Digitaler Overload: 5 Tipps gegen gereizte Bildschirm-Augen

1. Monitor-Abstand und Farbeinstellungen

Um seine Augen auf Dauer gesund zu halten, ist der richtige Abstand des Bildschirms wichtig. Mindestes eine Armlänge sollte dieser vom Auge entfernt sein - das ist ein einfacher Anhaltspunkt. Auch die Farbe des Bildschirms spielt eine Rolle. Experten empfehlen sogar, den Monitor auf Schwarz-Weiß-Modus einzustellen - das sei weniger anstrengend für unser Sehorgan. Nicht nur fürs Auge, sondern auch für einen erholsamen Schlaf ist es gut, den Blauanteil des Lichtes am Gerät zu reduzieren. Dazu gibt es spezielle Blaulichtfilter, Nachtmodi oder kostenlose Apps und Software-Tools.

2. Blinzel-Pausen für mehr Tränenflüssigkeit

Nach langer Bildschirm-Nutzung kommt es zu trockenen und gereizten Augen bis hin zur Bindehautentzündung. Wenn man lange und anhaltend auf das Display eines Smartphones schaut, ist das besonders schlecht für die Augen. Denn durch diesen starren Blick blinzeln wir weniger als eigentlich üblich. Der Lidschlag wird seltener, die Augen trocknen aus. Denken Sie also daran, absichtlich zu blinzeln, denn nur so wird das Auge mit ausreichend Tränenflüssigkeit versorgt. Mindestens alle 20 Minuten sollte man zudem den Blick vom Bildschirm nehmen und das Auge schweifen lassen. Wenn das nichts hilft, kann künstliche Tränenflüssigkeit aus der Apotheke in Form von Augentropfen helfen. Ein Luftbefeuchter, häufiges Lüften und ausreichend Trinken tragen zur Wohlfühlatmosphäre fürs Auge bei. Auch Gähnen regt die Produktion von Tränenflüssigkeit an.

3. Sehmuskel-Workout für Augen-Fitness

Stundenlange Bildschirmarbeit ist Extremsport für die Augen. Um dabei nicht zu verkrampfen, ist "Ausgleichsgymnastik" ratsam: Blicken Sie zum Beispiel langsam in alle Ecken des Raumes - bewegen Sie den Kopf dabei so wenig wie möglich und versuchen Sie, nur die Augen zu benutzen. Sie können sich auch eine liegende und dann eine stehende 8 vorstellen, und diese mit den Augen langsam nachzeichnen. Zum Abschluss reiben Sie die Handinnenseiten aneinander, bis sie warm sind, und decken damit die geschlossenen Augen ab. Die Dunkelheit und die Wärme helfen den Augen, sich zu entspannen.

4. Wellness-Weitblick an der frischen Luft

Nicht nur für die Augen, sondern auch für den gesamten Körper ist dieser Tipp gesundheitsförderlich: Stellen Sie sich im Büro stündlich eine Erinnerung, stehen Sie auf und gehen vor die Tür oder an ein Fenster. Schnappen Sie Frischluft und versuchen dabei, das Auge auf drei Punkte scharf zu stellen, die in unterschiedlicher Entfernung liegen, einer in möglichst weiter Ferne. Sie können dazu auch jeweils ein Auge abdecken.

5. Brillenschlangen an die Bildschirm-Front

Wer Kontaktlinsenträger ist, sollte für die Bildschirmarbeit lieber die Brille vorziehen. Da das menschliche Auge nicht für die Naharbeit, sondern eigentlich für den Blick in die Ferne ausgerichtet ist, empfehlen Augenärzte auch spezielle Bildschirmbrillen, die teils vom Arbeitgeber bezuschusst werden. Diese Sehhilfen müssen aber auf den individuellen Bedarf angepasst werden, weil die Anforderungen sehr unterschiedlich sind - am besten ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Autor: Andrea Obele , 04.05.2020