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René Benko vor Gericht in Wien während eines Verfahrens rund um die Signa-Pleite und seine Untersuchungshaft.
René Benko beginnt nun einen Job in der Gefängnistischlerei.
René Benko beginnt nun einen Job in der Gefängnistischlerei.
APA-Images / EXPA / Johann Groder

René Benko: Signa-Gründer beginnt Lehre im Gefängnis

13.03.2026 um 12:20, Stefanie Hermann
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René Benko arbeitet nun in der Tischlerei der Justizanstalt Innsbruck. Der frühere Signa-Gründer nutzt seine Zeit in U-Haft für einen Job als Tischler.

René Benko nutzt seine Zeit in Untersuchungshaft künftig für eine praktische Tätigkeit: Der gefallene Signa-Gründer hat einen Job in der Tischlerei der Justizanstalt Innsbruck beantragt und dafür auch grünes Licht bekommen. Damit beginnt für René Benko eine Art Lehre im Tischler-Handwerk, während er weiterhin in U-Haft sitzt.

Seit Jänner 2025 befindet sich der frühere Immobilieninvestor René Benko hinter Gittern. Seine Untersuchungshaft wurde zuletzt bis April verlängert. Angesichts der ungewissen Dauer der Ermittlungen will der einstige Milliardär seine Zeit nun offenbar sinnvoll nutzen und in der Gefängniswerkstatt arbeiten.

René Benko startet Job im Gefängnis

Der Antrag von René Benko auf eine Arbeitsbewilligung als Tischler wurde sowohl von der Justizanstalt Innsbruck als auch von der Staatsanwaltschaft genehmigt. Damit darf René Benko künftig in der Gefängnistischlerei arbeiten. In Haftanstalten ist es üblich, dass Insassen einer Beschäftigung im Gefängnis nachgehen oder handwerkliche Tätigkeiten erlernen.

Job und Lehre: René Benkos Tischlerarbeit im Gefängnis

Ob daraus tatsächlich eine vollwertige Tischler-Lehre entsteht, ist allerdings unklar. Laut seinem Verteidiger handle es sich zunächst um eine Tätigkeit in der Werkstatt der Justizanstalt. Trotzdem bedeutet der neue Job von René Benko eine deutliche Veränderung seines Gefängnisalltags.

Benko-Anwalt erklärt: Bisher Arbeit am Strafakt

Bisher habe sich René Benko laut seinem Anwalt Norbert Wess intensiv mit den Ermittlungsunterlagen beschäftigt. „Ob damit – derart hochgegriffen – eine ‚Ausbildung zum Tischler‘ verbunden ist, vermag ich nicht zu beurteilen“, sagt Norbert Wess gegenüber dem Wirtschaftsmagazin trend.

Sein Mandant sei lange Zeit nahezu ausschließlich mit der Bearbeitung des umfangreichen Strafakts beschäftigt gewesen. Da zuletzt jedoch keine neuen Ermittlungsstränge oder wesentlichen Entwicklungen hinzugekommen seien, könne René Benko nun einer Beschäftigung im Gefängnis nachgehen.

René Benko: Untersuchungshaft dauert weiter an

Der frühere Signa-Chef René Benko sitzt mittlerweile seit mehr als einem Jahr in U-Haft. Das Oberlandesgericht Wien sieht weiterhin eine mögliche Tatbegehungsgefahr, weshalb die Untersuchungshaft mehrfach verlängert wurde. Die Ermittlungen drehen sich unter anderem um schweren Betrug, Untreue, betrügerische Krida und die Fälschung eines Beweismittels.

Nach dem Zusammenbruch der Signa-Gruppe steht René Benko im Zentrum mehrerer Verfahren rund um Milliardenforderungen von Gläubigern. Der Unternehmer weist die Vorwürfe weiterhin zurück.

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