Die wichtigsten Tipps zur Katzenpflege

Wer schon einmal eine Katze bei der Fellpflege beobachtet hat, kommt aus dem Staunen nicht heraus: Pfoten abschlecken, die Ohren putzen, Verrenkungen im Yoga-Stil, um an Körperstellen zu kommen, an die wir nicht mal zu denken brauchen – ich genieße dieses Ritual immer wieder aufs Neue bei meiner Britisch Kurzhaar-Dame Corona.

Fellpflege

Wer seine Katze dabei ein wenig unterstützen möchte, bürstet sie am besten regelmäßig sanft. Für uns gehört es mittlerweile selbstverständlich dazu. Gerade beim Kuscheln spürt man das wohlig-kuschelige Katzenfell, das aus einer dichten Unterwolle und langen Deckhaaren besteht - je nach Rasse gibt es hier Unterschiede. Das graue, kurze Fell von Britisch Kurzhaar-Katzen etwa ist im Vergleich zu Langhaarkatzen eher pflegeleicht.

Wie oft bürsten?

Bei der Pflege von Langhaarkatzen ist eine tägliche und intensive Fellpflege nötig. Tägliches Bürsten kann die Tiere sehr entlasten. Bei allen anderen Rassen reicht es normalerweise, wenn man seinem Liebling zwei Mal die Woche mit einem Kamm oder einer Bürste bei der Fellpflege hilft. Vor allem in den Zeiten des Fellwechsels sind Katzen in der Regel für jede Unterstützung dankbar. Bei Freigängerkatzen hat das Bürsten den zusätzlichen Vorteil, dass dadurch auch Verletzungen und Zecken entdeckt werden können.

Besitzerin bürstet das Fell ihrer Katze | Credit: iStock.com/Aksenovko

Wenn die Katze nicht gebürstet werden will

Unsere Katze liebt es, gebürstet und gepflegt zu werden, es war jedoch nicht immer so! Wir haben sie nicht früh genug an die Bürste gewöhnt (das funktioniert am besten spielerisch bei Katzenkindern), und es hat lange gedauert, bis sie uns als "Bürsthelfer" akzeptiert hat. Kleine Belohnungen können helfen, die Katze schneller daran zu gewöhnen. Der Vorteil, wenn es soweit ist: Je öfter sie gebürstet wird, desto weniger Fell verliert sie – das werden auch Sie bei Ihrer Katze merken. Heute genießt sie unsere Corona richtig, dreht und wendet sich, streckt ihren Bauch entgegen und lässt sogar ihren Schwanz bürsten! Es sollte sich von selbst verstehen, dass man dazu nur die Bürste und nicht den Kamm verwendet.

Haarballen

Die Katze würgt die unverdaulichen Haarballen, welche sich durch den Putzvorgang im Magen ansammeln als sogenannten „Hairball“ aus. So dramatisch das Würgen auch klingt (ich leide mit meiner Corona immer mit) ist es ein natürlicher und notwendiger Vorgang. Spezielles Futter, Malzpaste und frisches Katzengras helfen ihr dabei, ihren Verdauungstrakt intakt zu halten.

Fellknoten

Vorsicht ist bei Fellknoten angesagt – diese am besten immer mit den Fingern entwirren und im schlimmsten Fall von einem Tierarzt fachmännisch beseitigen lassen. Nicht selbst herumdoktern – das gleiche gilt für die Krallen- und Zahnpflege. Vor allem Indoor-Katzen benötigen so viele Kratzmöglichkeiten wie möglich in Form von Kratzbäumen, Sisal-Teppichen und Kratzecken. Am besten ist es, diese ins Spiel zu integrieren. Das hat sich etwa bei meiner Katze sehr bewährt.

Verschmutzungen

Eventuelle Verschmutzungen im Ohr, die für die Katze schwer zugänglich sind, stets vorsichtig mit einem feuchten Wattepad abwischen, vor allem, wenn ihr etwas in die Augen geraten ist.

Die Katze baden?

Wie sieht es mit einem Bad aus? Oder reicht die tägliche Pflege mit der Katzenzunge aus? Das muss jeder Besitzer für sich entscheiden. Meine Corona ist als Britisch Kurzhaar nicht wasserscheu. Das beginnt damit, dass sie gerne mit der Automatik-Sensor Armatur im Bad spielt oder aus Gießkannen trinkt oder ihre Pfoten im Wasser befeuchtet, bevor sie sie mit ihrer Zunge reinigt. Katzenwäsche? Von wegen! Sauberkeit in Reinkultur.

Zur Autorin

Sie lieben Katzen? Dann geht es Ihnen wie "Passion Author" Lilli Platzer, die uns in ihren Anekdoten an ihrem abwechslungsreichen Alltag mit ihrem flauschigen Vierbeiner teilhaben lässt. Und dabei mit ihren Erlebnissen so manchem Katzenbesitzer aus der Seele spricht.

Autor: Lilli Platzer, 23.08.2021