Zigaretten-Preis: Eine Marke senkt den Preis – trotz Erhöhung
- Camel senkt den Zigaretten-Preis im März
- Zigaretten-Preis: Diese Produkte werden günstiger
- Preissenkung: Strategische Entscheidung des Herstellers
- Camel: Sonderpreis gilt nur im März
- Hintergrund: Neue Tabaksteuer ab 2026
- FAQ zum Zigaretten-Preis
Während in Österreich im März 2026 fast alle Zigarettenmarken teurer werden, sorgt eine Marke für Aufsehen: Camel. Der Hersteller Japan Tobacco International (JTI) senkt mitten in einer allgemeinen Preiserhöhungswelle bei einzelnen Sorten den Zigaretten-Preis. Einige Packungen kosten ab März zehn Cent weniger als noch im Februar.
Zigaretten-Preis: Diese Produkte werden günstiger
Diese kurzfristige Senkung betrifft ausgewählte Sorten wie Camel Blue, Camel Yellow und Camel White 100s. Eine 20er-Packung Camel Blue kostet nun 6,80 Euro statt 6,90 Euro, die 100s-Variante fällt von 7,00 auf 6,90 Euro. Damit ist Camel aktuell die einzige große Zigarettenmarke in Österreich, deren Zigaretten-Preis sinkt.
Preissenkung: Strategische Entscheidung des Herstellers
Die Preissenkung ist kein staatlicher Eingriff, sondern eine bewusste Marktstrategie von JTI. Während Konzerne wie Philip Morris oder British American Tobacco die Steueranpassungen sofort an ihre Kundinnen und Kunden weitergeben, geht JTI einen anderen Weg. Das Unternehmen will mit dieser Maßnahme Marktanteile sichern und den Absatz stabilisieren, nachdem im Februar zahlreiche Marken – darunter Marlboro, Meine Sorte und Sobranie – teurer geworden sind.
Zugleich hilft der günstigere Preis, ältere Lagerbestände schneller abzubauen, bevor ab April die nächste Steuerstufe in Kraft tritt. Die Tabaksteuerreform 2026 sieht vor, dass dann auch E-Zigaretten und Nikotinbeutel stärker besteuert werden.
Camel: Sonderpreis gilt nur im März
Aber: Auch die „Camel-Ausnahme“ ist zeitlich streng begrenzt. Laut aktueller Kundmachung der österreichischen Monopolverwaltung gilt der niedrigere Zigaretten-Preis nur im März 2026. Ab April werden auch Zigaretten von Camel wieder teurer, wenn der Hersteller seine Preise an die nächste Stufe der Steuererhöhung anpasst.
Hintergrund: Neue Tabaksteuer ab 2026
Die aktuelle Preiswelle steht im Zusammenhang mit der neuen Tabaksteuer, die seit Jahresbeginn stufenweise umgesetzt wird. Sie sieht für 2026 eine Erhöhung des Fixbetrags auf 85,50 Euro pro 1.000 Zigaretten sowie einen variablen Anteil von 32 Prozent des Verkaufspreises vor. Damit reagiert der Gesetzgeber auf den steigenden Tabakkonsum und will gleichzeitig die Einnahmen aus der Tabaksteuer erhöhen.