Bio und saisonal: So kommt das Grünzeug ins Haus!

"Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal mit Pastinaken oder Topinambur kochen würde", meint Sabine Mayr. Mittlerweile hat das Wurzelgemüse einen fixen Platz im Speiseplan der Familie eingenommen. Schuld daran ist das Biokistl. Seit fünf Jahren haben die Mayrs eine Gemüse-Abo und werden einmal wöchentlich von einem Bio-Lieferanten aus Niederösterreich mit saisonalem Obst und Gemüse beliefert. "In den Wintermonaten war ich anfangs enttäuscht, ich muss ehrlich gestehen, dass ich gar nicht wusste, was Saison hat und was nicht. Aber mit den Rezeptvorschlägen, die mit dem Gemüse mitgeliefert werden, hat sich mein Bewusstsein in diese Richtung verändert. Man bekommt Lebensmittel, die man so im Geschäft einfach nie gekauft hätte", so Mayr.

Vielfalt an Kistln

Immer mehr Menschen genießen die Annehmlichkeiten des Bio-Kistls. Es versorgt mit saisonalen und frischen Lebensmittel, garantiert kurze Transportwege und man selbst erspart sich die Schlepperei des Einkaufs. Inzwischen gibt es nicht nur ein dichtes Netz an Lieferanten, sondern auch eine Vielzahl an Angeboten: vom Mutter-Kind-Kistl, Rohkostkistl oder Obst-Kistl bis hin zum Jausen-Kistl, das mit Butter, Milch und Brot daher kommt. Vor 15 Jahren hat Familie Zoubek aus dem Marchfeld mit dem Zustellservice begonnen, Adamah beliefert heute ganz Wien mit den verschiedensten Kistl-Variationen (ab 15 Euro), auch Fleisch, Getreide, MIlchprodukte und Getränke gehören zum Angebot. Auch die Biowichtl sind in Wien unterwegs, Abos mit selbstgewählten Produkten sind ab dem Mindestbestellwert von 40 Euro möglich. Aus Breitenfurt kommt das Gemüse von Bio Mitter, das günstigste Gemüse-Kistl kostet 16,50 Euro, im Angebot sind zum Beispiel auch Wurst und Käse-Pakete. Die BioSchatzkistl kommen aus dem Burgenland. Von Neusiedl aus beliefert Familie Morawitz (Gemüsekistl ab 15 Euro) bio-verwöhnte Städter in der Faschingszeit sogar mit Bio-Krapfen. Mahlzeit!

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Autor: Andrea Burchhart, 01.02.2015