Soul Food: 11 Lebensmittel, die Sie glücklich machen

Mit der richtigen Ernährung lassen sich Depressionen vermeiden und das Glücksgefühl steigern. Wir verraten, welche Lebensmittel nachweislich die Stimmung aufhellen und happy machen.
Autor: Elisabeth Spitzer, 19.05.2015 um 12:55 Uhr

Mit einer gezielten Ernährung lässt sich die Seele positiv beeinflussen, sogar Depressionen lassen sich mindern. Der Grund: Zwischen unserem Verdauungstrakt und dem Gehirn besteht ein enger Zusammenhang. Bestimmte Nahrungsmittel können also glücklich machen – und sollten auf Ihrem Speiseplan daher nicht fehlen.

Glücks-Baustein Tryptophan

Unser Gehirn benötigt für einen hohen Serotonin-Spiegel Nahrungsmittel, die reich an der Aminosäure Tryptophan sind – da Serotonin nur in wenigen Lebensmitteln direkt enthalten ist und im Gehirn meist erst aus Tryptophan gebildet wird. Ideale Happy Snacks sind vor allem Lebensmittel, die einen hohen Tryptophan- und einen niedrigen Eiweißehalt haben.

1. Pflaumen, Bananen und Ananas

Obst und Gemüse gelten generell als Glücklichmacher. Pflaumen, Bananen und Ananas sind aber besonders empfehlenswert. Sie sind süß – aber dennoch gesund uns sind aufgrund ihres hohen Gehalts an Tryptophan ideale Serotonin-Booster.

2. Trockenfrüchte

Auch Trockenfrüchte wie Datteln und Feigen können die Stimmung heben, da sie sehr viel Tryptophan enthalten. Außerdem sind Trockenfrüchte reich an Magnesium, das und stressresistenter macht.

3. Dunkle Schokolade

Viele greifen bei schlechter Laune instinktiv zur Schoki, wenn sie ihrer Seele etwas Gutes tun wollen. Tatsächlich kann Bitterschokolade ein Glücksgefühl auslösen. Sie enthält viele Antioxidantien. Außerdem ist in dunkler Schokolade unter anderem der Eiweisbaustein Tryptophan enthalten. Eine wissenschaftliche Studie hat darüber hinaus gezeigt, dass bei Personen, die rund 43 Gramm dunkle Schokolade täglich über zwei Wochen täglich einnahmen, das Stress-Hormon-Level sank. Das Magnesium in der dunklen Schokolade kann darüber hinaus helfen, Stress zu lindern und PMS-Symptome bei Frauen zu reduzieren.

4. Fisch

Auch ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren kann Depressionen verursachen, da diese für den Gehirnstoffwechsel essentiell sind. Der Verband für Unanhängige Gesundheitsberatung rät dazu, bei einer Anti-Schlechte-Laune-Ernährung die Eiweißzufuhr durch Omega-3-reichen Fisch abzudecken. Ideal sind Lachs und Makrele. Gute Omega-3-Quellen sind aber auch Walnüsse, Leinsamen, Lein-, Raps-, Walnuss- und Olivenöl.

6. Pfeffer, Chili und Pfefferoni

Schärfe macht ebenfalls glücklich. Durch den Schmerzreiz, den scharfes Essen wie Pfeffer, Chili und Pfefferoni verursachen, werden Endorphine ausgeschüttet.

7. Kaffee, Schwarztee und grüner Tee

Zu viel Kaffee ist ungesund. In Maßen getrunken, machen Kaffee und schwarzer Tee aber gute Laune: Das Koffein stimuliert diverse Stoffwechselfunktionen, regt das zentrale Nervenstystem und die Herztätigkeit an, macht wacher und belebt die Aufmerksamkeit. Auch grüner Tee vertreibt schlechte Laune: Einer wissenschaftlichen Studie zufolge zeigten Personen, die täglich fünf oder mehr Tassen grünen Tee tranken ein 20 % niedrigeren Stress-Level auf.

8. Champignons

Champignons sind ebenfalls gutes Soul Food. Sie sind reich an Selen. Ein Selen-Defizit hingegen wird mit Depressionen, Angsttörungen und Müdigkeit in Zusammenhang gebracht. Außerdem haben Champignons viel Vitamin D, das ebenfalls essentiell für gute Laune ist.

9. Joghurt

Im Kampf gegen Depressionen spielen auch probiotische Lebensmittel wie Joghurt eine wichtige Rolle, da ein Ungleichgewicht in der Darmflora auch unser seelisches Wohlbefinden beeinflusst. Forscher des niederländischen Leiden Institute of Brain and Cognition haben herausgefunden, dass eine Nahrungsergänzung durch probiotische Kulturen bei beginnender Depression helfen kann. Es hat sich herausgestellt, dass Personen, welche die Kulturen zu sich genommen hatten, weniger aggressive und grübelnde Gedanken hatten, wenn sie sich niedergeschlagen fühlten.

10. Vollkornprodukte

Kohlenhydrate werden der Figur zuliebe oft vom Speiseplan gestrichen. Tatsächlich weist der Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung aber darauf hin, dass eine eiweißarme und zugleich kohlenhydratreiche Menschen auf Dauer zufriedener und ausgeglichener machen kann. Pasta, Brot und Reis machen also nachweislich glücklich. Ideal sind Vollkorn-Produkte, die den Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigen lassen. Auch Tryptophan wird so über einen längeren Zeitraum freigesetzt. Vollkornprodukte enthalten darüber hinaus viele B-Vitamine, die wichtig für die Nerven sind. Gute Vitamin-B-Quellen sind außerdem Sesam, Eigelb, Spinat, Brokkoli, Rinderleber, rote Beete und Bierhefe.

11. Camembert und Parmesan

Der Eiweißbaustein Tyrosin ist im Gegensatz zum beruhigenden Tryptophan ein Wachmacher und kann schlechte Laune kurzzeitig vertreiben. Tyrosin-haltige Lebensmittel sind also gute Snacks für Zwischendurch. Enthalten ist die Aminosäure vor allem in Parmesan, Camembert, Linsen, Chashewnüssen, Makrelen, Rind und Huhn.

Wichtig: Wer seine Stimmung langfristig heben will, sollte nicht nur auf gelegentliche Gute-Laune-Kicks setzen, sondern seine Ernährung dauerhaft umstellen.

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