Glückliche Beziehungen: Das ist das Erfolgsrezept

Laut einer Studie ist der Großteil der Österreicher bereit, bei Problemen zur Paartherapie zu gehen.
Autor: Teresa Frank, 28.11.2022 um 09:54 Uhr

Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, was wirklich entscheidend für eine glückliche Beziehung ist? Eine Studie von Parship versucht, darauf eine Antwort zu finden. Im Zuge einer Studie wurden die Österreicher befragt, was eine Beziehung auch nach vielen Jahren stark und glücklich macht. 

Erfolgsgeheimnis

Die Mehrheit der Befragten ist sich einig, dass es äußerst wichtig ist, ausreichend Zeit miteinander zu verbringen (47%), viel miteinander zu reden (45%) und den Freiraum des anderen zu respektieren (44%). Außerdem stehen gemeinsame Interessen und Hobbys und Urlaube zu zweit für viele ganz oben auf der Liste. Wer sich gegenseitig den Rücken freihält und für kleine oder große Liebesbeweise sorgt, hat laut den Befragten ebenfalls gute Chancen auf langanhaltendes Beziehungsglück. Caroline Erb, Psychologin bei Parship, erklärt: „Im Laufe einer Beziehung entwickelt sich im Idealfall nicht nur jede:r individuell weiter, sondern wächst auch als Paar mit allen Herausforderungen, die ein Leben zu zweit mit sich bringt. Kommunikation auf Augenhöhe, Vertrauen, Respekt und Wertschätzung sind wichtige Eckpfeiler in einer Partnerschaft. Neben dem Alltagsstress sollte nicht auf bewusste gemeinsame Zeit vergessen werden. Abwechslungsreiche Unternehmungen, kleine Aufmerksamkeiten und das rechtzeitige Ansprechen von Problemen können die Verbundenheit zweier Menschen stärken.“

Hilfe annehmen

Um die Herausforderungen, mit denen man in Beziehungen konfrontiert ist, zu meistern, sind außerdem 70 Prozent der Befragten dazu bereit, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sie stehen der Unterstützung in Form von Therapie und Coaching positiv gegenüber – wobei Frauen diesem Thema offener gegenüber stehen als Männer. 38 Prozent der männlichen Befragten wäre dieser Schritt nämlich peinlich. 

Prioritäten setzen

Frauen und Männer setzen darüber hinaus auch unterschiedliche Prioritäten im Bezug auf die Beziehung. So messen Frauen gemeinsamen Interessen und Hobbys eine größere Bedeutung zu als Männer. Letzteren ist hingegen die gemeinsame Zeit wichtiger. Paare, die weniger als zwei Jahre zusammen sind, tun ihrer Beziehung Gutes, indem sie viel miteinander reden und sich bewusste Auszeiten aus dem Alltag nehmen. „In der ersten Verliebtheitsphase möchte man möglichst viel Zeit mit seinem:r Partner:in verbringen und stellt sich meist ganz auf sein Gegenüber ein. Mit zunehmender Beziehungsdauer geht es oft um eine stimmige Balance zwischen individuellen und gemeinsamen Bedürfnissen. Paare sollten sich regelmäßig über ihre Wünsche und Erwartungen austauschen und sich darum bemühen, Routinen und festgefahrene Muster immer wieder zu hinterfragen und verändern zu wollen“, bestätigt Erb.