Insektenstiche: das kann man tun

Der Klassiker unter den Stechinsekten ist wohl die Gemeine Stechmücke oder bei uns auch Gelse genannt. Schmerzhaft wird’s, wenn sich eine Bremse an uns zu schaffen macht, da dieser Blutsauger die Haut mit seinen Mundwerkzeugen ansägt. Kleine Wunden hinterlassen übrigens auch die Kriebelmücken. Mit den Mundwerkzeugen ritzen solche Kriebelmücken die Haut an und schlürfen Blut und Lymphflüssigkeit. Richtig schmerzhaft und mitunter sogar gefährlich kann es bei den Wespen werden. Zur gleichen Familie gehören übrigens die Hornissen, die etwa acht Mal so viel Gift wie eine kleine Wespe in sich tragen. Die Stiche können schwere allergische Reaktionen auslösen. Ähnlich verlaufen kann der Bienenstich. Bienen lassen nach einem Stich ihren Stachel in der Haut und sterben danach.

Was tun?

Gegen den Juckreiz, den fast alle Insektenbisse oder -stiche gemein haben, helfen eine Reihe von Mitteln. Zunächst kann man es mit Kühlen versuchen – egal, ob mit Eiswürfeln oder einer aufgeschnittenen Zwiebel. Durch die Kälte werden die Schwellung und der Juckreiz gelindert. Mit diesen natürlichen Mitteln geht’s auch: Teebaumöl auf den Insektenstich träufeln, Einstichstelle mit Zitronenschale einreiben oder mit Zitronensaft beträufeln, Lavendelöl auf die Einstichstelle tupfen oder den Stich mit Topfen bedecken, bis er angetrocknet ist. Auf jeden Fall sollte man Kratzen vermeiden und den Stachel (von Bienen) entfernen! Dem körpereigenen Stoff Histamin, der für die allergische Reaktion in Form von Quaddelbildung und ebenfalls Juckreiz verantwortlich ist, kann man außerdem durch so genannte Antihistaminika in Form von Cremes oder Gels entgegenwirken. Hierfür gäbe es auch noch niedrig dosierte „Kortison“-Präparate – diese sollten allerdings nur kurzfristig eingesetzt werden. Für eine Behandlung ohne chemische Zusätze empfiehlt sich der Insektenstichheiler BR 60 von Hartlauer. Dieser Insektenstichheiler setzt auf Wärme: durch die Hitzeentwicklung von ca. 50°C können Giftstoffe der Insektenstiche und -bisse verändert und so die Heilung beschleunigt werden. Es hat eine schnell aufheizende, keramische Heizplatte mit zwei Programmen (für Erstanwendung und regelmäßige Anwendungen) und ist auch für Schwangere geeignet.

Insektenstichheiler BR 60

Bei einer Insektengiftallergie, die das Gift von Wespen, aber auch Bienen, Hornissen und anderen Insekten auslösen kann, muss etwas gegen die allergische Reaktion getan werden. Rund drei Prozent der Österreicher sind von einer Insektengiftallergie betroffen. Hinweise auf eine Insektengiftallergie reichen von juckendem Nesselausschlag bis hin zu Kreislaufproblemen, Übelkeit, Erbrechen, Enge- und Erstickungsgefühl. Solche Reaktionen müssen mit einem Notfallset behandelt werden, das eine Adrenalinspritze, eine kortisonhaltige Tablette sowie ein Antihistaminikum enthält. Sofort die Rettung rufen! Längerfristig betrachtet, kann eine spezifische Immuntherapie helfen, wobei das Immunsystem langsam an das Insektengift gewöhnt wird. Danach ist man vor lebensbedrohlichen Reaktionen geschützt.

Vorbeugend lässt sich übrigens auch etwas tun. Vor Bienen, Wespen und Hornissen schützt man sich, indem man keine hastigen Bewegungen macht, diese Tierchen stechen nämlich nur, um sich zu verteidigen. Süße Speisen und Getränke im Freien unbedingt abdecken und besonders vorsichtig sein beim Barfußlaufen im Gras. Bei Gelsen, Stechfliegen und Bremsen hilft es nur, lange Kleidung zu tragen oder Insektenschutzmittel aufzutragen, spezielle Duftkerzen und Räucherstäbchen aufzustellen, Fliegengitter anzubringen oder ein Moskitonetz über dem Bett aufhängen.

Autor: Pia Kulmesch, 23.06.2021