Neue Studie: Schwedens Corona-Sonderweg basiert auf Lügen

Eine brisante neue Studie wirft ein neues Licht auf den sogenannten "schwedischen Sonderweg" durch die Covid19-Pandemie. Der bei vielen Querdenkern beliebte Weg basiert laut dieser Studie auf Vertuschung und Lügen seitens der Behörden.
Autor: Lukas Steinberger-Weiß, 11.04.2022 um 13:17 Uhr

Acht schwedische Forscher haben sich die Pandemiebekämpfung ihrer Regierung angesehen und sind zum Schluss gekommen, dass die Behörden die Schweden angelogen haben und der Weg der Eigenverantwortung deswegen zu höheren Todeszahlen als in anderen Ländern geführt hat. Die brisante Studie zeigt schwere Versäumnisse auf. Aber der Reihe nach.

Laut den Autoren der Studie, die im renommierten Nature Magazin erschienen ist (Link zur Studie), hätte Schweden die idealen Voraussetzungen zur Bekämpfung einer Pandemie gehabt. Über 280 Jahre gute Zusammenrabeit zwischen Politik, Behörden und der wissenschaftlichen Community haben zu einem großen gegenseitigen Vertrauen geführt. Dies sah man vor allem daran, dass die Schweden der Präventionsmedizin gegenüber sehr aufgeschlossen waren. 2020 kam dann jedoch die Wende.

Lügen und falsche Annahmen

Die Autoren der Studie verglichen die Todeszahlen des Jahres 2020 mit jenen von Norwegen und kamen zu dem Schluss, dass sie in Schweden viel höher waren. Daraufhin wurde weitergeforscht und es wurde herausgefunden, dass medizinisch-wissenschaftliche Empfehlungen wie Masken oder Lockdowns bewusst von den Behörden als Extrempositionen abgetan wurden und daher auch politisch nie eingeführt wurden. Das Problem war nur: Der Bevölkerung wurden wichtige Fakten vorenthalten. So gab es die Ansage der Behörden, dass symptomlose Personen nicht ansteckend seien, oder dass das Virus nicht über Aersosole übertragbar sei, oder dass Masken nicht schützen. Entgegen aller Empfehlungen der wissenschaftlichen Community wurden die Schweden, laut den Autoren der Studie, bewusst angelogen. Außerdem soll der Chef der schwedischen Seuchenbehörde Johan Carlson bewusst kritische Wissenschafter versetzt haben um seine, wie man heute wissen möchte, falschen Annahmen zu glauben.

Gravierende Fehler bei Behandlung

Laut der Studie setzen sich die Fehler auch bei der Behandlung gegen COVID19 fort. So behaupten die Studienautoren, dass alte Menschen bewusst getötet worden sind. Statt dem zur Verfügung stehenden Sauerstoff wurde älteren Personen in Schweden nämlich oft Morphin verabreicht um diese ruhigzustellen, was jedoch bei vielen zum Tod führte.

Kritische Aufarbeitung vonnöten

Die Autoren fordern in der Studie auf, dass die schwedische Pandemiebekämpfung neutral aufgearbeitet wird und von unabhängigen Stellen untersucht werden muss. Denn selbst als die schwedische Regierung 2021 etwas zurückruderte und doch einige Beschränkungen einführte, war ein großer Schaden bereits entstanden. Sowohl bei den Todeszahlen, als auch bei der psychischen Wahrnehmung der Pandemie unter den Schweden.