Tipps & Tricks: So wird man zum Wassertrinker

Über 50 Prozent unseres Organismus bestehen aus Wasser. Wasser ist in den Körperzellen und in Körperflüssigkeiten enthalten. Es regelt die Wärme des Körpers, transportiert Nährstoffe, Stoffwechselendprodukte und Atemgase. Da der Körper ständig Flüssigkeit ausscheidet, ob über die Nieren, den Darm, die Haut oder die Atmung, müssen wir andauernd nachliefern.

Ob Leitungswasser, Mineralwasser, ungezuckerte Früchte- und Kräutertees, verdünnte Obst- und Gemüsesäfte – mindestens 1,5 Liter sollten wir pro Tag trinken, wie es die österreichische Ernährungspyramide vorschlägt. Natürlich hängt der Wasserbedarf auch von der Temperatur, vom Energieumsatz, der sportlichen Betätigung oder der Zusammensetzung der Speisen ab. Je aktiver der Mensch ist, umso mehr Flüssigkeit hat er nötig.

Wasseralarm

Was passiert, wenn wir zu wenig trinken? Ein Flüssigkeitsmangel macht sich rasch bemerkbar. Durch Durst natürlich, durch Mundtrockenheit, verringerte Speichelsekretion und Harnproduktion. Kopfschmerzen können ebenso auftreten wie eingeschränkte Leistungsfähigkeit. Schluckbeschwerden, geschwollene Zunge, Verstopfung, erhöhte Körpertemperatur können sich überdies bemerkbar machen oder es kommt gar zu einem Kreislaufkollaps.

Mehr trinken

Während manche Menschen gar nicht genug von Wasser, das in Österreich übrigens von höchster Qualität aus den Leitungen strömt, bekommen können, tun sich andere schwer mit dem Trinken und dem Erreichen der erforderlichen Flüssigkeitsmenge. Aber das kann trainiert werden.

Wem das pure Wasser einfach nicht schmecken will: Kräuter- oder Früchtetee ungezuckert, warm oder kalt, Mineralwasser mit oder ohne Aromen gehen natürlich auch. Auch Wasser mit Geschmack aufzuwerten hilft, z. B. mit ein paar Blättern Minze, Beeren, einer Scheibe Zitrone oder Ingwer, einigen Tropfen Sirup oder speziellen Drops, die mit Aromen und Vitaminen angereichert sind.

Eine Dosis Vitamin C

Wer besonders auf den Vitamin-C-Haushalt achtet, greift vielleicht zu Saft aus Zitrusfrüchten, Sanddorn oder schwarzer Johannisbeere; und wer es gemüsig mag, nimmt zwischendurch ein Gläschen Saft aus Sauerkraut, Roter Rübe, Spinat, Grünkohl o. Ä. zu sich, Sorten, die besonders reich an Vitamin C sind. Personen, die viel Sport machen oder oft der Kälte ausgesetzt sind, können auch noch zu Vitamin-C-Präparaten greifen, die in Form von Kapseln, Pulver oder Brausetabletten angeboten werden. Letztere sorgen im Wasser noch für einen zusätzlichen Drink.

Tipps und Tricks

  • Gleich nach dem Aufstehen ein Glas Wasser trinken, vor oder zu jeder Mahlzeit und eines vor dem Schlafengehen.
  • Jeden Tag eine Flasche Wasser auf den Schreibtisch stellen – bei Büroschluss muss sie leer sein.
  • Eine Wasserflasche in der Tasche mitnehmen.
  • Eine Handy-App nutzen, die an das Trinken erinnert.
  • Wasser mit Aromen, Früchten oder zuckerarmem Sirup aufpimpen. 50 g Salatcreme, 3 TL Currypulver.

Möglichst ohne Kater:

Geburtstags-, Familien- oder Firmenfeiern gehen oftmals mit reichlich Alkoholgenuss einher. Um einen gefürchteten Kater zu vermeiden, hilft eigentlich nur: weniger trinken. Empfehlenswert ist es dennoch, im Vorhinein und zwischendurch mehrere Gläser Wasser oder Mineralwasser zu trinken, um die Mengen an Alkohol, der einen Flüssigkeitsverlust im Körper verursacht, zu reduzieren. Vor dem Schlafengehen noch ausreichend Mineralwasser zu trinken versorgt den Körper nochmals mit Flüssigkeit und minimiert das Katerrisiko.

Autor: Christiane Reitshammer, 19.04.2021