Regierungs-Nepp? Strompreisbremse wirkt nur bis 40 Cent

Die von der Regierung präsentierte Strompreisbremse ist auch unter dem Verbrauch von 2.900 kWh "gedeckelt", denn die Regierung schießt maximal 30 Cent pro kWh zu. Erhöhen die Versorger die Preise, wird es trotzdem für alle teurer.
Autor: Lukas Steinberger-Weiß, 13.09.2022 um 11:15 Uhr

Ein nicht unwichtiges Detail der groß angekündigten Strompreisbremse sorgt heute für Aufsehen. Denn auch unter einem Verbrauch von 2.900 kWh pro Jahr kann es teuer werden. Die Regierung schießt nämlich maximal 30 Cent pro kWh zu. Erhöht ein Stromanbieter den Preis, wird es auch unter dem "Schutzschirm" teuer. 

Abhängig vom "Good-Will" der Versorger

Die Grafik spricht Bände. Erhöht der Energieversorger den Preis der Kilowattstunde auf 50 Cent, zahlen wir als Endkunden erst wieder 20 Cent, auch unter dem geförderten Jahresverbrauch von 2.900 kWh. Gehen wir vom Worst-Case aus und die Kilowattstunde steigt auf einen Euro, bezahlen wir als Endkunden 70 Cent, da der Staat maximal 30 Cent zuschießt. Wer dann mehr verbraucht als die 2.900 kWh zahlt voll drauf.

Auf Nachfrage beim Bundeskanzleramt wird uns bestätigt, dass die Maßnahme stets so geplant war und nicht mit mehr als 30 Cent bezuschusst wird. Auf unsere Nachfrage wie die Regierung dann gedenkt Preiserhöhungen der Energieversorger abzufangen meint die Pressestelle, dass dies nicht zu verhindern wäre, auch jetzt nicht.

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