Teurer Schock: Diese Preise steigen jetzt besonders stark
Inhalt
- Iran-Krise sorgt für Preisschub
- Strompreise sinken überraschend
- Gas und Fernwärme leicht teurer
- Energie bleibt Inflationstreiber
Die Preise für Haushaltsenergie sind im April erneut deutlich gestiegen. Besonders Treibstoffe und Heizöl verteuerten sich kräftig, während die Strompreise gleichzeitig sanken. Wie aus dem aktuellen Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur hervorgeht, lagen die Energiepreise im April um 2,6 Prozent höher als im März. Im Jahresvergleich betrug der Anstieg sogar 10,7 Prozent.
Als wichtigster Preistreiber gilt derzeit die Krise rund um die Straße von Hormuz, eine der bedeutendsten globalen Transportrouten für Rohöl und Flüssigerdgas.
Iran-Krise sorgt für Preisschub
Laut Energieagentur wirkt sich die militärische Blockade der Straße von Hormuz weiterhin massiv auf die internationalen Energiemärkte aus. Die wichtige Handelsroute zählt zu den zentralen Transportwegen für Öl und Flüssiggas weltweit. Durch die Unsicherheiten rund um Lieferketten und Versorgung stiegen die Preise zuletzt erneut deutlich an.
Besonders betroffen waren im April Heizöl, Diesel und Superbenzin. Superbenzin verteuerte sich im Monatsvergleich um 2,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr lag der Anstieg sogar bei 16,7 Prozent.
Noch deutlicher fiel die Entwicklung beim Diesel aus: Hier stiegen die Preise gegenüber März um 10,1 Prozent. Im Jahresvergleich beträgt das Plus massive 37,2 Prozent. Auch Heizöl verteuerte sich kräftig. Gegenüber dem Vormonat lag der Anstieg bei 12,6 Prozent, im Vergleich zu April 2025 sogar bei 62,6 Prozent.
Strompreise sinken überraschend
Während fossile Energieträger deutlich teurer wurden, entwickelten sich die Strompreise zuletzt in die entgegengesetzte Richtung. Elektrizität verbilligte sich im April gegenüber März um 3,3 Prozent. Im Jahresvergleich sanken die Strompreise sogar um 10,2 Prozent. Verantwortlich dafür sei laut Energieagentur vor allem die hohe Einspeisung aus Photovoltaik- und Wasserkraftanlagen.
Zusätzlich wirkten sich regulatorische Maßnahmen preisdämpfend aus. Dazu zählt unter anderem der reduzierte Netztarif in den Mittagsstunden, der seit 1. April für das Sommerhalbjahr gilt. Auch die Senkung der Elektrizitätsabgabe habe die Strompreise zusätzlich entlastet.
Gas und Fernwärme leicht teurer
Etwas moderater entwickelte sich die Lage bei Erdgas und Fernwärme. Erdgas verteuerte sich im Monatsvergleich um 0,5 Prozent, im Jahresvergleich lag das Plus bei 3,8 Prozent. Die Fernwärme wurde gegenüber März zwar leicht günstiger, im Jahresvergleich mussten Haushalte aber trotzdem rund 2,2 Prozent mehr bezahlen.
Auch bei Brennholz und Holzpellets gab es zuletzt leichte Preisrückgänge. Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Preise allerdings weiterhin deutlich höher. Besonders Pellets verteuerten sich im Jahresvergleich um 28,3 Prozent.
Energie bleibt Inflationstreiber
Die Energieagentur warnt, dass Energiepreise weiterhin ein wesentlicher Treiber der allgemeinen Inflation bleiben. Während in den vergangenen Jahren vor allem Gas und Strom für Belastungen sorgten, stehen nun zunehmend Ölprodukte im Mittelpunkt. „Solange ein Großteil unseres Verkehrs und Teile unserer Wärmeversorgung an Rohöl hängen, schlagen Krisen wie die aktuelle unmittelbar auf die Preise durch“, erklärte Energieexperte Lukas Zwieb.