Einsatz auf vier Pfoten: Schäferhunde starten in Bundesheer-Dienst
Das Militärhundezentrum in Kaisersteinbruch verzeichnet Zuwachs im Dienststand: Elf junge Belgische Schäferhunde wurden offiziell beim Bundesheer aufgenommen. Im Rahmen einer feierlichen Welpentaufe überreichte die Führung des Hauses den Tieren ihre Diensthundemarken. Damit beginnt für die Welpen eine zweijährige, anspruchsvolle Ausbildung zum Wach-, Schutz- und Spürhund im Dienst der Republik.
Welpentaufe im Militärhundezentrum
Die elf Welpen des sogenannten „T-Wurfs“ erblickten im burgenländischen Kaisersteinbruch das Licht der Welt. Gemäß der Tradition hören die Belgischen Schäferhunde auf die Namen Trude, Taiga, Tara, Tracy, Thorin, Twixx, Titan, Tank, T-Bone, Tonic und Tantor. Im Beisein von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner erhielten die Rüden ein blaues und die Weibchen ein rosa Band mit ihrer jeweiligen Diensthundemarke.
Die Patenschaft für die jüngsten Diensthunde übernahm der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB), vertreten durch ÖFB-Präsident Josef Pröll. Im Zuge des Festaktes gedachte die Festgesellschaft zudem dem heiligen Rochus, dem Schutzpatron der Diensthunde. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) erklärt: „Auch die Kleinsten tragen schon zur Sicherheit Österreichs bei – unsere Militärhunde leisten gemeinsam mit ihren Hundeführerinnen und Hundeführern einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit unseres Landes. Mit der ‚Mission Vorwärts‘ stellen wir auch künftig sicher, dass das Militärhundezentrum über die notwendigen Fähigkeiten und Strukturen verfügt, um diesen wichtigen Auftrag bestmöglich zu erfüllen.“
Von der Welpenschule zum Einsatzhund
Für die Nachwuchshunde beginnt die intensive Ausbildung zunächst mit umfassenden gesundheitlichen Überprüfungen sowie dem Besuch der „Welpenschule“. In den kommenden zwei Jahren lernen die Tiere die Grundfertigkeiten des Militärhundewesens.
Das Einsatzspektrum der Hunde ist vielfältig: Nach Abschluss des Lehrgangs werden sie als Wach- und Schutzhunde sowie als spezialisierte Spürhunde für den Nachweis von Sprengstoffen, Suchtmitteln oder zur Personensuche auf Fährten eingesetzt.
Zentrale Rolle von Kaisersteinbruch
Das seit 1964 bestehende Militärhundezentrum im Burgenland fungiert als zentrale Zucht- und Ausbildungsstätte für das Bundesheer. Von den insgesamt 157 Militärhunden und 99 Hundeführern der Streitkräfte sind 79 Hunde sowie 21 Hundeführer direkt in Kaisersteinbruch stationiert. Der Frauenanteil unter den dortigen Hundeführern liegt bei beachtlichen 41 Prozent.
Neben den Belgischen Schäferhunden setzt das Militär auf Rottweiler, Labradore und Jagdhunde. Mit mehr als 2.400 registrierten Tieren gilt das Militärhundezentrum zudem als weltweit größter Halter von Rottweilern.