Virtuelles Liebesspiel: Kommen via Kamera

In Quarantäne-Zeiten muss der Spaß nicht zu kurz kommen: Paare wie auch Singles können moderne Techniken nutzen, um ihr Liebesleben anzuheizen. Kein Wunder, dass virtueller Sex zu den großen Trends zählt.
Autor: Cornelia Scheucher, 18.03.2022 um 13:06 Uhr

Sex im Internet klingt erstmals nach etwas, wovor unsere Eltern uns warnen. Und ja, das Internet birgt durchaus Gefahren, aber auch Chancen. In Zeiten, in denen Fernbeziehungen noch schwieriger geworden sind, Paare aufgrund von Quarantäne-Bestimmungen auf Distanz gehen müssen und Singles kaum die Chance haben, jemanden kennenzulernen, greifen viele zu neuen Mitteln. Virtueller Sex wird immer beliebter und zählt 2022 zu den großen Trends auf diesem Gebiet. Doch, um wirklich sorgenfrei kommen zu können, gibt es einiges zu beachten. 

Schick mir ein Foto, Baby

Sexting kennt (fast) jeder und im Laufe des immer heißer werdenden Gespräches fällt irgendwann einmal der Begriff "Nudes". Nacktfotos haben durchaus ihren Reiz und können den Sexualpartner vor Lust explodieren lassen. Wer sich für diesen Schritt entscheidet, sollte jedoch niemals sein Gesicht zeigen oder andere markante Stellen, durch die man erkannt werden könnte. Sprich Tattoos, Muttermale etc. Außerdem muss man seinem Chatpartner vertrauen können. Paare haben es hier leichter als Singles. Wer also mit einem Fremden chattet, sollte immer auf Nummer sicher gehen. Private Daten sind tabu, in Chatrooms bzw. auf Plattformen sollten nur ausgedachte Namen verwendet werden, die nichts mit dem persönlichen Leben zu tun haben. 

Junge Frau beim Sexting

Kamera ein

Wer noch weiter gehen möchte, probiert es mit Videos oder Calls. Sei es ein sinnlicher Strip oder sogar Masturbation vor laufender Kamera - alles ist erlaubt, solange beide Parteien damit einverstanden sind. Paare können sich so näher fühlen und die Lust auf das nächste Treffen steigern, Singles erleben den Reiz des virtuellen Intim-Seins mit einem Unbekannten. Und das Beste daran? Wird es zu viel, kann man den Call einfach mittels Klick beenden. Aber auch hier sollte man Vorsicht walten lassen - das Internet vergisst nämlich nicht. 

Talk dirty to me

Eine weitere Möglichkeit, die nicht ganz so viel Mut benötigt und auch keine Konsequenzen mit sich bringen kann, ist der gute alte Dirtytalk via Telefonat. Sagt euch gegenseitig, was ihr gerne miteinander anstellen würdet, stöhnt, was das Zeug hält und lässt eurer Lust und Kreativität freien Lauf. 

Vor- und Nachteile 

Cyber-Sex kann etwas Tolles sein, schließlich kann man die eigene Sexualität auf eine neue Weise erkunden, lebt, vielleicht geheime, Fantasien (Stichwort Anonymität) aus und muss auch nicht an Verhütung denken. Trotzdem sollten vor allem Singles immer abklären, wer denn der oder die Partner sind, welche Intentionen sie verfolgen und ob es bei einer einmaligen Sache bleibt. Und vor allem: All diese Dinge sollten nur dann stattfinden, wenn man sich damit wohlfühlt! Sonst wird aus der Lust ganz schnell Frust!