Warum Schlaf für Katzen so wichtig ist

Kaum ein Katzenbesitzer, der nicht schon einmal Zeit und Raum vergessen hat, wenn er seiner Katze beim Schlafen zusieht. Nie sehen unsere geliebten Vierbeiner kuscheliger und friedlicher aus. Wenn sie träumen, zucken sie oder machen leise Geräusche. Wenn sie dösen, halten sie ein Auge leicht geöffnet, um weder ein Geräusch noch eine Bewegung um sich herum zu verpassen – wie kleine Detektive.

15 Stunden Ruhe

Über den Tag verteilt schlafen Katzen - man höre und staune - im Schnitt 15 Stunden und unterschiedlich tief. Ruhe- und Tiefschlafphasen wechseln einander ab. Wovon ihre Träume wohl handeln? Von kleinen Abenteuern und Mäusejagden vielleicht?

Wie das Wetter, so der Schlaf

Wie viel Schlaf eine Katze braucht, hängt nicht nur von ihrem Alter und ihrer Fitness ab, sondern auch vom Wetter. An Tagen, an denen es regnet oder schneit, kuschelt sie sich mit Vorliebe ein und zieht sich in die dunkelsten Winkel der Wohnung zurück, im Sommer rekelt sie sich genüsslich auf der Fensterbank. In puncto Schlafenszeiten ist sie dabei durchaus anpassungsfähig. Meine Britisch Kurzhaar Katze hat ihren Schlafrhythmus mittlerweile an uns angepasst. Wenn wir tagsüber arbeiten, will sie bei uns sein und beschränkt sich auf kleine "Powernaps" und schläft dafür nachts durch.

Kätzchen schläft in eine Decke gekuschelt | Credit: iStock.com/kobeza

Schlafplatz

Wer im Umgang mit Katzen noch unerfahren ist, wird rasch feststellen, dass ein vorgebener Schlafplatz für den geliebten Vierbeiner vergebliche Liebesmüh sein kann. Schon einmal, weil eine Katze immer mehr als einen Schlafplatz hat, und sie Wert darauf legt, sich jeden einzelnen selbst auszusuchen. Meine Katze Corona wechselt zwischen ihrer kuscheligen Höhle im Kratzbaum, dann wieder schläft sie auf der flauschigen Pfotendecke in der Ablage oder macht es sich auf meinem Bürostuhl gemütlich. Warme Isolierungen, verborgene Plätze im Regal, die Fensterbank oder der Boiler – die Katze sucht sich nur Plätze, die frei von Zugluft, Lärm oder Nässe sind und an denen sie sich ungestört putzen und ausruhen kann. Diesen Rückzug muss man ihr lassen, da Schlaf unerlässlich für ihre seelische und körperliche Gesundheit ist.

Wenn Katzen aufwachen

Wer zur Rast und Hektik neigt, kann von Katzen lernen, dass es auch ganz anders geht: Nach dem Aufwachen strecken sie sich erst einmal in aller Ruhe, machen sich ganz groß, gähnen und beginnen mit der Fellpflege. Danach wird genüsslich gefressen, getrunken und gespielt - in dieser Reihenfolge, bis der nächste Schlaf ruft. Herrlich. Eine Katze müsste man sein!

Zur Autorin

Sie lieben Katzen? Dann geht es Ihnen wie "Passion Author" Lilli Platzer, die uns in ihren Anekdoten an ihrem abwechslungsreichen Alltag mit ihrem flauschigen Vierbeiner teilhaben lässt. Und dabei mit ihren Erlebnissen so manchem Katzenbesitzer aus der Seele spricht.

Autor: Lilli Platzer, 07.01.2022