Knackig, spritzig, gut: Paprika

Sie sind bunt, schmecken lecker und sind erfrischend süß: Paprikas. Sie werden nicht nur gerne verputzt, sondern sogar in der pflanzlichen Medizin als Heilmittel eingesetzt.
Autor: Pia Kulmesch, 11.07.2022 um 11:14 Uhr

Die Paprika gehört zu den Nachtschatten-Gewächsen, ebenso wie Kartoffeln und Tomaten. Zur Gattung Paprika gehören übrigens Sorten wie Chili und Pfefferoni. Der Grund, warum die Unterarten scharf sind, die Paprika selbst aber nicht, ist der Aroma-Stoff Capsaicin, den sie nur in geringer Menge beinhaltet. Formal ist die Paprika eigentlich eine Frucht. Viele Menschen sehen sie allerdings als Gemüse an. Im Alltag wird das Gewächs auch gerne Schote genannt, dabei ist sie ganz genau betrachtet eine Beere. Denn die Pflanze wächst aus einem Fruchtknoten und hat nach der Ernte eine fleischige, saftige Fruchtwand. Nachdem diese jedoch trockener wird, je reifer die Frucht ist, wird botanisch gesehen von einer Trockenbeere gesprochen.

Unterschiedlicher Geschmack

Wie die Paprika schmeckt, hängt von ihrem Reifegrad ab. Grüne Vertreter der Frucht sind die am meisten genutzte Form, aber auch jene mit dem geringsten Reifegrad. Vertreter der gelben bis orangen Farbe verfügen über einen etwas süßeren Geschmack. Den höchsten Reifegrad hat die rote Paprika. Sie ist besonders süß und saftig im Geschmack. Außerdem zählt die rote Sorte zu den Vitamin C-reichsten Nahrungsmitteln überhaupt.

Vielfältig einsetzbar

In fast keiner Küche auf der Welt darf Paprika fehlen! Ursprünglich stammt sie aus Südamerika, bereits vor 7.000 Jahren wurde sie als Nutzpflanze verwendet. Es gibt über 30 verschiedene Sorten, wobei fünf davon massenhaft angebaut werden. Die Frucht ist besonders beliebt, da sie kalorienarm ist und gleichzeitig einen geringen Fettanteil hat. Auch als Heilmittel wird die Pflanze eingesetzt. Wenn man drei Mal pro Tag ein Glas Paprika-Karottensaft trinkt, wird die Haut schön. Paprika hat eine schweißtreibende Wirkung, so werden alle Stoffe, die die Poren verstopfen, schnell ausgeschwitzt. Außerdem hilft der Paprikasaft gegen zu viel Luft im Bauch. Ein halber Liter Paprikasaft gemischt mit Spinatsaft, wovon man alle zwei Stunden ein Glas trinken sollte, hilft, dass Bauchschmerzen unterschiedlichster Ursache schnell verschwinden. Außerdem hat die beliebte Pflanze entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Wirkung. So kommt das Gewächs gerne bei Halsschmerzen, Scharlach, Gelbfieber, zu hohem Blutdruck, Gürtelrose, Migräne, Arthrose, Hämorriden, Durchfall, Rückenschmerzen oder Rheuma zum Einsatz.

Tolle Rezepte

Paprika ist ein wahrer Allrounder: Wir lieben sie im griechischen Salat mit Schafskäse und einem Schuss Balsamico oder gefüllt und gebacken mit Reis oder Couscous. Auch als Letscho macht sich die Frucht richtig gut – durch den süßlichen Geschmack passt sie beispielsweise zu Pfirsich, Zimt und Ingwer. Nicht zu vergessen: ein klassisches und beliebtes Paprika-Hühnchen. Mit einem Klecks Schlagobers schmeckt die Paprika-Soße besonders lieblich. Oder darf’s süß-sauer sein? Hierfür das Nachtschatten-Gewächs gemeinsam mit Zucchini und Zwiebeln klein schneiden, mit einer Essiglösung und Gewürzen aufkochen sowie in Gläser füllen.