Fremde Tankkarte: Salzburger soll 54.000 Liter getankt haben
- Tankbetrug in Salzburg: 68.000 Euro Schaden
- Diesel für einen Euro: So lief die Masche
- 54.000 Liter Diesel bei 136 Tankvorgängen
- So flog der Tankkarten-Betrug auf
- Prozess am Landesgericht Salzburg
Diesel für nur einen Euro pro Liter: Ein mutmaßlicher Tankbetrug in Salzburg beschäftigt jetzt die Justiz. Ein 29-Jähriger soll mit einer fremden Tankkarte insgesamt 54.000 Liter Diesel bezogen und den Sprit günstig an andere Autofahrer weitergegeben haben wie mehrere Medien darunter heute.at und Kronen Zeitung berichten. Der Schaden für eine kroatische Spedition soll sich auf rund 68.000 Euro belaufen.
Tankbetrug in Salzburg: 68.000 Euro Schaden
Der in Salzburg lebende 29-Jährige soll im September 2025 auf bislang ungeklärte Weise an die Tankkarte einer kroatischen Spedition gelangt sein. Statt sie zurückzugeben, soll er damit ein lukratives Geschäft aufgezogen haben: Diesel für einen Euro pro Liter soll er anderen Fahrzeughaltern angeboten haben. Bezahlt wurde an der Zapfsäule mit der fremden Tankkarte, die Rechnung landete laut Anklage beim kroatischen Unternehmen.
Diesel für einen Euro: So lief die Masche
Das ungewöhnlich günstige Angebot soll sich schnell herumgesprochen haben. Interessenten sollen den 29-Jährigen angerufen und sich anschließend mit ihm an einer Tankstelle in der Stadt Salzburg getroffen haben. Dort soll er ihre Fahrzeuge mit der fremden Tankkarte betankt haben. Manche Kunden kamen laut den Berichten sogar mit Kanistern, um noch größere Mengen des günstigen Diesels mitzunehmen.
54.000 Liter Diesel bei 136 Tankvorgängen
Von September 2025 bis Januar 2026 soll die Tankkarte immer wieder zum Einsatz gekommen sein. Laut Anklage wurde damit insgesamt 136-mal getankt. Dabei sollen unglaubliche 54.000 Liter Diesel geflossen sein. Der dadurch entstandene Schaden für die kroatische Spedition wird von der Staatsanwaltschaft mit rund 68.000 Euro beziffert.
So flog der Tankkarten-Betrug auf
Ins Rollen kamen die Ermittlungen laut den Berichten durch die Anzeige eines kroatischen Unternehmens. Bereits im März 2026 berichteten österreichische Medien über Ermittlungen gegen zwei Verdächtige wegen eines Tankkarten-Betrugs. Die Salzburger Polizei erklärte damals, dass umfangreiche Ermittlungen die Beamten auf die Spur der mutmaßlichen Täter geführt hätten.
Prozess am Landesgericht Salzburg
Nun beschäftigt der Fall die Justiz. Am Dienstag, 29. September 2026, soll der bislang unbescholtene 29-Jährige vor dem Landesgericht Salzburg stehen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauch und Urkundenunterdrückung vor. Wie der Mann ursprünglich an die Tankkarte gelangt sein soll und wie viel er mit dem mutmaßlichen Diesel-Geschäft tatsächlich verdient hat, ist bislang nicht bekannt. Es gilt die Unschuldsvermutung.