Teuerungswelle: Singles sparen in der Liebe

Die steigenden Lebenshaltungskosten machen sich auch beim Dating bemerkbar.
Autor: Teresa Frank, 09.09.2022 um 10:04 Uhr

Dass alles teurer wird und die Österreicher weniger Geld haben, macht sich auch in der Dating-Szene bemerkbar. Das hat eine aktuelle Studie der Dating-App „Bumble“ herausgefunden. Aufwendige und kostenintensive erste Treffen erfreuen sich momentan nicht an großer Beliebtheit. Stattdessen sind Trends wie „Cash-candid Dating“ oder „Lowkey Dating“ auf dem Vormarsch. 

Dating auf Sparflamme

Doch was bedeutet das genau? „Lowkey Dates“ sind Treffen, bei denen man kein oder möglichst wenig Geld ausgibt. Dazu zählt etwa ein Spaziergang im Park, eine Wanderung oder gemeinsam zu Hause zu kochen, anstatt ins Restaurant zu gehen. Anders als zu Beginn des Jahres ist in Österreich aktuell jeder vierte Single zwischen 18 und 34 dazu bereit, ein kostenloses Date vorzuschlagen. Auch „Hobby Dates“ sind gerade sehr beliebt: Rund ein Viertel der Befragten nimmt seinen potenziellen Partner gern mit zu seinen Lieblingsaktivitäten. Über gemeinsame Interessen lasse sich leichter eine Verbindung aufbauen. 

Wie man über Geld denkt, verrät viel über die eigenen Werte und Lebenseinstellung.

- Katharina Brunsendorf, Finanzexpertin von Bumble

Reden wir Klartext

Ein weiterer wachsender Trend unter den 18- bis 34-Jährigen ist das sogenannte „Cash-candid Dating“. Das bedeutet, beim Date mit dem Partner ganz offen über Finanzen zu sprechen. Rund jeder Fünfte gibt an, dass ihm die finanzielle Stabilität des Partners wichtig sei. Außerdem wollen sie sich, sollte sich die eigene Situation verschlechtern, auf den Partner verlassen können. Dass automatisch der Mann die Rechnung bezahlt, ist übrigens in Österreich bereits lange Geschichte: Mittlerweile wird gerecht geteilt, wie ein Viertel der Befragten angibt. 

Offenheit der Generationen

Während in den älteren Generationen fast jeder Dritte der Meinung ist, dass Geld ein Thema ist, dass man bei Dates vermeiden sollte, sieht die Gen Z – also die 18- bis 24-Jährigen – das anders. Sie haben kein Problem, offen über Finanzen zu sprechen. „Viele denken Geldgespräche beim Kennenlernen oder in der Partnerschaft sind unromantisch und unsexy. Genau das Gegenteil ist der Fall, denn man lernt sich darüber noch viel besser kennen. Wie man über Geld denkt, verrät viel über die eigenen Werte und Lebenseinstellung“, so Katharina Brunsendorf, Finanzexpertin von Bumble und Co-Founderin von „finanzheldinnen“.