Mineralwasser: Das macht die edlen Tropfen aus

Wenn es im Glas perlt, darf es immer öfter Wasser sein. Dabei kommt aber nicht jedes Nass an den Gaumen, seinen Platz auf dem Tisch muss sich das quellfrische Getränk durch außergewöhnliche Reinheit, sanften Geschmack und einen exquisiten Mix an Mineralien schon verdienen. Ein ebenbürtiger Dinnergast ist „MaHaLo“, ein ganz besonderes Wasser das in Kailua-Kona, Hawaii, einen Kilometer unter dem Meeresspiegel gewonnen wird. Dort hat es Jahrhunderte, ja bis zu 2.000 Jahre, völlig unberührt von menschlicher Zivilisation zugebracht. Daher ist es besonders arm an Schadstoffen und Verunreinigungen und reich an urzeitlichen Mineralien, wie etwa Kalzium, ­Magnesium und Kalium. Salzig schmeckt das Urzeitwasser nicht, bevor es in Flaschen seine Reise rund um die Welt antritt, wird es noch in einem aufwendigen Filterprozess vom Salz getrennt.

Himmelstränen im Glas

Mit 180 Regentagen im Jahr ist Tasmanien alles andere als einladend für Urlauber und Feinschmecker. Für Freunde von exklusiven Wässern empfiehlt sich trotz der widrigen Witterung ein Besuch, denn nirgendwo auf der Erde ist Regenwasser so rein wie am anderen Ende der Welt. Wegen dieser Reinheit und dem besonders weichen Geschmack wird es immer öfter in Flaschen gefüllt und in den exklusivsten Restaurants der Welt zum Essen gereicht. Das Prä­dikat „reinstes Wasser der Welt“ vereinnahmen die Hersteller von „Cape Grim“ für ihr Produkt. Von Eiswürfeln im Glas raten sie strengstens ab, diese würden das köstliche Nass nur verschmutzen. Serviert wird die Köstlichkeit vornehmlich in Down Under – und der Preis ist stolz: 15 Euro pro Liter. Regenwasser ist auch die Basis für „Cloud Juice“, das ebenfalls in Tasmanien gewonnen wird. Davon finden sich 9.750 Tropfen in jeder Flasche. Das erfrischende Getränk ist arm an Mineralien und schmeckt weicher als europäisches Leitungswasser. Dieser Genuss kostet rund 12 Euro pro Liter.

Flüssiges Gold

Das teuerste Nass der Welt kommt aus Japan und hört auf den klingenden Namen „Rokkou No Oishii Mizu“ (dt. „köstliches Wasser vom Berg Rokko“). Der Hausberg der Stadt Kobe ist nicht nur für ­seine „10-Millionen-Dollar-Aussicht“ über die Stadt berühmt, sondern auch für sein besonders wohlschmeckendes Quellwasser. Preislich legt das Nobelwasser übrigens erst bei der Reise über den großen Ozean ordentlich zu. Während das Wasser in Japan um wenige Euro zu haben ist, muss man in Europa stolze 124 Euro für den Liter berappen. Im Handel ist es so gut wie nicht zu bekommen, serviert wird das „köst­liche Wasser“ aber in einigen ausgewählten Restaurants in Europa, so etwa im Kempinski Hotel Adlon in Berlin.

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Autor: Weekend Online, 08.05.2015