Timeout! 8 typische Signale für Stress – und was dagegen hilft

In stressigen Situartionen reagiert unser Körper oft mit Symptomen, die signalisieren, dass es uns zu viel wird. Was hilft gegen die häufigsten Anzeichen für Stress?

1. Herzrasen

Herzrasen und eine flache Atmung zählen zu den hormonellen Stressreaktionen, bei denne Noradrenalin und Adrenalin den Körper in Alarmbereitschaft versetzen. Sollten Sie häufig unter Herzrasen leiden, lassen Sie die Ursache allerdings besser von einem Arzt.

Wenn keine organische Ursache für die Beschwerden vorliegt, ist Konditionstraining eine gute Möglichkeit, den Organismus zu stärken. Ein trainierter Körper reagiert entspannter auf physiologische Erregung. Tiefe Bauchatmung hilft darüber hinaus beim Relaxen. Versuchen Sie, bewusst in den Bauch hinein zu atmen und darauf zu achten, dass sich der Bauch dabei hebt und senkt.

2. Nervöses Augenzucken

Wenn Sie unter Druck geraten, beginnt Ihr Auge plötzlich unkontrolliert zu zucken? Mediziner nehmen an, dass ein Ungleichgewicht im Mineralstoffhaushalt – vor allem ein Magnesium- und/oder Kalziummangel – der Grund dafür sein könnte. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass Verspannungen der Gesichtsmuskulatur sowie Erschöpfungssituationen der Augen bei diesem Symptom eine Rolle spielen: Stress, eine hohe Belastung (zum Beispiel durch die Arbeit am Bildschirm) können ein Grund für Augenzucken sein.

Auch wenn dieser Tick im Grunde harmlos ist, gibt es leider kein erprobtes Mittel gegen das Zucken im Auge. Machen Sie regelmäßige Bildschirmpausen und trinken Sie ausreichend Wasser. Wenn das nervöse Zucken im Auge über Tage oder sogar Wochen anhält, sollten Sie jedoch einen Arzt aufsuchen, um herauszufinden ob es keine neurologische Ursache gibt.

3. Stressbedingter Husten

Wenn Sie gestresst sind, haben Sie oft das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben, leiden unter Mundtrockenheit, müssen sich immer wieder räuspern oder sogar husten? Bei diesen Symptomen können wir Sie beruhigen: Es handelt sich um eine harmlose Reaktion des Nervensystems. Oft ist es bereits hilfreich, einen Bonbon zu lutschen und Wasser zu trinken. Zusätzlich können Sie den Nacken durch Dehnübungen entspannen.

Wenn Heiserkeit und Husten nicht nur in Stresssituationen auftreten und über mehrere Wochen andauern, heißt es jedoch: Ab zum Arzt! Hängen die Anzeichen nicht mit einer Erkältung zusammen, könnten auch eine Schilddrüsenerkrankung oder eine allergische Reaktion die Ursache sein.

4. Magen-Darm-Probleme

Der Magen-Darm-Trakt reagiert besonders sensibel bei stressigen Situationen. Während die einen mit Übelkeit reagieren, müssen andere wiederum ständig auf die Toilette. Das hängt direkt mit dem Stress-Hormon Cortisol zusammen, welches in belastenden Situationen ausgeschüttet wird. Sie können jedoch einige Dinge tun, um die körperlichen Symptome zu reduzieren.

Vermeiden Sie Fast-Food und Süßes. Beruhigen Sie Ihren Magen stattdessen mit basischen Lebensmitteln wie Haferflocken, Nudeln oder Kartoffeln. Außerdem helfen kleine psychologische Tricks: Gehen Sie vor wichtigen Terminen, wie zum Beispiel einem Bewerbungsgespräch, vor dem Verlassen des Hauses noch einmal in aller Ruhe zur Toilette – und eignen Sie sich Entspannungsübungen an. Halten die Symptome länger an, erkundigen Sie sich bei einem Arzt über mögliche Ursachen.

5. Herpes-Bläschen

Stress schwächt das Immunsystem und wer das Herpesvirus in sich trägt, kann in belastenden Phasen schon mal mit Fieberblasen reagieren. Deswegen lohnt es sich vor und während stressigen Episoden, das Immunsystem mit Vitamin C und Zink zu unterstützen. In akuten Fällen helfen Fieberblasen-Salben, die zum Beispiel den Wirkstoff Aciclovir enthalten, oder pflanzliche Präparate. Diese sollten aber am besten schon beim ersten Prickeln aufgetragen werden.

Heilt eine Fieberblase über längere Zeit nicht ab, kehrt sie ständig wieder oder wenn sich die Erkrankung Richtung Auge ausbreitet, sollten Sie jedoch einen Arzt aufsuchen.

6. Kieferschmerzen

Wenn Sie morgens aufwachen, schmerzt Ihr Kiefer, Sie haben Kopfweh und Ihre Augen tun weh? Dann könnte es sein, dass Sie im Schlaf Ihre Zähne zusammenbeißen oder Zähneknirschen.

Greifen Sie auf keinen Fall zu Schlaf- und Beruhigungstabletten, sondern versuchen Sie die Ursache für Ihre Nervosität zu ergründen. Autogenes Training kann helfen. Eine individuelle Beißschiene kann die Beschwerden lindern und dafür sorgen, dass die Zähne keinen Schaden nehmen.

7. Kopf- und Nackenschmerzen

In stressigen Situationen neigen wir dazu, zu verkrampfen. Vor allem im Bereich von Schultern und Nacken. Eignen Sie sich ein spezielles Training an, das den Nacken entspannt. Wenn Sie unter Spannungs-Kopfschmerzen leiden, dann kann

dieser einfache Trick

helfen,Ihre Beschwerden zu lindern.

Wenn die Symptome über einen längeren Zeitraum hindurch anhalten, sollten Sie jedoch prüfen, ob die Beschwerden vielleicht orthopädische Ursachen haben.

8. Schlaflosigkeit

Anstatt zu schlafen, wälzen Sie sich in der Nacht stundenlang im Bett herum und grübeln? Versuchen Sie die Stress-Quellen zu eliminieren und eignen Sie sich feste Rituale vor dem Zubettgehen an, die Sie in Einschlaf-Stimmung versetzen. Ein zusätzlicher Tipp:

Mit diesem Trick schlafen Sie in nur 60 Sekunden ein

Leiden Sie ohne sichtbare Stress-Einfluss über lange Zeit an Schlafstörungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der Sie in ein Schlaflabor überweisen kann, um den Ursachen für Ihre Schlafproblemen auf die Schliche zu kommen.

17.08.2015