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Tomatenketchup in Schale mit frischen Tomaten – Stiftung Warentest untersucht Zuckergehalt und Schadstoffe im Ketchup-Test
Tomatenketchup im Test: Stiftung Warentest zeigt große Unterschiede bei Zucker, Qualität und Schadstoffen
Tomatenketchup im Test: Stiftung Warentest zeigt große Unterschiede bei Zucker, Qualität und Schadstoffen
towfiqu ahamed / iStock

Tomatenketchup-Test: Stiftung Warentest findet Schimmelgift bei Marktführer

26.03.2026 um 17:15, Stefanie Hermann
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Tomatenketchup-Test der Stiftung Warentest zeigt große Unterschiede: Zucker, Süßstoffe und Schimmelpilzgifte sorgen für erschreckende Ergebnisse.

Der Tomatenketchup Test der Stiftung Warentest zeichnet ein erschütterndes Bild: Zwischen den Produkten liegen teils massive Unterschiede. Insgesamt wurden 23 Ketchups untersucht. Getestet wurden Marken von Bio-Produkte bis hin zu speziellen Kinderketchups. Ein „Sehr gut“ hat kein einziges Produkt erreicht, immerhin zwölf schneiden mit „gut“ ab.

Geschmacklich überzeugt vor allem ein Produkt: Der Tomatenketchup von Born erhält die Bestnote 1,0. Im Bereich Kinderketchup setzt sich Byodo an die Spitze.

Tomatenketchup-Test: Stiftung Warentest nimmt Zucker ins Viier

Ein zentrales Thema im Tomatenketchup Test Stiftung Warentest ist der Zuckergehalt. Die Spannweite reicht von 3,6 bis 19,3 Gramm pro 100 Milliliter, der Durchschnitt liegt bei rund 16 Gramm.

Einzelne Produkte fallen deutlich aus dem Rahmen: So enthält Heinz Tomato Ketchup satte 26,6 Gramm Zucker. Gleichzeitig zeigt der Test einen klaren Trend: Wird der Zuckergehalt reduziert, kommen häufig Süßstoffe zum Einsatz. Das sorgt zwar für weniger Zucker, ist aber ebenfalls umstritten.

Stiftung Warentest entdeckt Schimmelpilzgifte im Ketchup

Besonders kritisch sind die Ergebnisse bei den Schadstoffen. In drei getesteten Produkten wurden die EU-Richtwerte für sogenannte Alternaria-Toxine überschritten. Diese Stoffe entstehen durch Schimmelpilze und stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein.

Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass diese Toxine strukturelle Ähnlichkeiten mit potenziell krebserregenden Substanzen aufweisen. Damit rückt die Qualität einzelner Produkte stärker in den Fokus.

Marktführer fällt durch: Heimischer Hersteller „mangelhaft“

Für Aufsehen sorgt vor allem ein Ergebnis im Tomatenketchup-Test Stiftung Warentest: Ausgerechnet der österreichische Marktführer Felix erhält die Bewertung „mangelhaft“. Grund ist eine massive Überschreitung des EU-Richtwerts für Schimmelpilzgifte – konkret um das Achtfache. Damit fällt ausgerechnet ein besonders verbreitetes Produkt im Test deutlich durch.

Ketchup-Verpackung: Glas schneidet besser ab

Nicht nur die Inhaltsstoffe werden bewertet, auch die Verpackung spielt eine Rolle. Laut Test schneiden Glasflaschen besser ab als Kunststoffvarianten, da sie leichter recycelbar sind. Wer auf Nachhaltigkeit achtet, sollte auch beim Ketchup zur Glasflasche greifen.

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