So wehren Sie lästige Migräneattacken ab!

Kopfschmerzen sind ein weit verbreitetes Leiden, für das eine Vielzahl von Symptomen ursächlich sein kann. Die mit Abstand am häufigsten auftretende Variante ist die Migräne, die mit zahlreichen unangenehmen Begleiterscheinungen einhergeht und in ihrer schweren Ausprägung Betroffene schier zur Verzweiflung treiben kann. Neben den klassischen Therapien der Schulmedizin lässt sich dem „Gewitter im Kopf “ jedoch mit einer Reihe alternativer Behandlungen sowie natürlicher Heilkräuter ein Ende bereiten.

Zahlreiche Symptome

Eine Migräne tritt meist als pulsierender, einseitiger Kopfschmerz in Erscheinung und hält zwischen vier und 72 Stunden an. Quält sie einen Betroffenen an mehr Tagen des Monats als sie ihn in Ruhe lässt, gilt sie als chronisch. Oftmals wird eine Migräneattacke von Beschwerden wie Licht-, Geruchs- oder Lärmüberempfindlichkeit, Übelkeit sowie Erbrechen flankiert. In 10 bis 30 Prozent der Fälle wird sie von Wahrnehmungsstörungen wie Lichtblitzen, Flimmern oder Beeinträchtigungen der optischen Wahrnehmung angekündigt. In diesem Fall haben wir es mit einer Migräne mit Aura zu tun, die außerdem leichte Sprachstörungen, Kribbeln oder Taubheit an einer Körperseite oder Schwindel mit sich bringen kann.

Ursachenforschung

Auf die Frage, wodurch ein Migräneanfall verursacht wird, hat die Medizin noch keine endgültige Antwort parat. Es wird jedoch eine Vielzahl von Faktoren, die zudem oftmals im Verbund auftreten, dafür verantwortlich gemacht: So kann beispielsweise ein erhöhter Serotoninspiegel eine Durchblutungsstörung im Gehirn auslösen, was sich über eine Migräne bemerkbar machen könnte. Als zusätzliche Trigger (Auslöser)-Faktoren werden eine ausufernde Stressbelastung, ein aus dem Takt geratener Schlaf-Wach-Rhythmus (etwa im Zuge eines Jetlags), eine (mediale) Reizüberflutung oder heftige Wetterumschwünge genannt. Eine Unterzuckerung sowie der Genuss von Alkohol, Nikotin, Zitrusfrüchten und tyraminhaltigen Lebensmitteln (Bananen, Schokolade, Rotwein) können ebenfalls einen Migräneausbruch lostreten.

Eine Wiese voller Mutterkrautpflanzen

Schmerzmittel

Entschließt man sich dazu, einer Migräne mit Schmerzmitteln den Kampf anzusagen, sollte man auf alle Fälle vorab einen Arzt konsultieren, um sich mit den optimal auf seine individuellen Beschwerden abgestimmten Medikamenten versorgen zu lassen. So kann zum Beispiel einer leicht bis mittelstark ausgeprägten Migräne mit herkömmlichen Schmerzmitteln wie Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure äußerst effizient entgegengewirkt werden. Sollte sich deren Einsatz als wirkungslos erweisen, kommt ein Griff zu Triptanen infrage, die den Serotoninspiegel im Gehirn regulieren. Die Anwendung von Ergotaminen ist wiederum ausschließlich als letzter Ausweg in Betracht zu ziehen, da sie erhebliche Nebenwirkungen nach sich ziehen können

Alternativmedizin

Etwas unproblematischer gestaltet sich eine Behandlung mit Präparaten auf pflanzlicher Basis, auf die Anhänger der Alternativmedizin schwören. Insbesondere mit dem Mutterkraut wurden in diesem Zusammenhang beachtliche Erfolge erzielt: Seine Einnahme verringert die Anzahl der Anfälle deutlich und schwächt auch deren Intensität erheblich ab. Darüber hinaus wirkt es sich wohltuend auf Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Schwindel und Erbrechen aus. Eine Handvoll homöopathischer Produkte genießt ebenfalls einen äußerst guten Ruf als sanfte Migränestopper. So sollen etwa Mittel aus Schwarzer Tollkirsche vor allem pochenden Kopfschmerzen mit starker Übelkeit und Erbrechen Einhalt gebieten, während Präparate aus Blutwurz insbesondere starke Schmerzen lindern und Gewöhnliche Brechnuss-Produkte sich ideal für das Kurieren von Migräneanfällen, die von Ärger, Hektik oder Schlafmangel herrühren, eignen. Des Weiteren haben sich auch nicht medikamentöse Therapien wie die Massage der Schläfen mit ätherischem Pfefferminzöl oder das Einreiben der Nackenpartie mit durchblutungsfördernden, wärmenden Salben bewährt.

Frau auf Yogamatte im Wohnzimmer mit Hund

Prävention

Möchte man es gar nicht erst so weit kommen lassen und die fiesen Migräneanfälle möglichst im Keim ersticken, empfehlen sich Entspannungsübungen wie Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation (PMR) sowie regelmäßiger Ausdauersport (dreimal pro Woche jeweils 40 Minuten), eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und ein gesunder, erholsamer Schlaf. Dadurch bleibt man zwar nicht vollständig von Migränephasen verschont, kann die Häufigkeit ihres Auftretens jedoch reduzieren.

Autor: Stefan Kohlmaier, 02.02.2021