Wie man am besten mit Ghosting umgeht

Ghosting ist wohl die schrecklichste Art, eine Beziehung oder neue Liebe zu beenden. An einem Tag schickt man sich noch Herzchen, am nächsten ist man blockiert oder wird von der Person ignoriert. Zurück bleiben große Selbstzweifel und die Frage nach dem Warum. Doch wie mit der Situation umgehen?

1.) Akzeptieren 

Wie bei jeder anderen Art von Trennung gilt auch hier: Akzeptanz ist der erste Schritt auf dem Weg in die emotionale Freiheit. Der Partner hat für sich eine Entscheidung getroffen, diese muss anerkannt werden. Ständige Anrufe oder Unmengen an Nachrichten bringen nichts und werden nur in den seltensten Fällen beantwortet. Also tief durchatmen und loslassen. 

2.) Du trägst keine Schuld!

Wird man auf diese Art und Weise verlassen, leidet der Selbstwert enorm. Doch in den allermeisten Fällen trägt die Person, die geghostet wird, keine Schuld an der Situation. Sogenannte Ghoster meiden gerne schwierige Situationen, drücken sich vor Auseinandersetzungen oder haben Angst davor, ihre Gefühle zu kommunizieren. Stichwort: unreifes Verhalten. Hat man das verstanden, lässt es sich weitaus leichter abschließen. Und: Wer möchte schon mit so einer Person in einer Beziehung sein? 

3.) Back to life

Ghosting kann bei vielen Personen ein Trauma auslösen und zu Vertrauensproblemen führen. Statt sich zurückzuziehen, ist es nun umso wichtiger, aktiv am Leben teilzunehmen. Triff Freunde, geh in den Club und vielleicht sogar auf Dates. Das kindische Verhalten einer Person darf dir nicht die Lebensfreude nehmen. Und: Begib dich niemals auf das Niveau deines Ghosters. Wenn du also beim nächsten Date merkst, dass es nicht passt, sei ehrlich und aufrichtig. Schließlich verlangst du diese Ehrlichkeit auch von anderen Personen. 

4.) Fühle alle Emotionen 

Trennungen tun weh, so ist das eben. Gib dir also selbst die Zeit und den Raum, all den Schmerz zu verarbeiten. Fühl jede Emotion, die in dir hochkommt: Trauer, Schmerz, Wut, Enttäuschung, vielleicht sogar Erleichterung und Freude auf den nächsten Abschnitt. Schluck nur nichts runter und besprich deine Ängste mit Freunden oder der Familie. Denn nur, wenn man sich mit der Situation auseinandersetzt, kann man auch komplett abschließen. 

5.) Wenn alle Stricke reißen...

Apropos Abschluss: Merkt man, dass man über die Situation einfach nicht hinwegkommt, kann es helfen, beim Ghoster nachzufragen. Wichtig ist, die Worte recht klar und emotionslos zu formulieren. "Ich würde gerne wissen, was zwischen uns passiert ist?" oder "Wieso hast du mich damals plötzlich ignoriert?" wären mögliche Fragen. Versuche dich aber nicht von einer Antwort abhängig zu machen. Es besteht nämlich eine große Chance, dass keine kommt. Und wenn alle Stricke reißen, kann es helfen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Und vergiss nicht: Du selbst kannst diese Situation als Chance sehen, dich weiterzuentwickeln und zu wachsen! 

Autor: Cornelia Scheucher, 14.04.2022