Knapp jeder Zehnte ist 2021 an Corona verstorben

Auch im vergangenen Jahr hat es aufgrund der Pandemie mehr Sterbefälle gegeben. Rund neun Prozent sind auf Covid-19 zurückzuführen.
Autor: Patrick Deutsch, 03.03.2022 um 10:11 Uhr

Wie aus vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria hervorgeht, starben im Jahr 2021 in Österreich insgesamt 90.434 Personen. Im Vergleich zum Fünfjahres-Schnitt vor der Pandemie (2015 bis 2019) ist das eine Steigerung um 9,1 Prozent bzw. 7.559 Personen. Schon 2020 hatte es aufgrund der Pandemie wesentlich mehr Sterbefälle gegeben als in den Jahren zuvor (10,5% bzw. 8.724 Sterbefälle). An COVID-19 verstarben 2021 7.857 Personen bzw. 8,7 Prozent.  Männer (4.257 ) waren häufiger betroffen als Frauen (3.600). Zusätzlich wurde bei 1.200 Sterbefällen COVID-19 als Begleiterkrankung, also als eine den Todesprozess beschleunigenden Erkrankung, diagnostiziert.

Die Corona-Pandemie hat auch im Jahr 2021 zu einer höheren Sterblichkeit geführt. Wie schon im Jahr davor starben 2021 insgesamt mehr Menschen als in den Jahren vor der Pandemie und fast 8.000 aufgrund einer COVID-19-Infektion. Die Corona-Wellen von Sterbefällen waren 2021 zwar weniger stark ausgeprägt als noch 2020, dennoch verstarben zum Höhepunkt im letzten Herbst mehr Menschen aufgrund von COVID-19 als aufgrund von Krebs – Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Unterschiede bei Alter und Region

Todesfälle aufgrund von COVID-19 traten vor allem im höheren Alter auf: Das durchschnittliche Alter der an COVID-19 Verstorbenen lag für Männer bei 77,7 Jahren, für Frauen bei 82,9 Jahren. Der Anteil von COVID-19 als Todesursache stieg war für beide Geschlechter zwischen dem 75. und 85. Lebensjahr am höchsten. Kärnten (10,5%) verzeichnete im Bundesländervergleich den höchsten Anteil an COVID-19-Sterbefällen. Auch Salzburg (9,6%) und Wien (9,5%) lagen  über dem Bundesdurchschnitt, Tirol (6,3%), Vorarlberg (6,8%) und das Burgenland (7,8%) darunter.

Häufigste Todesursachen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs bleiben auch 2021 die häufigsten Todesursachen. Bei beiden ist die Sterblichkeit im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie aber leicht gesunken. Deutlich mehr Menschen sind hingegen an Demenz (+22 Prozent) und Morbus Parkinson (+8 Prozent) verstorben. Erfreulich ist, dass auch die Zahl der Suizide weiter abnahm. 2021 war ein Rückgang um rund 12 Prozent m Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie zu verzeichnen.

Mehr Informationen zu den Sterbefällen in Österreich finden Sie auf der Homepage der Statistik Austria.