Liebesjahr 2021: Mehr Hochzeiten, weniger Scheidungen

Das Jahr 2021 stand ganz im Zeichen der Liebe: Laut Angaben der Statistik Austria wurden mehr Ehen geschlossen als im Vorjahr und weniger geschieden. Außerdem wurde ein Geburtenplus verzeichnet.
Autor: Teresa Frank, 15.06.2022 um 10:28 Uhr

41.111 Ehen wurden im Jahr 2021 in Österreich geschlossen – im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von 3,7 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden außerdem 1.401 eingetragene Partnerschaften begründet. Auch hier gab es eine Steigerung von 11,5 Prozent im Vergleich zu 2020. Das Jahr 2021 stand also ganz im Zeichen der Liebe. Denn: Die Anzahl der Scheidungen ist gesunken. 2021 wurden insgesamt 14.510 Ehen rechtskräftig geschieden, um 2,4% weniger als im Vorjahr und 111 eingetragene Partnerschaften aufgelöst, um 2,8% mehr als 2020. Seit 2019 gibt es außerdem die Möglichkeit einer gleichgeschlechtlichen Ehe: 2021 haben diese Möglichkeit 368 weibliche und 264 männliche Ehepaare wahrgenommen. 

Steiermark als Ausreißer

Dieser Trend lässt sich in fast allen Bundesländer feststellen. Spitzenreiter ist Vorarlberg mit einem Anstieg der Eheschließungen um 8,1 Prozent. Einziger Ausreißer – die Steiermark. Hier wurden 2021 nämlich um 0,3 Prozent weniger Ehen als geschlossen als im Vorjahr. Bei den Scheidungen sind es Wien und Tirol, die gegen den Strom schwimmen. Denn im Gegensatz zu den anderen Bundesländern, in denen die Scheidungsrate im Vergleich zum Vorjahr zurückging, wurde hier ein Anstieg festgestellt – Tirol +4,4 Prozent und in Wien +2,6 Prozent.

Geburtenplus

Auch in der Geburtenbilanz lassen sich die Auswirkungen von Corona feststellen. Denn offenbar nutzten die Österreicher die viele Zeit zuhause für einen ganz bestimmten Zweck: Im Jahr 2021 wurden insgesamt 85.607 Kinder geboren – um 2,4 Prozent mehr als 2020 und 0,8 Prozent mehr als im Jahr 2019. „Im Jahr 2021 gab es im Vergleich zum Jahr zuvor ein Geburtenplus von 2,4% und auch im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 kamen in Österreich wieder etwas mehr Kinder zur Welt. Dennoch ist die Geburtenbilanz Österreichs des Jahres 2021 negativ: 85.607 Neugeborenen standen 90.434 Verstorbene gegenüber, das macht ein Geburtendefizit von 4.827", erklärt Statistik AustriaGeneraldirektor Tobias Thomas.