Nase entscheidet über Freundschaften

„Sich gut riechen können“ gilt bei Freundschaften im wörtlichen Sinn. Denn wie eine neue Studie beweist, riechen befreundete Personen oft ähnlich.
Autor: Teresa Frank, 30.06.2022 um 14:16 Uhr

Bei Freundschaft spielen nicht nur die gemeinsamen Interessen eine wichtige Rolle, sondern es stellt sich heraus, dass es auch körperlich messbare Ähnlichkeiten gibt. Das erklärte das Fachmagazin „Science Advances". Vermutet wird, dass der Geruch eines Menschen eine Schlüsselrolle in unserer Freundesauswahl spielt. Inbal Ravreby, von der Hirnforschungsabteilung des israelischen Weizmann Instituts, berichtet, dass die menschliche Nase und das menschliche Gehirn ähnlich arbeiten wie das von Säugetieren. So entscheidet der Geruchssinn, ob es zu Freund- oder Feindschaften kommt. Zwar geschieht dies nicht offensichtlich, aber unbewusst.

Ablauf der Studie

Die Studie basiert auf 20 Freundschaftspaaren,  die eine spezielle Verbindung empfanden als sie sich das erste Mal sahen. Dabei wird deutlich, dass der Geruch von gleichgeschlechtlichen Freunden sich besonders ähnelt. Auch bei weiteren Experimenten wurde immer wieder sichtbar, dass sich Menschen zu einem ähnlichen Geruch eher hingezogen fühlen, wie zu einem Geruch, der ihrem eigenen abweicht. Diese Daten wurden mithilfe einer elektronischen Nase erfasst, die die Ähnlichkeit der Gerüche berechnete. Zusätzlich wurden 17 fremde Menschen einander vorgeführt, das Sprechen war verboten, man sollte einander imitieren. Die Spiegelung der jeweiligen Person sagte anschließend aus, wie gut sie einander verstanden. 

Nase und Chemie

Am Ende wurde die Studie erfolgreich abgeschlossen, so gilt, dass die Nase ein wichtiger Teil des Urteilsvermögen einer Person ist. Sei es in einem romantischen oder freundschaftlichen Sinne - so spielen das Gehirn, die Gene und die Nase einen wichtigen Part in der Auswahl von Freunden.