhöht

Das Ergebnis ist zwar – wie aus den Erfahrungen der ersten Vorhersagemodelle angenommen – gering, dennoch haben die Werte die Berechnungen des FMK noch unterschritten. In einer ersten Immissionprognose vor drei Jahren ging das FMK davon aus, dass sich der maximal gemessene Wert der Messreihe 2017 von damals 0,9 % auf etwa 1,3 % des Grenzwertes erhöhen wird.

Der höchste gemessene Wert der Messreihe 2022 betrug allerdings nur knapp 1 % des Grenzwertes und ist damit nur um 0,1 % höher als 2017. Insgesamt liegen damit alle Messergebnisse sehr weit unter den Grenzwerten für den Personenschutz. Durchgeführt wurde die Messreihe vom Institute of Non-Ionizing Radiation (INIS), einem akkreditierten und auf dem Gebiet der elektromagnetischen Felder forschenden Prüfinstitut aus Slowenien.

Online einsehbar

Alle Messwerte und alle Messorte, gereiht nach Bundesländern und weitere Informationen, sind ab sofort öffentlich unter https://fmk.at/mobilfunk-messreihen abrufbar und werden in den nächsten Tagen auch in der Karte des Senderkatasters unter www.senderkataster.at verzeichnet werden.