8 Tipps zur Geburtsvorbereitung für Männer

Vater werden

Freude über den positiven Schwangerschaftstest, Aufregung, Zweifel, unbändiges Glück: auch für werdende Väter ist die Schwangerschaft ihrer Partnerin eine ganz besondere Zeit. Männer erleben die neun Monate jedoch aus einem anderen Blickwinkel. Die Vorbereitungen auf die Geburt unterscheiden sich von jenen der Frau. Wir haben die hilfreichsten Tipps für werdende Väter.

1. Mit dem Thema Geburt auseinandersetzen

Geburtsvorbereitungskurse, einschlägige Literatur oder Internet: Informieren Sie sich über den Geburtsablauf und über mögliche Komplikationen die auftreten können, damit Sie mit den zu treffenden Entscheidungen in solchen Fällen vertraut sind (zum Beispiel bezüglich Geburtsorten oder medizinischer Interventionen).

2. Kommunikation mit der Partnerin

Tauschen Sie sich bereits im Vorfeld mit Ihrer Partnerin aus und bringen Sie in Erfahrung, wie sie sich die Geburt vorstellt, welche Ängste sie begleiten und was Sie tun können, um zu helfen. So vermeiden Sie Missverständnisse und Frustration und können die Geburt als starkes Team angehen. Wichtig: Auch nach der Geburt ist Kommunikation das A und O. Es ist ein neuer Lebensabschnitt für beide und bringt viele Veränderungen mit sich. Vielleicht haben Sie Probleme, sich in der Vaterrolle einzufinden. Schämen Sie sich nicht sondern sprechen Sie offen darüber.

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3. Eigene Kliniktasche packen

Die Geburt kann nicht nur für die werdende Mama ein anstrengender und unter Umständen langwieriger Prozess sein. Nach zehn Stunden Wehen ohne ausreichend Essen und Trinken sind auch Sie am Ende Ihrer Kräfte. Packen Sie Ihre Kliniktasche mit ausreichend Wasser, Snacks und einer bequemen Jogginghose.

4. Ruhepol sein

Es nützt niemandem, wenn bei der ganzen Hektik im Kreißsaal auch Sie nervös und unruhig sind. Versuchen Sie, die Ruhe zu bewahren und für Ihre Partnerin der Fels in der Brandung zu sein.

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5. Den Moment der Geburt bewusst wahrnehmen

Drehen Sie Ihr Handy ab und genießen, erleben Sie die Geburt bewusst. Nachträglich können Sie immer noch Familie und Freunden alles berichten - sie brauchen kein minütliches Update. Seien Sie gemeinsam mit Ihrer Partnerin im Moment.

6. Die Schwangere im Alltag unterstützen

Werdende Väter, die aktiv an der Schwangerschaft ihrer Partnerin teilhaben wollen, sehen ihre Hauptaufgabe meist darin, sie zu unterstützen und im Alltag zu entlasten. Übernehmen Sie Tätigkeiten im Haushalt, erledigen Sie den Einkauf oder gönnen Sie Ihrer Partnerin eine Rückenmassage. Schon die kleinsten Gesten signalisieren Ihrer Partnerin „Ich bin für dich da – du kannst dich auf mich verlassen“. Während der Schwangerschaft ist ein verständnisvoller Partner oft der wichtigste Anker - emotional als auch im täglichen Leben.

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7. Die Vaterrolle annehmen und sich geduldig einfinden

Ihre Partnerin hatte zum Zeitpunkt der Geburt quasi neun Monate mehr Zeit, um eine intensive Bindung mit Ihrem Baby aufzubauen. Einige Väter fühlen sich schlecht, dass sie selbst die Bedürfnisse des Babys nicht erfüllen können. Geben Sie sich Zeit. Es dauert ein paar Wochen, bis Sie mit Ihrer neuen Rolle als Vater warm werden.

8. Sprachrohr der Partnerin sein

Sind Sie mit den Wünschen Ihrer Partnerin für die Geburt vertraut, können Sie sie auch im Kreißsaal bestens unterstützen. Eingenommen von den Schmerzen unter der Geburt, kann Ihre Partnerin für ihre Bedürfnisse nicht mehr selbst einstehen, seien Sie ihr Sprachrohr. Machen Sie sich für ihre Wünsche stark und artikulieren Sie ihre Vorstellungen gegenüber dem Klinikpersonal.

Autor: Izabela Lovric, 01.10.2021