Warum bekennen sich so viele Stars zu ihrer Zwangsstörung?

Während manche von ihnen tatsächlich von Therapeuten diagnostiziert wurden, kamen andere durch Selbstbefunde auf ihre Erkrankung. Merkwürdigerweise fällt das Outing vieler selbstdiagnostizierter Promis oft leichtfertig und „vorlaut“ aus und die Neurose scheint vielmehr ein Trend und mittlerweile sogar ein Statussymbol zu sein als eine ernstzunehmende Erkrankung. Deren erschwerenden Auswirkungen auf das Leben werden oft bagatellisiert.

Zwangsneurose durch Selbstdiagnose?

Die Liste der bekennenden prominenten Zwangsneurotiker ist ewig lang, darunter fallen unter anderem Justin Timberlake, Cameron Diaz, David Beckham, Charlize Theron, Daniel Radcliffe oder Jennifer Aniston. Die psychische Störung ist mit einem permanenten Drang verbunden, gewisse Dinge zu denken oder zu tun. Diesem Bedürfnis können sich Betroffene kaum widersetzen, auch wenn sie ihren Zwang für sinnlos halten. Beispiele dafür wäre der ständige Drang, sich die Hände zu waschen oder beim Gehen nur die Innenfläche von Pflastersteinen mit der Sohle zu berühren, die Linien aber nicht zu übertreten. Diese Zwänge werden zu einer leidigen Besessenheit.

Verwechslung der Krankheit

Während die einen wirklich mühsam alle Türklinken in ihrem Hotelzimmer farblos schrubben, verwechseln andere die Zwangsneurose mit Umständen oder Dingen, die sie einfach nicht mögen. So auch Sängerin Katy Perry, die von einer Zwangsstörung spricht, weil sie Hundehaare auf ihren Klamotten nicht mag. Warum viele Stars eine Zwangsstörung haben (möchten), ist unklar. Eine Vermutung könnte sein, dass sie auf diese Weise einem gewissen Perfektionismus Ausdruck verleihen möchten.

Autor: Andreea Iosa, 27.11.2015