Polarwirbel: Vorhersage lässt Österreich zittern
- Polarwirbel-Vorhersage: Eiseskälte in Österreich
- Viel Kälte, wenig Weiß: Warum kaum Schnee fällt
- Was der Polarwirbel ist und was er bewirkt
- Sorge um den Polarwirbel: Was die Szenarien bedeuten
- Vorhersage: Kälte bleibt, Schnee rar
Polarwirbel-Vorhersage: Der geschwächte Polarwirbel schaufelt weiter Eiseskälte nach Österreich. In der zweiten Jännerhälfte sorgt ein markanter Kälteeinbruch für eisige Temperaturen. In tiefen Lagen liegen die Frühwerte teils zweistellig unter null, in höheren Lagen herrscht strenger Frost. Für die kommende Woche zeigen die Vorhersagen einen weiteren Temperatursturz an. Hauptverantwortlich ist die Großwetterlage mit einem blockierenden Hoch über Skandinavien und einer Schwächung des Polarwirbels. Dadurch strömt kontinentale Kaltluft aus Nordost nach Mitteleuropa.
Viel Kälte, wenig Weiß: Warum kaum Schnee fällt
Trotz deutlicher Kälte bleibt es in vielen Regionen Österreichs weitgehend schneelos. Die einfließende Luftmasse ist extrem trocken, der Hochdruck stabilisiert die Schichtung der Atmosphäre, wodurch sich der Himmel weitgehend wolkenlos zeigt. Nur an den Alpenstaulagen oder dort, wo Luft über relativ wärmeres Wasser streicht, sind vereinzelte Flocken möglich. Für den Alpenraum bedeutet das überwiegend sonnige, aber sehr kalte Tage. Meteorologen sprechen von klassischem „Kahlfrost“.
Kältewelle hat Österreich fest im Griff
Was der Polarwirbel ist und was er bewirkt
Hauptverantwortlich für die trockene Eiseskälte ist der Polarwirbel, jene Zone starker Westwinde in großer Höhe rund um die Arktis. Solange dieser Wirbel stabil bleibt, hält er die Kaltluft der hohen Breiten zurück. Schwächt er sich ab oder spaltet sich, verändert sich die Strömung über Europa: Kalte, trockene Luft aus Osten kann bis nach Mitteleuropa vordringen. In Verbindung mit einem Skandinavienhoch wird der Zustrom frostiger Luftmassen verstärkt. Stratosphärische Erwärmungen fördern diese Entwicklung zusätzlich.
Sorge um den Polarwirbel: Was die Szenarien bedeuten
Die Wettermodelle schwanken aktuell noch zwischen moderatem Winter und ausgeprägtem Kälteausbruch. In den kälteren Varianten sind Tiefstwerte um minus 20 Grad vor allem im Osten möglich, während westliche Landesteile etwas milder bleiben. Für Österreich besteht die Gefahr, dass ohne Schneedecke der Frost tief in den Boden eindringt und so Leitungen, Straßen und landwirtschaftliche Flächen gefährdet. Der Ostwind verschärft die gefühlte Kälte deutlich.
Vorhersage: Kälte bleibt, Schnee rar
Kurzfristig setzt sich das trockene, frostige Wetter fort. In den Nächten ist verbreitet mit strengem Frost zu rechnen, tagsüber herrscht vielerorts leichter Dauerfrost. Erst wenn sich eine Luftmassengrenze oder ein Mittelmeer-Tief durchsetzt, sind nennenswerte Schneefälle in den Niederungen denkbar. Solange die Ostströmung dominiert, bleibt das Wetter klar, trocken und sehr kalt. Der Heizbedarf bleibt hoch, die Gefahr glatter Straßen in den Morgenstunden ebenso.