Red Flags: Die schlimmsten No-Gos beim Kennenlernen

Jammern, häufige Erwähnungen des Ex-Partners, sich selten melden – manche Warnsignale führen ganz schnell zum Dating-Aus.
Autor: Teresa Frank, 05.10.2022 um 14:56 Uhr

Für viele ist Dating nicht gerade ein Zuckerschlecken. Denn schon bei der ersten Begegnung analysieren viele Singles ihr Gegenüber ganz genau und schließen schon aus kleinen Hinweisen, ob eine Beziehung möglich wäre. Welche Verhaltensweisen besonders schnell zu einem Dating-Aus führen, hat eine Studie der Partnervermittlungsplattform ElitePartner herausgefunden. 

Meckereien unerwünscht

Beschwerden und Jammereien zählen dabei ganz klar zu den größten No-Gos – dabei sind sich 45 Prozent der Befragten einig. Zumindest in der Kennenlernphase sollte man sich damit stark zurückhalten, um den Gegenüber nicht sofort in die Flucht zu schlagen. Besonders Frauen halten von ewigen Pessimisten wenig. Für 54 Prozent der Damen und 37 Prozent der Männer ist es kein gutes Zeichen, wenn sich jemand häufig beschwert und an vielem etwas auszusetzen hat. Wenn die Meckereien auch noch persönlich werden, ist das nicht gerade besser. Gerade Frauen sind hier kompromisslos: Rund 48 Prozent würden sich sofort abwenden, wenn ihr Date sich beispielsweise negativ über ihre Kleidung, ihren Geschmack oder ihre Einstellungen äußert. Für die männlichen Befragten ist das nicht automatisch ein Deal Breaker – nur 23 Prozent würden sich nach einer persönlichen Kritik sofort zurückziehen. 

Keine Lust auf Spielchen

Überhaupt haben ein Frauen ein feineres Frühwarnsystem als Männer, insbesondere wenn es um das Thema Kommunikation geht. So halten sie gar nichts davon, wenn jemand versucht, mit ihnen Spielchen zu spielen. Jemand, der sich selten von sich aus meldet, ist für jede zweite Frau (47 Prozent) und jeden dritten Mann (31 Prozent) keine gute Partie. Auch ein sprunghaftes oder distanziertes Verhalten kommt bei den Damen nicht gut an. Sie werten das als Zeichen, dass ihr Gegenüber kein ernsthaftes Interesse hat. 

Partnersuchende ziehen jede Information zurate, um blitzschnell Rückschlüsse auf die Persönlichkeit ihres Dates zu ziehen. Bei vielen ist das Frühwarnsystem intuitiv auf die relevanten Aspekte für das Gelingen einer Partnerschaft ausgerichtet.

- Lisa Fischbach, Psychologin von ElitePartner

Missverständnisse 

Singles achten aber nicht nur auf das Verhalten des potenziellen Partners, sondern auch auf das gegenseitige Verständnis. Redet man ständig aneinander vorbei oder versteht vieles falsch, dann meinen viele, dass die Beziehung nicht funktionieren könnte. Die Bereitschaft, sich ernsthaft auf jemanden einzulassen, ist ebenfalls sehr wichtig in der Partnersuche. Wer sich schon beim Kennenlernen gerne unverbindlich gibt, indem er beispielsweise zu viel vom Ex-Partner spricht, hat keine guten Chancen. Ebenso schlecht kommt es an, wenn man nach einer gewissen Zeit noch nicht bei Freunden und Familie vorgestellt wurde oder nur selten von sich aus ein Treffen initiiert. 

Nicht zu viel und nicht zu wenig

Sich künstlich rar zu machen, ist beim Dating also keine Erfolgsstrategie. Doch es gibt auch Singles, die sich schnell vor Anhänglichkeit und zu wenig Freiraum fürchten. Auch in diesem Punkt liegen die Frauen vor den Männern. So ist es für jede Vierte ein Warnsignal, wenn ihr Gegenüber sehr schnell über gemeinsame Zukunftspläne, also Zusammenziehen oder Heiraten, spricht. 23 Prozent der Single-Damen ist außerdem abgeschreckt, wenn ihr Gegenüber am liebsten jeden Tag mit ihnen verbringen will oder versucht, ihnen alles recht zu machen. Männern dagegen sind klammernde Partnerinnen überraschenderweise noch eher egal: Nur 17 Prozent zweifeln bei zu schneller Zukunftsplanung oder zu viel Nähe. 

Sex, Humor und Offenheit sind gefragt

Wenn Singles feststellen, dass ihr Gegenüber nicht über dieselben Dinge lacht wie sie, wenig über Gedanken, Gefühle oder die Vergangenheit spricht, oder es im Bett nicht harmoniert, ist das ebenfalls ein frühes Ausschlusskriterium. „Dass einzelne Verhaltensweisen in der frühen Dating-Phase über Gehen oder Bleiben entscheiden können, liegt am hohen Grad des Unbekannten. Partnersuchende ziehen jede Information zurate, um blitzschnell Rückschlüsse auf die Persönlichkeit ihres Dates zu ziehen. Bei vielen ist das Frühwarnsystem intuitiv auf die relevanten Aspekte für das Gelingen einer Partnerschaft ausgerichtet: Kommunikation, wertschätzender Umgang, positive Grundeinstellung und Bindungsabsichten. Doch Vorsicht vor überschnellem Aussortieren. Unsicherheit und Aufregung können auch zu unauthentischen Verhalten führen. Bei Irritationen sollte man besser nachfragen, wie etwas gemeint war, als verurteilen“, erklärt Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner.

Das ist die Top 10 der größten Warnsignale beim Kennenlernen:

  1. Beschwerden und Jammereien (45 %)
  2. Häufige Erwähnung von Ex-Partnern (40 %)
  3. Sich selten von sich aus melden (38 %)
  4. Häufige Missverständnisse (38%)
  5. Persönliche Kritik, Abwertung (35 %)
  6. Sprunghaftes Verhalten (35 %)
  7. Keine Vorstellung bei Familien-/Freundeskreis (30 %)
  8. Selten von sich aus Treffen vorschlagen (29 %)
  9. Wenig über Gedanken und Gefühle sprechen (27 %)
  10. Ausflüge/Urlaube mit anderen planen (27 %)